Provokation!
Der Winter hatte oder hat uns immer noch fest im Griff -die Zeit in den wir Angler unsere Ruten gepflegt, die Rollen überholt und mit neuer Schnur versehen, an neuen Montagen gefeilt und Methoden ersonnen haben um in diesem Jahr erfolgreich den Fischen nachzustellen -liegt in den letzten Zügen.
Die Tage werden länger und wärmer, auch die Schonzeit für viele Fischarten ist bald vorbei.
Da hält es keinen Angler mehr zu Hause. Vom Jagdtrieb erfaßt treibt es uns in Scharen zum Wasser um vielleicht in diesem Jahr den Fisch des Lebens zufangen.
Bepackt wie Lastesel, dem Zusammenbruch nahe, mit unterschiedlichsten zwei o. vierräderigen Fahrzeugen, schleppen wir unser Geroedel zum
Angelplatz. Man könnte glauben, daß die Angelgeräteindustrie immer
leichtere Geräte entwickelt und baut, damit der Angler nur ein weiteres Teil mit zum Wasser nehmen kann.
Ja was schleppen wir da alles so mit: - mehrere Ruten – eine für jede Fischart. -Carp - Zelte, Carp - Liegen, Carp - Stühle - alles für die Fische - wo bleibt
da der Angler? Des weiteren Rod Pots, Bißanzeiger, Kühltaschen für die zu fangenden Fische und den Proviant, Grill und Holzkohle. Köder und Eimer mit Anfütterungsmaterial, sowie die unvermeidliche Sitzkiepe mit dem ach so unverzichtbaren Kleinmaterial und noch einiges mehr.
Endlich – leicht ermattet am Angelplatz angekommen, werden die Ruten
fertig macht, etwas angefüttert und die Köder ausgeworfen.
Gott sei Dank sind die neuen Ruten nicht 1kg, pro Stück, sondern nur 950 gr. schwer. Denn lt. Werbung ermöglichen diese Leichtgewichte ein
Stunden langes, ermüdungsfreies angeln. Richtig sie liegen ja auch auf einen Rutenhalter oder Rod Pot. Nun kann es gemütlich werden - nein weit gefehlt – jetzt wird das andere Geroedel aufgebaut – auch so kann man die Wartezeit bis zu einem Biß überbrücken –oder? Hurra geschafft – ein Blick auf die Uhr - Sch......e schon so spät - in ein paar Stunden muß schon wieder eingepackt werden.
Das nächste Angeln aber geht über Nacht, damit sich die ganze Schlepperei auch lohnt und ansonsten wird nur noch die Hälfte des Geroedel mitgenommen, oder.
Ja mit immer raffinierterem und ausgeklügelten High Tec. – Geräten ziehen wir gegen den Fisch. Die Ruten werden aus immer leichteren und biegsameren, für die Raumfahrt entwickelten Material hergestellt. Die Schnur wird immer dünner, tragfähiger und unsichtbarer. E. - Bißanzeiger mit Funk ausgestattet, damit man beim Pippimachen ja auch nicht den kleinsten Zupfer verpaßt. Es werden Echolote eingesetzt, welche denen auf U.- Booten in nichts nachstehen, um festzustellen wo das Fischlein sich versteckt hält. Irgendwann kommt bestimmt das Angeln ohne Schnur – z. B. mit ferngesteuertem Köder, welcher dem Fisch solange vor s Maul gesteuert wird, bis er verzweifelt zu beißt. Utopie?
Selbst Satelliten gestützte Systeme - wie Google Earth- werden zur Unterstützung herangezogen. Schade, daß dieser noch nicht unter Wasser
sehen kann. Jedenfalls noch nicht so richtig.
Nun aber mal Futter bei die Fische. Ist das wirklich alles erforderlich? Was hat der Fisch diesem High Tec entgegen zusetzen?. Welche
Chancen hat er noch? Ist das alles noch waidgerecht?
Sollten wir uns nicht lieber rückbesinnen – die Gewässer, den Biologischen
Kreislauf der Natur am und im Wasser, das Leben und Freßverhalten der Fische studieren b. z. w. kennenlernen und dann Diesen mit gutem aber fairem Gerät nachstellen. Einfach nur angeln und Natur pur genießen!!
Oldman





