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Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

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Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Nixon » 12.07.2011, 15:42

Hallo!

WOllte mal fragen wer von euch nur mehr FLiegenfischt? Und aus welche Gründen.
Ich hab einfach sehr viele Hobbies und irgendwie nervt mich bisschen die Materialschlacht an der Donau und für einen Teich kann ich mich schwer begeistern.
Ein See wäre schon was anderes, ist aber nicht wirklich in meiner Nähe und die erforlgchancen gering! Irgendwie wills mir den Kunstköder teilweise nicht so hinhauen oder verlangt einfach brutal viel Zeit und das selbe erfolgsgefühl bekomm ich auch beim Streamer fischen.

BIn voll hin und her gerissen...
Nixon
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Beitragvon red tag » 12.07.2011, 17:09

Hi Nixon!
Also ich habe bis anfang der 90er Jahre nur auf Fried/Raubfisch gefischt. Dann durch einen Freund das Fliegenfischen entdeckt. Dann Jahrelang nur und mit großer hingabe Fliegengefischt. Die lezten Jahre aber auch hin und wieder auf Karpfen, Hecht und co mit herkömmlichen Methoden. Das schöne am Fliegenfischen ist : man braucht wenig Ausrüstung, Vorbereitung,Zeit zum fischen. man kann sehr gezielt und sehr schonend für den fischbestand fischen, die werferei kann sehr spannend sein, man bewegt sich viel und ist aktiv, mann muß flexibel sein und sich immer veränderten bedingungen anpassen können , die entomologie ist ebenfalls sehr erfüllend.
Für mich auf jeden fall die interessanteste Methode um Fische zu fangen.
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon flyfisher » 12.07.2011, 17:45

Habe früher nur auf Karpfen gefischt. Meine Boilies selbst gemacht. Wie die Wissenschaftler habe ich Wassertemperatur, Lufttemperatur, Bewölkung und den ganzen M.....in ein Buch eingetragen. jeden Fisch den ich gefangen habe, habe ich genau gemessen und gewogen und ebenfalls eingetragen.
Ich habe sehr viele Teigkreationen gemixt und ausprobiert und den Erfolg oder Misserfolg damit aufgeschrieben.
Ich hatte soviel Zeug mit das ich schon einen eigenen Träger gebraucht hätte. In meiner Spitzenzeit standen 44 Angelruten mit Zubehör in meinem Keller.
Dann bin ich mit einem Freund zum Fliegenfischen. Ich muss dazu sagen das ich mit der Fliege auch schon damals gefischt hatte, aber nur hin und wieder.
Seit diesem Zeitpunkt ist das Fliegenfischen für mich zur Lebenseinstellung geworden.
Ich fische hin und wieder mit meinen Klubkollegen auch noch mit der Matchrute. Aber nur sporadisch.
Ansonsten dreht sich in der Fischerei alles um Insekten, Fliegen-,Fliegenbinden und das Fischen mit den Selbstgebundenen.
Petri Heil
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Lupus » 12.07.2011, 19:15

Ich könnte mir nicht vorstellen, auf einmal nicht mehr (fast) alle Sparten der Fischerei in meiner Umgebung ausüben zu können. Mir würde immens viel fehlen, hätte ich nicht zum Ausgleich den geruhsamen Ansitz auf Karpf und Schlei und das Fischen auf Räuber wie Hechtn und Zander. Das habe ich schon öfters sehr genau beschrieben.
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon carpio83 » 12.07.2011, 19:44

Die Fliegenfischerei fasziniert mich seit meiner Kindheit schon immer! Irgendwann, als ich noch zur Schule ging, hatte ich mir dann auch eine Fliegenrute zugelegt, allerdings gibt es bei uns nicht wirklich die richtigen Gewässer dafür, deshalb hab ich auf der Leitha :D auch nur Weissfische und hin und wieder eine Forelle damit gefangen.
Was ich aber eigentlich sagen wollte ist, das ich mich auch nicht nur für eine Art der Fischerei konzentrieren könnte! Nach ein paar Karpfenansitzen reizt mich dann auch wieder ein Ansitz auf Waller oder eine Spinsession auf Hecht oder eben auch auf Waller. Mir wäre es auf Dauer zu eintönig, würde es sicher bereuen wenn ich mein gesamtes Zeugl verkaufen würde weil ich mich auf eine bestimmte Angelart komplett spezialisieren würde! Man ist aber sicher erfolgreicher, wenn man sich nur auf eines fokusiert!!
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Schloma » 12.07.2011, 19:46

Hi Nixon,

ich bin zu 99% nur noch mit der Fliege am Werk.
Ansitz mache ich nur mit meinem kleinen, der ist beim FliFi noch nicht gelandet.
Außerdem gibt es für einen 2 1/2 jährigen noch kein passendes Material, egal ob Rute oder Watsachen ......
Petri Heil und fette Beute!!!
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Hellvis » 12.07.2011, 21:42

Ich bin - vielleicht ähnlich wie Lupus - ein Alltagsangler. Ich will nicht unbedingt einen risesigen Angelurlaub machen oder ganze Wochenenden am Wasser verbringen. Ich fische nach der Arbeit, vielleicht vorm Frühstück (eher selten), nutze dabei aber die Gewässer in meiner näheren Umgebung. Fliegenfischen pur könnte ich mir insofern schwer vorstellen, weil ich nicht immer die/das richtige Gewässer in der Nähe habe. Zudem ist es mir auch wichtig, dass meine Kinder mitfischen können - ich bin für nächstes Jahr auf der Suche nach einem entsprechenden FliFiGewässer im Salzkammergut. Dann wird mich der Traunsee nicht mehr allzu oft sehen.
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Karambesi » 12.07.2011, 21:58

Vom Speck- und Käsefischer , Wurmbader und Nockalanwuzzler , Teigkoster und riecher , Tauwürmbündelschmeißer und Köderfischfänger zum Fliegenfischer entwickelt .
Das wars dann - bis heute nicht losgekommen .
Anderes außer ? nix mehr angegriffen .
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Ybbs-Äsche » 13.07.2011, 05:08

Hallo Nixon!

Mich hat der Virus Fliegenfischen seit 15 Jahren nicht mehr losgelassen.
Habe alle Arten der Fischerei ausgeübt, doch die Fischerei mit der Fliege
ist für mich zur Lebenseinstellung geworden.
Das Gewässer lesen, die Insekten erforschen,der schonende Umgang mit der Natur
und den Lebewesen,sich am Gewässer zu bewegen..........
Wenn ich dann noch mit meinen selbstgebundenen Fliegen erfolgreich bin,
dann gibt es für mich nichts schöneres.
Mit der Fliege kannst du an allen heimischen Gewässern erfolgreich sein,
ob am See, am Teich, oder im Fluss,deiner Kreativität sind keine Grenzen
gesetzt.

LG
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon DryFly » 13.07.2011, 05:54

Ich hab über die Jahre fast alle Angelarten (inkl. Hochsee) durchlebt, bis ich zum Fliegenfischen gekommen bin. Mittlerweile bin ich zu 99% nurmehr mit der Fliegenrute - am liebsten mit Grasruten (=Gespließte) und Selbstgebundenen - am Wasser anzutreffen. Das eine fehlende Prozent deckt die Spinnangelei ab.
Du fragsts auch nach dem Warum: keine Ahnung. Vielleicht ist es ein Virus, oder eine Sucht? Einmal gepackt und nie mehr losgelassen.
Gruß, DryFly

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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Captain » 13.07.2011, 06:39

Servus,

ich liebe die Vielfalt beim Fischen, es gab Jahre, da war nur die Fliegenfischerei interessant, dann wiederum das "Carphunting" der Schwerpunkt. Feederfischen an der Donau, Preisfischen (oh Gott, das kommt nicht mehr in Frage), Spinnfischen, mit der Matchrute am Teich.......so wie es mir nach Lust und Laune gerade passt.
L G, Klaus
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Lupus » 13.07.2011, 07:46

Hallo , ich melde mich noch einmal zurück zu dem Thema!

Natürlich kann ich mich dem Argument von @ Ybbs-Äsche nicht verschließen, dass man „mit der Fliegenrute praktisch an allen heimischen Gewässern erfolgreich sein kann“.
Aber: Mit Fliegenfischerei assoziiere ich nun einmal Forelle und Äsche an den dafür passenden Gewässern, und selbst wenn ich „muckende“ oder „maisfliegenschlürfende“ Karpfen mit viel Spannung überlisten könnte, würde mir etwas abgehen. Will ich an „meinen“ idyllischen Altarm mit all den Seerosen, Schilf, uralten Baubeständen, und gehe dort in der Früh hin, dann dürste ich nach Ruhe, nach „am Stockerl“ sitzen, auf den „Küü“ oder das „Bummerl“ schauen, das Erwachen des Tages bewundern, ein Stück Kuchen essen, einen Thermoskaffee trinken und einen Tschick rauchen, und irgendwann geht die Ruhe in Spannung über: Die Blaserln gehen hoch, der Küü taucht ab, und los geht die geballte Kraft des Goldgeschuppten.
Würde ich um 4 Uhr Früh schon „wedeln“ , wäre ich noch geschlauchter als ich eh schon bin, und länger als 2-3 Stunden sitz ich eh nicht. Dafür hatte ich dann einen wunderschönen Morgen mit Ruhe und Spannung, und freue mich vielleicht darauf, dann am Abend zum Abendsprung wieder ganz woanders hinzufahren und sehen, wie die Rotgetupften und Thymianduftenden nach meiner Fliege steigen.
Ebenso bin ich mir dessen bewußt, dass ich Hecht und Zander mit dem Streamer fangen könnte und das sicher sehr spannend ist. Aber auch da liebe ich meine schon bald 40-jährige Tradition, schaue liebevoll auf meine alte Spinnrute, die mir schon so machen Schatz an´s Tageslicht befördert hat, begutachte meine schon recht matt glänzenden Löffeln und mit Bissschrammen versehenen Holzwobbler und erinnere mich wieder : Da mit dem Blinker/Wobbler letztes Jahr: Wurf knapp vor die Hindernisse, und schon der knallharte Biss des listigen alten Esoxs.
Oder ich sitze an den schwülen Sommerabenden, mit einem toten Rotfederl für den heimlichen Zander und zwei Wurschtsemmeln und einem Abend-Zigaretterl für mich, meditiere dahin, sehe wie die Dämmerung und beginnende Dunkelheit alles zeitlos erscheinen läßt, und plötzlich raschelt mein Silberpapierl, die Schnur läuft und ich spüre wieder dieses seit jahrzehnten liebgewordene bockige Klopfen eines schönen Zanders.
So hat alles seinen Platz bei mir.
Ich liebe das Fliegenfischen über alles und brenne vor Sehnsucht, bald wieder statt der städtischen Hitze im Schatten kühler Nadelwälder am klaren Fluss zu stehen und meine Fliege den zauberhaften Geschöpfen der Alpenflüsse zu präsentieren. Aber bis dahin ist wohl doch noch ein Frühansitz auf die dicken Karpfen fällig, ich glaube ich muß heute etwas Kukuruz einweichen…..“grins“.
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon ubik » 13.07.2011, 08:13

Wow Lupus. Wirklich schön dargelegt.
Ich bin gespannt wie das bei mir sein wird.
Nächste Woche gehts nach Rohrmoos,
wo ich am Untertalbach meinen FF-Kurs besuchen werde und nun endlich mit dem FF anfangen kann.
Mein Kurs im März wurde leider abgesagt.
Ich denke bei mir wird es auch so sein, dass ich mich nicht nur auf eine Sache konzentrieren werde,
sonst fehlt mir wahrscheinlich auch was. Aber wer weiß.

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www.fv-wienerwald.at
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon Lupus » 13.07.2011, 08:43

Hallo ubik!
Danke für das Kompliment.
Nun zu Dir: Du wirst lachen, ich hatte nie einen Kurs besucht. Wahrscheinlich werfe ich auch ziemlich versaut, aber den Fischen scheint das relativ wurscht zu sein. Auch bei den Fliegen weiß ich oft nicht die ganzen englischen Bezeichnungen und vertraue lieber auf meinen Instinkt, der mich selten täuscht.

Ich hatte ja schon in den 70er Jahren so ein bissl halbherzig fliegengefischt, und dann mit Mitte 40 nach langen Zeiten des nur Fried- und Raubfisch merkte ich durch DIESES FORUM (Berichte und Geschichten von Leuten, die meine Idole wurden, allen voran unser leider hier nicht mehr aktiver @Royal Coachman), dass mir etwas immens fehlt.

Die Sehnsucht nach klassischen Revieren wie Traun, Salza, Pielach, Schwarza, Fischa und wie sie alle heißen erwachte, das alte Standardwerk „Erlebtes Fliegenfischen“ wurde hervorgekramt, ich redete von nichts anderen mehr, bis meine Frau sagte „so und jetzt kaufst Dir a Grundausrüstung und machst es einfach“, was ich tat. Auf der Wiese im Garten die ersten Würfe nach 25 Jahren, und ja! zumindest wußte ich noch, wie man es anstellt, dass die Gerte ladet und nicht die Schnur hinter Dir kraftlos zusammenfällt. Den Rollwurf hob ich mir für später auf.

Das erste Mal Fischen: Eine Kapazität des Fliegenfischens (zunächst nicht @Royal Coachman, sondern ein anderer Herr, der leider schon viel zu früh in den ewigen Fischgründen weilt) lud mich ein. Ich total aufgeregt, vor allem Lampenfieber , wie ich vor dem Spezialisten dastehen würde.
Ich zu meiner Frau „jessas maa, heut wird´s mich schön derbröseln, sicher komm ich heim so klein mit Hut“.
Sie: „Du machst das schon, Petri Heil“.
Ich: „Petri Heil? Ha Ha Ha, ich glaub heut geht’s nicht um´s Fische fangen, sondern der hat gesagt er will amal schaun, ob ich überhaupt a bissl werfen kann“.

Am Wasser angekommen. Der Spezialist etwas brummig „naja des Zeugl wird zur Not schon passen, gemma obi zum Wossa“. Ich obwohl einen Kopf größer als er, mit kleinen unsicheren schüchternen Schritten hinter ihm her. Er: „Probiers jetzt“. Ich mach a paar Würfe, er sagte tatsächlich „naja, a bissl geht´s ja eh“. Das war wie die Verleihung eines Ehrendoktors.

Ich fing dann tatsächlich zwei Forellen, bei der zweiten sagte er „nimm´s mit haam, bist eh so a dürrer Hund“.

Ich glaube, ich habe daheim die mittlere Regenbogenforelle im Gras, neben der neuen Fliegenrute liegend dutzendmal fotografiert und eine Woche lang nur davon geredet.

Das war anno 2005
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Re: Komplett auf FLiegenfischen umsteigen? Wer hats getan?

Beitragvon DryFly » 13.07.2011, 10:31

Lupus hat geschrieben:...
Ich hatte ja schon in den 70er Jahren so ein bissl halbherzig fliegengefischt, und dann mit Mitte 40 nach langen Zeiten des nur Fried- und Raubfisch merkte ich durch DIESES FORUM (Berichte und Geschichten von Leuten, die meine Idole wurden, allen voran unser leider hier nicht mehr aktiver @Royal Coachman), dass mir etwas immens fehlt.
...

Ja, der gute RC hat schon so manchem Fliegenfischer auf die Beine geholfen. Ausserdem befischt er sehr schöne Gewässer, zu denen Gespließte wunderbar passen :-)
Gruß, DryFly

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