von Scorpio » 08.09.2007, 17:13
Wenn man allein alle gängigen, wirklich erfolgversprechenden Karpfenköder ausprobieren wollte, man hätte gar keine Zeit mehr, einen anderen Fisch zu beangeln. Von Verlegenheits- und Improvisationsködern spreche ich jetzt gar nicht. Es wird ein Bananenstück, ein hartgekochtes Ei, ein Stück Butterbrot oder auch eine Marzipankartoffel durchaus Fische fangen können, wenn man mal nichts anderes hat. Gezielt mit solchen Ködern loszuziehen wird aber meistens vergebliche Mühe sein. Wenn Brot, Kartoffel, Frolic etc. nachweislich Fische fangen, warum sollte man da Gummibärchen, Bananen, Nacktschnecken oder sonstigen Schmarrn nehmen, nur um den eigenen Widerspruchsgeist zu befriedigen? Die Zeit könnte man besser nutzen. Andererseits lohnt es sich durchaus zu experimentieren, viele hervorragende klassische Köder wie Kartoffel oder Teig sind zu Unrecht in Vergessenheit geraten und wer fischt heutzutage noch mit Kirschen auf Döbel oder mit gestocktem Blut?
Als gezielte Köder für Amur sind Salatköpfe sicher nicht völlig absurd, erfolgversprechender sind oft noch Mais und Brötchen. Aber im Vertrauen gesagt, ist der gezielte Ansitz auf Amur meist vergeblich, und ich habe ehrlich gesagt noch keinen Sportfischer getroffen, der seine Amurs anders als als Beifang beim Karpfenangeln oder im Winter auf grosse Kunstköder beim Raubfischangeln erwischt hat.
Nur wer angeln geht, kann Fische fangen.