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Lachsfischen im Süßwasser?

hier wird über das Fischen auf Forelle,Saibling,Renken und Lachs diskutiert!

Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 16.07.2009, 14:14

Seavas

nächsten Montag gehts bei mir Richtung Südnorwegen. Genauer gesagt in den Mandalriver. Es sind laut online Bericht Lachse zwischen 2,2 und 10 Kilo zu erwarten. Aber es werden nur mehr extrem wenige gefangen. 110 Kilo pro Jahr.

Hat jemand Tipps für mich? Ich gehe mit der Spinnrute los. Welche Blinker? Wie führen? Welche Tiefe und Uhrzeit?

Ich nehm jeden Tipp gern an.


lG
thomas
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon zwi » 16.07.2009, 15:06

Hallo Thomas!

Aber es werden nur mehr extrem wenige gefangen. 110 Kilo pro Jahr.

Was soll das für eine Angabe sein?
Guggst Du hier http://www.laksefisk.no/fangstrapport/default.aspx?ID=4 dort lese ich von über 1to.

Nur kurz zum Ablauf:
-Du brauchst für die Fischerei auf anadrome Salmoniden eine staatliche Lizenz - gibts in jedem Supermarkt oder gleich übers Netz http://www.inatur.no/o2/Shop-FishTax/?forceLocale=de_DE.
-Desinfektion Deines Angelgerätes vor Ort, gleich vorab informieren wegen Öffnungszeiten - meistens findest Du diese Desinfektionsstellen bei Tankstellen/Campingplätze/Videotheken :lol: :lol: --> bei den meisten Revieren brauchst Du eine Bestätigung von der Desinfektion bevor Du eine Tageskarte bekommst.

Die Blinker würde ich eher vor Ort kaufen und mich beraten lassen - aber ned nachher jammern dass die das doppelte kosten wie bei uns. Generell würde ich sagen, je wärmer das Wasser um so kleiner die Köder und umsoschneller den Köder führen. Zur Köderführung selbst - der Köder wird prinzipell durch das Dreggen im Wasser präsentiert - d.h. Köder 90° in Richtung Flussmitte werfen durch den Wasserdruck auf die Schnur wird der Blinker Richtung Ufer gedreggt. Dann beginnt das Spiel von vorn, den ganzen Tag und die ganze Nacht. Meist beissen Lachse kurz oberhalb von Stromschnellen, da sie dort kurz Rast machen um dann weiterzuschwimmen.

Viel Glück
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 16.07.2009, 23:54

seas zwi

danke für die info. das mit den karten wusste ich schon. meine fangstatistik hatte ich irgendwo aus dem google.
was meinst du genau mit dreggen? einfach nur im 90 grad winkel einwerfen und dann schnell einkurbeln? hab ich das richtig verstanden?

ich freu mich jedenfalls schon. hoffentlich dawisch ich einen =)
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon zwi » 17.07.2009, 09:05

Hallo Thomas!

Jetzt hab ich glaub ich einen Blödsinn geschrieben - aber als fast nur Fliegenfischer kann das ja mal passieren. :lol: :lol:

Also beim Fliegenfischen funktioniert das dreggen indem die Flugschnur von der Strömung Flussabb gezogen wird und dadurch wird die Fliege automatisch in einem Bogen Richtung Ufer gezogen, dass nennt man dreggen. Da aber beim Spinnfischen die Schnur nicht diese Angriffsfläche bietet wird das wohl nicht funktionieren, ausser vielleicht bei einer 0,50iger Monofil - da muss ein erfahrener Spinnfischer besser Bescheid wissen.

fg
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PS.: Fährt ihr mit dem Auto hinauf??? Seit ihr mobil, wollt ihr nur Lachsfischen???
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Gschitz » 17.07.2009, 09:37

klar funktioniert das beim spinnfischen so ähnlich, da bietet schon der köder genug widerstand. gerade halt so schnell kurbeln, dass der köder arbeitet. am anfang muss man vielleicht noch langsam kurbeln, gegen ende dann eher gar nicht mehr.
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 17.07.2009, 10:19

ok alles klar, danke

@ zwi mein freund ist bereits dort mim auto. ich fliege am montag nach.
wir werden im süßwasser und im meer fischen. gott sei dank hat er ein boot. ich hab mir schon alle möglichen gimmicks gekauft um heuer einen heilbutt zu erwischen auch wenn die chance sehr klein ist. voriges jahr konnten wir mehrere kleine dorsche, seelachse und makrelen landen.
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 06.08.2009, 10:31

bin soeben zurück. ein kleiner fangbericht.

es waren fischereitechnisch sehr emotionale wochen. hab viel geld investiert und konnte in den ersten 10 tagen 1 seelachs mit etwa 1 kilo erbeuten. für norwegen eine extreeeeem schlecthe ausbeute. aber die fischer haben alle geflucht - nie sei es so schlecht gegangen wie heuer.

dann mehr aus mut aus der verzweiflung ins süßwasser gegangen, alle einheimischen haben gesagt die chancen stehen bei etwa 0,1 % also waren wir auchd a ned optimitsch. nach 20 minuten spinnfischen schreit mein freund sven plötzlich "ich hab einen" und ich hab dacht er irrt sich. aber tatsächlich, ein lachs mit 2,5 kilo und etwa 70 cm macht alle anstalten nicht ins boot zu kommen. ein genialer drill, die kraft eines karpfen, die wendigkeit einer forelle und das sprungvermögen eines Marlins. aber wir konnten ihn sicher landen beim 2 kescherversuch. die freude war so groß, es flossen beinahe tränen. nach zermürbenden tagen und großen verlusten hatten wir beinahe das unmögliche geschafft. und das nach nur 20 minuten. ich leider nicht, also machten wir uns am nächsten tag um 5 uhr raus zum schleppfischen und sven borgte mir seinen erfolgsköder. mein süßwassergerät war übrigends sehr sporadisch da ich nicht wollte dass es etwas durch flug oder salzwasser kaputt geht. es war die geschenkte rute vom zanderl und die geschenkte rolle vom oldboy! euer stuff hat mir eine riesen freude gemacht. denn plötzlich um etwa halb 9 macht es ein 1-2 ticker in meiner rute - ein beherzter anschlag .... naja vielleicht ein forellilein. moment nein, der fisch schwimmt mir entgegen. "DER IST DOCH NED SO KLEIN" schreih ich über den Fluss. der Lachs sieht das Boot und springt in hohem Bogen Meterweit aus dem Wasser. Mein Herz rast. Diese Fische sind so Pfeilschnell, eben war er noch 4 meter vorm boot plötzlich drunter. als er endlich im kescher liegt fliegt ihm der blinker aus dem Maul. Unglaublich scheisse gehakt, und mir mehr Masel als alels andere gelandet. Herrlich. 2 Kilo - kein Riese aber ein guter Speisefisch. Ein herrlicher Speisefisch sogar.

All die Mühe war doch noch belohnt worden und ich hatte wieder Frieden geschlossen mit der Angelwelt.
In den kommenden Tagen tat sich wie immer im Fjord auf Seelachs, Plattfische, Dorsche Makrele usw wie gewohnt gar nichts. Voriges Jahr konnten wir noch 16 Fische pro Tag landen, heuer nicht einen in ein paar Tagen.
Dann plötzlich ein rucker in meiner Rute, endlich ein 2 Kilo Dorsch. Wahrlich kein Erfolg für Norwegen aber wenigstens auch das habe ich erreicht in einer wirklich ungewöhnlich schwachen Fischzeit für Norwegische Verhältnisse. 1 Tag vor Abreise wird auch klar warum das Übel so groß ist. hubschrauber kreisen über den Fjords und Inseln und ehe sich unter den Anglern und kleinen Berufsfischern herumspricht wo die Makrelenschwärme grad herumziehen sind Capitain Iglo und Co dort und fangen Millionen Tonnen die sie systemtisch einkreisen. Ein trauriger Anblick. Schiffe so groß wie Öltanker plündern die Meere als wäre es eine Selbstverständlichkeit.

Doch ich bin eine Frohnatur also versuch ich mit meinem Kumpel Sven noch einmal Makrelen zu fangen. Eine einzige geht uns an die Harpe. In Zeiten wie diesen sogar ein Grund zur Freude.
Doch war dass das Ende? nicht ganz. Das Beste kommt wie gewohnt zum Schluss.

Ohne große Motivation blödeln Sven und ich in seinem viel zu kleinem Boot raus aufs offene Meer um über Wellen zu springen. Vollkommen durchnässt und leicht am frösteln kommen wir auf einer willkürrlichen Stelle am offenen Meer an. und ich sage "lass es uns hier probieren hier ists zumindestens tief" gesagt getan.
ausgerechnet heute am offenen Meer haben wir nichts mit ausser unseren Ruten. Keinen Angelkoffer nur die Köder/Pilker die oben sind, ein Messer und einen Kübel. Sven bewundert meine neue Rute und wir tauschen kurz nachdem wir die meiste Zeit nicht mehr ernsthaft gefischt hatten sondern rumsaßen und wie Arnold Schwarzenegger zu sprechen versuchten. Ich liess also im Blödeln seinen Fluoriszierenden Pilker auf etwa 100-120 Meter Tiefe. Kurbelte wie gewohtn ein paar mal hoch um ned am Grund hängen zu bleiben da machts mitten in einer Arnie Rede "RUUUUMMMMSSS" und Svens Rute die ich gerade führe macht eine Verbeugung der anderen Art. Ich denke in der 1 Sekunde ich hänge, aber plötzlich... Hänger zappeln nicht. "DAS IST EIN FISCH" sag ich auf einmal auf Hochdeutsch (Nicht Arnie Steirisch-Amerikanisch) und nach etwa 10 Minuten war es dann geschafft. ein fast 1 Meter langer, sehr dünner und rund 6 Kilo schwerer Fisch wurde sicher gelandet. Die Freude war unmenschlich. Das hatte sich keiner mehr erhofft, nicht nach solch düsteren Tagen.

Der Fische wurde zusammen mit den Nachbaren gegessen wie das so üblich ist in Norwegen bei einem super Fang und ich habe nun auch nicht nur mit dem Süßwasser sondern auch mit den Dorschen einen positiven Abschluss gefunden.

Am schönsten sind und bleiben Angelerfolge nunmal wenn derbe Entäuschungen vorangehen. Ich denke dass kann jeder Angler bestätigen.


Norwegen ich komme wieder. Auch Niederlagen in Kauf nehmend.
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon zwi » 06.08.2009, 12:28

Hallo Thomas!

Gratulation zu den Lachsen, da könnt ihr echt stolz drauf sein. Es gibt viele die jahrelang nach Norwegen fahren und erfolglos auf Lachs fischen.

Zu den Helis - waren die sicher wegen den Fangflotten unterwegs, ich habe was von einer Ölpest in Südnorwegen gehört, angeblich ist ein Tanker mit Diesel auf Grund gelaufen - hast vielleicht Infos?

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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon red tag » 06.08.2009, 12:46

hallo thomas!
petri zu den schönen fischen! netten bericht hast du da geschrieben.
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Lupus » 06.08.2009, 13:01

Hallo Anonymer Thomas!
Danke für den überaus interessanten Bericht. Ich denke, besonders auf Deinen ersten Lachs kannst Du stolz sein, denn ich glaube viele fahren dort hin und mit leeren Händen wieder zurück. Gibt es auch ein Photo von dem Lachs?
P.S.: Natürlich sind auch die anderen Fische sehr beachtenswert, aber mich persönlich hätte auch der Lachs am meisten gefreut.
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 06.08.2009, 15:02

hallo!

danke für die petris!

@ zwi um ehrlich zu sein das kann auch sein. allerdings war das sehr weit weg von uns. wir haben nur so geschlussfolgert da uns die einheimischen erzählt haben dass ein riesiger makrelenschwarm gekommen war und ehe sie mit dem boot an der stelle waren waren die riesen schiffe dort. also mussten die die irgendwie früher gesehen / erkannt haben. da wär das mim heli irgendwie logisch.

@ Lupus ja es gibt photos allerdings auf dem handy des vaters vom sven. da wir keine kamera mit hatten, aber sobald ich sie habe stell ich sie rein. es handelte sich um atlantiklachse denke ich. das war gar nicht so leicht zu bestimmen da es sehr viele arten und unterarten gibt. aber wir sind zum einheimischen fischergeschäft gegangen und haben uns bestätigen lassen dass es ein lachs ist. der hat vielleicht geschaut :lol: das war ebenfalls der der gesagt hat dass die chance bei 0,1% liegt.
also wie gesagt, photos werden nachgereicht. kann aber dauern
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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon zwi » 06.08.2009, 15:34

es handelte sich um atlantiklachse denke ich. das war gar nicht so leicht zu bestimmen da es sehr viele arten und unterarten gibt


Also dass es wirklich Unterarten von Salmo Salar gäbe wäre mir neu. Die Unterscheidung zwischen Lachs und Meerforelle kann aber oft nicht so einfach sein - prizipiell sagt mann dass der Lachs fast keine Punkte unterhalb der Seitenlinie hat, die Maulspalte bis zum Augenrand geht bzw. ist die Schwanzflosse "eingebuchtet".

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Re: Lachsfischen im Süßwasser?

Beitragvon Anonymer Thomas » 02.09.2009, 11:37

hier mal das photo vom dorsch mit meinem freund sven, die anderen hab ich leider noch nicht bekommen.
werden aber sicher nachgereicht

Bild
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