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Leicht Provokativ

Alles über fischen, das sonst nirgends hineinpasst!

Leicht Provokativ

Beitragvon Oldman » 11.02.2011, 15:29

Hier könnt ihr Euch auslassen :D :D :155:

Provokation!
Der Winter hatte oder hat uns immer noch fest im Griff -die Zeit in den wir Angler unsere Ruten gepflegt, die Rollen überholt und mit neuer Schnur versehen, an neuen Montagen gefeilt und Methoden ersonnen haben um in diesem Jahr erfolgreich den Fischen nachzustellen -liegt in den letzten Zügen.
Die Tage werden länger und wärmer, auch die Schonzeit für viele Fischarten ist bald vorbei.
Da hält es keinen Angler mehr zu Hause. Vom Jagdtrieb erfaßt treibt es uns in Scharen zum Wasser um vielleicht in diesem Jahr den Fisch des Lebens zufangen.
Bepackt wie Lastesel, dem Zusammenbruch nahe, mit unterschiedlichsten zwei o. vierräderigen Fahrzeugen, schleppen wir unser Geroedel zum
Angelplatz. Man könnte glauben, daß die Angelgeräteindustrie immer
leichtere Geräte entwickelt und baut, damit der Angler nur ein weiteres Teil mit zum Wasser nehmen kann.
Ja was schleppen wir da alles so mit: - mehrere Ruten – eine für jede Fischart. -Carp - Zelte, Carp - Liegen, Carp - Stühle - alles für die Fische - wo bleibt
da der Angler? Des weiteren Rod Pots, Bißanzeiger, Kühltaschen für die zu fangenden Fische und den Proviant, Grill und Holzkohle. Köder und Eimer mit Anfütterungsmaterial, sowie die unvermeidliche Sitzkiepe mit dem ach so unverzichtbaren Kleinmaterial und noch einiges mehr.
Endlich – leicht ermattet am Angelplatz angekommen, werden die Ruten
fertig macht, etwas angefüttert und die Köder ausgeworfen.
Gott sei Dank sind die neuen Ruten nicht 1kg, pro Stück, sondern nur 950 gr. schwer. Denn lt. Werbung ermöglichen diese Leichtgewichte ein
Stunden langes, ermüdungsfreies angeln. Richtig sie liegen ja auch auf einen Rutenhalter oder Rod Pot. Nun kann es gemütlich werden - nein weit gefehlt – jetzt wird das andere Geroedel aufgebaut – auch so kann man die Wartezeit bis zu einem Biß überbrücken –oder? Hurra geschafft – ein Blick auf die Uhr - Sch......e schon so spät - in ein paar Stunden muß schon wieder eingepackt werden.
Das nächste Angeln aber geht über Nacht, damit sich die ganze Schlepperei auch lohnt und ansonsten wird nur noch die Hälfte des Geroedel mitgenommen, oder.
Ja mit immer raffinierterem und ausgeklügelten High Tec. – Geräten ziehen wir gegen den Fisch. Die Ruten werden aus immer leichteren und biegsameren, für die Raumfahrt entwickelten Material hergestellt. Die Schnur wird immer dünner, tragfähiger und unsichtbarer. E. - Bißanzeiger mit Funk ausgestattet, damit man beim Pippimachen ja auch nicht den kleinsten Zupfer verpaßt. Es werden Echolote eingesetzt, welche denen auf U.- Booten in nichts nachstehen, um festzustellen wo das Fischlein sich versteckt hält. Irgendwann kommt bestimmt das Angeln ohne Schnur – z. B. mit ferngesteuertem Köder, welcher dem Fisch solange vor s Maul gesteuert wird, bis er verzweifelt zu beißt. Utopie?
Selbst Satelliten gestützte Systeme - wie Google Earth- werden zur Unterstützung herangezogen. Schade, daß dieser noch nicht unter Wasser
sehen kann. Jedenfalls noch nicht so richtig.

Nun aber mal Futter bei die Fische. Ist das wirklich alles erforderlich? Was hat der Fisch diesem High Tec entgegen zusetzen?. Welche
Chancen hat er noch? Ist das alles noch waidgerecht?

Sollten wir uns nicht lieber rückbesinnen – die Gewässer, den Biologischen
Kreislauf der Natur am und im Wasser, das Leben und Freßverhalten der Fische studieren b. z. w. kennenlernen und dann Diesen mit gutem aber fairem Gerät nachstellen. Einfach nur angeln und Natur pur genießen!!


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wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon hesi » 11.02.2011, 16:01

Oldman hat geschrieben:Sollten wir uns nicht lieber rückbesinnen – die Gewässer, den Biologischen
Kreislauf der Natur am und im Wasser, das Leben und Freßverhalten der Fische studieren b. z. w. kennenlernen und dann Diesen mit gutem aber fairem Gerät nachstellen. Einfach nur angeln und Natur pur genießen!!
Oldman


Diese Rückbesinnung fand bei mir bereits statt, bzw. habe ich nie anders geangelt.
Ich habe zB. vor Jahren die Selbsthakmethode auf Karpfen ausprobiert (als sie mir mein Fachhändler nahelegte, von wegen ich sei zwar jung, aber anglerisch Generation "Opa"), musste aber einsehen dass das nicht mein Ding ist.
Ganz ehrlich: am liebsten fische ich mit der "freien Leine".
Deshalb muss ich auch nicht viel schleppen: Rute, Kescher, Krimskrams in den Jackentaschen, das wars. :wink:
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon carpio83 » 11.02.2011, 16:10

hesi hat geschrieben:
Oldman hat geschrieben:Sollten wir uns nicht lieber rückbesinnen – die Gewässer, den Biologischen
Kreislauf der Natur am und im Wasser, das Leben und Freßverhalten der Fische studieren b. z. w. kennenlernen und dann Diesen mit gutem aber fairem Gerät nachstellen. Einfach nur angeln und Natur pur genießen!!
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Diese Rückbesinnung fand bei mir bereits statt, bzw. habe ich nie anders geangelt.
Ich habe zB. vor Jahren die Selbsthakmethode auf Karpfen ausprobiert (als sie mir mein Fachhändler nahelegte, von wegen ich sei zwar jung, aber anglerisch Generation "Opa"), musste aber einsehen dass das nicht mein Ding ist.
Ganz ehrlich: am liebsten fische ich mit der "freien Leine".
Deshalb muss ich auch nicht viel schleppen: Rute, Kescher, Krimskrams in den Jackentaschen, das wars. :wink:



Was wäre denn ein unfaires Gerät zB;? Ist die Selbsthakmethode unfair?
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Oldman » 11.02.2011, 17:00

Hallo!

carpio83 hat geschrieben:Was wäre denn ein unfaires Gerät zB;? Ist die Selbsthakmethode unfair?


Stelle keine Fragen -lass dich einfach nur aus -sage deine Meinung :wink: :wink: :wink: :D
Gruß Oldman
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Polsi » 11.02.2011, 17:06

Für mich ist das Thema eigentlich überflüssig. Der eine geht mit Rute und Rucksack angeln und fischt mit nichts als einem Haken und einem Köder an der Schnur, der andere schleppt 3 Tonnen Tackle mit. Wo ist das Problem? Jeder soll angeln wie er will, solange er sich an die Regeln hält, auf seine Mitangler Rücksicht nimmt und ein wenig gesunden Menschenverstand einsetzt.

Ich mag es, meine Methoden immer weiter zu verbessern. Ich will nicht so sein, wie die Kandidaten, die seit 40 Jahren gleich angeln, mit teilweise antiquierten Methoden und sich dann beschweren, dass sie nix fangen, bzw. dass in dem Gewässer "eh nix drin ist". Eine gute, zuverlässige Ausrüstung gehört für mich dazu, da ich bei jedem Wetter und bei fast jeder Temperatur draußen bin. Ich bin auf gutes, robustes Gerät angewiesen, damit mir nicht zB eines Tages die Rollenbremse im Drill verreibt. Oldman, die aus deiner Sicht "modernen" Angler benutzen das so genannte "High Tech Gerät" ja nicht aus Jux, sondern weil es Sinn macht!
May you build a ladder to the stars and climb on every rung, may you stay forever young.

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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon pescador » 11.02.2011, 17:41

Ich sehe das so wie Polsi. Ich kaufe mir z.B.
Eine hochwertige Spinrute nicht weil es do toll ist sondern weil ich dami einfach besser arbeiten kann.
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon klosi88 » 11.02.2011, 17:46

Huhu!

Meiner Meinung nach, hängt es auch bisschen von den Umständen ab, wie man aufs Gewässer "losgeht".
Ich beneide jeden Angler, der nach Feierabend oder vormittags vor der Spätschicht, mal schnell und spontan ans Wasser gehen kann. Die Betonung liegt auf gehen.

Will ich angeln, heißt das im Vorherein ein Wochenende planen, an dem vielleicht 3 oder 4-5 Tage Zeit sind, die Zeiten mit der Freundin abklären, die will ja auch mitkommen, Essensvorräte und Getränke mitnehmen, Zelt mit Liegen, Schlafsäcken..... dazu dann noch das eigentliche Angelzeug.

Bis zum nächsten Karpfengewässer fahr ich halt mal 2 Stunden, und ein Tagestrip zahlt sich für mich auf keinen Fall aus. 4 Stunden Fahrzeit, 1 oder 2 Stunden ab- und Aufbau des Platzes, dann vielleicht 8 oder maximal 10 Stunden angeln, dafür muss ich aber noch mords früh aufstehen, und komm sehr spät heim..... das geht nicht.

Ich bin sicher, würde ich in unmittelbarer Umgebung ein Teich/See haben, würde ich auch mit 20% des Materials auskommen, würde auch mal ganz einfach und ohne schickschnak angeln, wenn man nichts fängt is ja egal, man kann ja "morgen" wieder.


Langer Rede kurzer Sinn, ich bin überzeugt dass die äußeren Umstände die Art und Weise wie man angelt sehr stark beeinflusst, und dass es nciht nur Vorlieben sind, die man erkennt.
mfg klosi
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon kunifax » 11.02.2011, 20:28

Hallo !

Oldman hat nicht so unrecht, es ist der Faktor Zeit, der bei vielen aus unserer Zunft heutzutage das Angeln bestimmt.

Leider ist bei vielen die Lust ein Gewässer zu erkunden völlig verloren gegangen.
Da braucht man nur die Postings zu lesen: ich will am ...... , im ....., auf... angeln, was brauche ich für einen Köder, wann ist die beste zeit und wo sind die "hot-spots". Meistens werden auch noch Gerätezusammenstellungen gewünscht.

Wer heute nur stundenweise sich die Zeit zum Angeln stielt, muß ganz einfach so verfahren, das ist klar.

Was gibt es schöneres als einen Angeltag zu planen, ihn mit einem Freund geruhsam zu verbringen, ohne auf die Uhr schauen zu müssen und mit ausgeschaltetem Handy.

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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Lupus » 12.02.2011, 06:37

Hallo!
Ich weiß nur nicht, ob das Fremdwort "Provokativ" in diesem Zusammenhang ganz zielsicher gewählt ist.
Der Inhalt Deiner Aussage ist doch eigentlich klar: Du bist nicht der Freund von viel technischem "Schnickschnack" oder von viel Gerät oder Geroedel, wie Du es eben nennst. Das steht Dir frei, denn es handelt sich um ein Angebot, welches Du nützen oder ausschlagen kannst. Und außerdem beschränkt sich die Menge des Gerätes auf die Angelmethoden und den damit vielleicht auch verbundenen Zeitaufwand und die damit verbundene Frage der örtlichen Stabilität.
Ein Universalangler, und dazu zähle ich mich auch im Grunde, wird versuchen, das ganze Spektrum abzudecken. Geht er Fliegenfischen, hat er alles am Körper, geht er auf Großkarpfen oder auf Wels, wird der von manchen angepriesene Minimalismus nicht funktionieren. Also habe ich vor, eine Nacht oder ein verlängertes Wochenende damit zu verbringen, vielleicht Karpfen von +10 kg an einem schwierigen, unwirtlichen Gewässer und harten Witterungsbedingungen zu überlisten, würde ich nicht auf ein Equipment verzichten wollen, was alles inkludiert, was man eben dafür braucht. Und stimmt: Man kann auch einen Riesenkarpfen oder einen Wels auf Sicht durch Vorlegen des Köders praktisch "auf der Pirsch" fangen, aber die Regel ist das nicht.
Und ich glaube nicht, dass jemand an einen großen unbekannten See zum Schleppen fahren wird, wenn er nicht ein gewissen Vorwissen an Tiefenverhältnissen etc. hat. Einfach nur Rute auf die Heckbank, Blinker raus und losrudern, bis die Bandscheiben krachen wird selten den gewünschten Fischkontakt bringen.
Und das sage ich als einer, der eigentlich am liebsten, auch aus zeitlichen Gründen meistens nur minimalistisch angelt, also ein kurzer und normalerweise erfolgreicher Ansitz im Morgengrauen, ein Rundgang mit der Spinnrute, ein "Sprung" an den Bach, Watstiefeln und Fliegenweste an, die Böschung runter, schaun wo was steht oder steigt, und schon ein bissl Spass gehabt.
Aber das ist eben nicht alles, sondern nur ein Ankratzen der Oberfläche dessen, was das breite Spektrum Fischen bildet. Und schon gar nicht "provoziere" ich damit jene, die unter Fischerei eben mehr verstehen.
Gruss. Lupus
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Oldman » 12.02.2011, 13:19

Hallo

@all!

Erst schon einmal Da nk für Eure Aussagen -später habe ich noch was dazu zu schreiben.

@ Lupus
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Ich weiß nur nicht, ob das Fremdwort "Provokativ" in diesem Zusammenhang ganz zielsicher gewählt ist.
[b]Der Inhalt Deiner Aussage ist doch eigentlich klar: Du bist nicht der Freund von viel technischem "Schnickschnack" oder von viel Gerät oder Geroedel, [/b]wie Du es eben nennst. Das steht Dir frei, denn es handelt sich um ein Angebot, welches Du nützen oder ausschlagen kannst.

Hier geht es nicht um mich - hier geht es allein um die gesamt Aussage des Beitrages.

Gruß Oldman
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon hesi » 12.02.2011, 14:56

carpio83 hat geschrieben:Was wäre denn ein unfaires Gerät zB;? Ist die Selbsthakmethode unfair?


Das wollt ich nie und nimmer damit sagen.
Oldman meinte nur wir sollen uns "auslassen" und dadurch hab ich nur kurz gesagt wie's mir prsönlich am besten gefällt.
Selbsthakmethode ist vollkommen in Ordnung! Wie alle anderen fachgerecht ausgeführten, waidmännischen Methoden.
Mir persönlich ist sie einfach zu fad. Das war alles was ich sagen wollte und es sollte nur zur Verdeutlichung dienen.
Ich habe ja selber auch einiges an "Gerödel", nehme es halt nur ungern mit. Und moderne Montagen sind mir nicht unbekannt, nur angel ich oft gerne aus Spaß so wie "a klana bua". :wink:
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Helmut K. » 12.02.2011, 19:00

Eigentlich wollte ich gar nicht antworten, da ich den Thread überflüssig wie einen Kropf halte ( meine persönliche Meinung ;) )
@ Oldmann
Wie alt ist dein Auto , Fahrrad, Fernseher, usw. :?:
Sicherlich fängt man auch mit alten Ruten und ohne Echolot, usw., aber wenn man ehrlich ist hat man auch Freude an neuen Sachen und ich habe auch kein Problem damit wenn ich mit dem Echolot eine viel versprechende Stelle finde, die ich vielleicht ohne nicht gefunden hätte...
Ober das Leben deswegen anders verläuft sei mal dahin gestellt :wink:
Leben und leben lassen, jeder soll es doch so machen wie er es für richtig hält und nicht jedes Thema muss in seine Einzelheiten diskutiert und zerpflückt werden :!:
Gott erschuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.
Gruß Helmut
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Oldman » 12.02.2011, 20:49

Hallo!
Ok- ich gebe jetzt schon einmal preis warum ich diesen Beitrag geschrieben habe!!

In einem anderen Thread geht es um den Umgangston hier im Forum :wink:
Dieser Thread ist ein Versuchsballon meiner seits -sorry dafür.
Miir ging es hier darum -das dieser Thread meinetwegen zerissen und und in seine Bestandteile zerlegt wird-jeder seine Meinung hier zu kund tut ohne mich den Verfasser anzugreifen. Denn nur so ist ein Freundlicher Umgangston miteinander möglich.
Das ist hier weitgehenst geschehen :up2: :up2: :up2:

Ein wirklich gutes Hilfsmittel dazu ist ein Forentreffen -schade das ich nicht dabei sein kann - weiß man doch erst dann
wer sich hinter den Namen versteckt. Glaubt mir ich weiß wo von ich spreche.
Letztendlich macht doch jeder was er und wie er will .Die Meinung eines Anderen ändert man nicht mit Worten sondern
nur durch einen praktischen Beweis. z.B. Wer fängt hat Recht.

Gruß Oldman
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Re: Leicht Provokativ

Beitragvon Puchi » 13.02.2011, 15:44

kunifax hat geschrieben:Leider ist bei vielen die Lust ein Gewässer zu erkunden völlig verloren gegangen.
Da braucht man nur die Postings zu lesen: ich will am ...... , im ....., auf... angeln, was brauche ich für einen Köder, wann ist die beste zeit und wo sind die "hot-spots". Meistens werden auch noch Gerätezusammenstellungen gewünscht....


:good post:

Das ist eine Sache, die parallel mit dem Thema "Materialschlacht" einhergeht. Durch den Boom der modernen Karpfenfischerei ist Angeln meiner Meinung nach im letzten Jahrzehnt zusehens zum "Breitensport" geworden. Zur Unterwasser-Großwildjagd, die es jetzt quasi jedem Otto Normal ermöglicht Trophäen zu sammeln.
Durch die ganzen Paylakes ist die Fischerprüfung unnötig geworden und die Naturverbundenheit der "neuen Angler" hält sich auch sehr in Grenzen meiner Erfahrung nach.
Es geht eben nur mehr darum die Trophäen zu fangen und das so schnell wie möglich und da hilft eben der technische Fortschritt viel mehr als das biologische Wissen über den Gegner. Außerdem soll der Komfort, den die Zivilisation bietet, in der Wildnis (Schotterteich am Stadtrand) nicht fehlen also wird gleich der halbe Hausstand mit ans Wasser genommen.
Es sind diese vielen Feiertagsfischer die mich aufregen!!! Die, die einfach keine Arbeit investieren wollen und jedes Wochenende wie die Hunnen an den Paygewässern einfallen und "verbrannte Erde" hinterlassen und solche Leute wollen dann hier noch, von uns wissen WO sie das sonst noch am besten machen könnten...

Das Geschilderte ist jetzt natürlich der Extremfall, ich hab absolut gar nichts gegen Carphunter, ich respektiere jeden der da mit voller Leidenschaft dahinter steht!
Aber so jemand, braucht niemanden zu fragen, wo, was, womit? Denn er ist eben ein richtiger Angler und weiß alles über "seinen Fisch". Auf Neudeutsch heißt das Specimen Hunter glaub ich ;)

Vlt. bin ich grade deshalb zum Spinnangler geworden, weil ich da noch durch Dornengestrüpp und Gatsch kraxeln muss um meinen Fisch zu fangen und nicht dort fischen will, wo man mit dem Auto bis vors Wasser fahren kann, jder dann erstmal 1000kg Ausrüstung abladet und der Nachbar 10 Meter neben mir schon seit Minuten aufs tiefste flucht, weil er noch nix dawischt hat. Außerdem kann man Raubfische nicht mit Kugerln fett füttern, deren Bestand steht und fällt mit einem funktionierendem Ökosystem bzw. einer vollständigen Nahrungskette.

Oldman hat geschrieben:Sollten wir uns nicht lieber rückbesinnen – die Gewässer, den Biologischen
Kreislauf der Natur am und im Wasser, das Leben und Freßverhalten der Fische studieren b. z. w. kennenlernen und dann Diesen mit gutem aber fairem Gerät nachstellen. Einfach nur angeln und Natur pur genießen!!


Der Satz trifft es genau auf dem Punkt. Das tut aber jeder, der das Angeln wirklich ernst nimmt, egal welcher Fischart er nachstellt! Nachhaltigkeit ist auch ein großes Thema, worüber man mal diskutieren sollte!

Und zum Thema "faires Gerät": Ich denke, damit sind Schlauchboote, Echolote, elektroische Bissanzeiger usw. in erster Linie gemeint. Die natürlichsten und fischreichsten Gewässer sind meistens auch die größten und da ist man als Angler doch verloren ohne Technik. An so einem Wasser einfach am Ufer einen Wurm baden, ist doch auch nicht in unserem Sinne (Stichwort: Zielfischangeln)
Es sollten die Methoden und Technik, den Verhältnissen entsprechend gewählt werden. Leider gibt es immer jemanden der übertreibt. So habe ich schon auf diversen Mini Paylacken, Leute mit Schlauchboot und Echo paddeln sehn um Anzufüttern und die Montagen auszulegen...
Also wenn es die Verhältnisse erfordern: Technik JA Natürlich
Und wenn nicht: Bitte macht euch nicht so zum Affen... Auswerfen lernt man eh recht schnell :roll:

So das war mein geistiger Erguss, um mich abzureagieren. Es soll sich keiner persönlich angegriffen fühlen, weil meine Meinung interessiert eh keinen aber es hat gut getan sie mal zu sagen! :mrgreen:

In dem Sinne Petri Heil oder Tight Lines!
Bitte helft mit eurer Unterschrift den Lebensraum Mur zu erhalten!

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