von Lupus » 21.07.2011, 08:53
Als ich anfing zu fischen, ging man noch relativ unbesorgt mit allem um, was im und am Wasser war.
Daher fischte der erste Forellenfischer, den ich begleiten durfte als 10 jähriger Bua, nennen wir ihn „Onkel Franz“ mit Koppen am System. Die Systeme waren der sogenannte Alpina-Spieß, das war so ein breiterer Bleikopf in Form eines Koppenschädels mit einem Spieß drauf mit Zacken, und einem Ring am Ende zum Einhängen des Drillings (mit offenem Schenkel) in´s Waidloch. ein weiterer Drilling konnte an einer Außenöse am Bleikopf befestigt werden.
Ich kann mich noch gut an die vielen ziemlich verletzten Forellen erinnern mit dieser Methode. Irgendwie ist es „mit Kanonen auf Spatzen“.
Eine beliebte Koppenausbeutung war das „Koppenstechen“ mit der Gabel.
Ich glaube, dass man heute ganz gut auskommt, ohne die sicher schon bescheidenen Koppenbestände bedienen zu müssen.
Ich kann mich nicht erinnern, schlecht bedient gewesen zu sein mit Koppenstreamern, die sehr gut die Koppe imitieren. Wann immer ich das Gefühl habe, dass Forellen eher räuberisch sind und in dem Fluß auch Koppen vorkommen (und soferne der „Streamer“ erlaubt ist), greife ich gerne auf meinen Vorrat von Streamern, die entweder Koppen oder Elritzen imitieren, zurück.
Mir fällt aber als Jugendsünde auch noch neben dem „Alpina-Spieß“ das Plansee-System ein, mit dem wir „werkten“, am sympatischsten von den Systemen dürfte noch der „Tiroler Haken“ sein.