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kurioser Saibling

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kurioser Saibling

Beitragvon hesi » 22.07.2010, 21:12

Hallo Leute,
wollte euch kurz von einem - für mich zumindest - sehr kuriosen Fang berichten.
Was ich im Sommer so liebe ist, dass man zu 100% sagen kann: die Saiblinge sind jetzt unten. Und zwar ganz unten. Und wenn die Bleiolive beim Schleppen immer wieder sachte in den tiefesten Tiefen auf Grund klopft und die Saiblinge so schön "fein" am Köder zupfen... einfach nur herrlich. Ja, jeder hat so seine anglerischen Vorlieben.
Na jedenfalls wars heute ganz anders. Ich fischte heute Abend mal zur Abwechslung mit dem Barsch-Schwanzerl und hatte 2 Ruten auf ca. 20 Meter Tiefe als sich plötzlich die eine mit leisem Zupfen meldete, dann sofort die zweite. Super, in einen Schwarm gefahren, denk ich mir, das kann ja was werden. Der 2. Rute gab ich den Vorrang, da es auf dieser im nächsten Moment zu einem wilden Rütteln kam, und im Zweifelsfall nehm ich lieber die Rute in die Hand wo der Fisch schon besser hängt. Nach kurzem Drill konnte ich dann den normalgroßen aber außergewöhnlich fetten Saibling landen. Währenddessen werkte immer wieder die andere Rute, aber ich hab ja keine 4 Hände. Also versorg ich mal den einen denk ich mir,... die Rute hatte nach der Landung übrigens eh aufgehört sich zu bewegen. Haken wurde gelöst, ich wollte neu montieren, da bemerk ich dass ich 2 Bleioliven in der Hand halte. Nach einem kurzen Moment des Grübelns - im Nachhinein betrachtet muss ich ausgesehen haben wie ein Urmensch der vor dem Wunder des Feuers sprachlos ist - ging mir eindlich ein Licht auf, und dann sah ich auch die zweite 016er die schlapp aus dem Maul hing. Kurz nachgeschaut - tatsächlich! Dieser mehr als gierige Zeitgenosse hat sich zuerst das eine Fischstück einverleibt und sich dann gleich das zweite geschnappt! Immerhin sind da min. 2 Meter Luftline dazwischen und die Barschstücke sind auch zwischen 5 und 7 cm lang, also keine kleinen Happen. Ich hatte also ein und den selben Fisch an 2 Ruten gefangen, für mich das erste Mal.
Zuhause bei der Küchenarbeit wurde dann auch noch das Rätsel gelöst wieso der Fisch überhaupt so dick war. Einer der zwei Rogen-Stränge war vollkommen fertig entwickelt. Die Bauchhöhle war voller Laich - allerdings war der andere Strang wie bei allen Saiblingen um diese Jahreszeit noch ganz im Anfangsstadium. Der ausgebildete Laich hatte aber auch eine andere Farbe nämlich milchig weiß, nicht dottergelb wie sonst immer, der "normale" Strang war wiederum gelb... Vielleicht kann mich ja ein biologisch versierterer Kollege aufklären was es damit auf sich hat, wäre jedenfalls sehr interessant.
Alles in allem ein kurioser Fang...
Zuletzt geändert von hesi am 01.05.2011, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: kurioser Saibling

Beitragvon Franz » 23.07.2010, 06:38

@Hesi

Sehr kurioser Fang, Petri, tolle Storry :wink:
Gruß
Franz
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