von Polsi » 08.04.2011, 21:46
Koppenkitzler, das mit der Zeit ist so eine Sache. Wenn man intensiv fischen will, ist klar, dass andere Lebensbereichen nicht so viel Zeit zukommen kann wie bei "normalen" Menschen. Und es gibt auch genug Leute, die rund um die Uhr im Stress sind, d.h. normaler Job, nach dem Job Familie, vielleicht irgendwas am Haus herumwerkeln etc. Ist ja völlig verständlich, dass das die Zeit zum Fischen fehlt. Ein paar Stunden finden sich aber eigentlich immer wieder einmal.
Andererseits kenne ich genug Fischer, die ständig und permanent darüber "seisn" - wie wir im Lavanttal sagen würden -, dass sie so wenig Zeit zum Fischen haben, und bei genauerer Betrachtung komme ich drauf, dass das eigentlich gar nicht stimmt und dass viele einfach zu faul und zu lax sind, ihren Arsch ans Wasser zu bewegen. Was spricht zum Beispiel dagegen, nach der Nachmittagsschicht ans Wasser zu gehen? Man schläft ohnehin die halbe Nacht und hat dann noch den ganzen Vormittag zum Ausschlafen. Bevor ich daheim vor dem Fernseher sitze... Wenn ich zum Beispiel acht, neun Stunden arbeite und um 17 Uhr fertig werde, kann es sein, dass ich von 18 bis 23 oder 24 Uhr am Wasser bin. Ich habe 5 bzw. 6 Stunden effektiv gefischt, und da kann schon was gehen, erst recht, wenn man zum Beispiel Spinnfischer ist. Für viele ist Karpfenfischen einfach nur für drei oder vier Tage irgendwo am Wasser ein großes Zelt aufstellen, das Rodpod in die Höhe und sich den Fisch erschlafen, dabei kann auch da in kurzer Zeit erfolgreich sein, ein passendes Gewässer vorausgesetzt.
Es ist aber trotzdem schockierend mitanzusehen, dass ich gleichaltrige ehemalige Schulkollegen habe, die bereits verheiratet sind und zwei Kinder haben.