von Lupus » 17.11.2009, 17:40
Ich gebe @Polsi recht:
Die meisten köderfischtauglichen Fische (Rotauge, Güster, Aitel etc. ) sind doch Fische, die auch gerade in der kalten Jahreszeit sehr gut zu fangen sind, wenn man nur die hot spots kennt und das richtige sparsam eingesetzte Futter verwendet. Schau einmal Stippfischern zu, was die an wahren "Schätzen" gerade bei klirrend kalten Temperaturen hervorzuzaubern wissen. Es sollte sowieso jeder, der sich Angeln vornimmt, erst einmal bei einem Rotaugenspezialisten in die Lehre gehen, sagten schon viele Altmeister.
Köderln im Glas wie gesagt: Finger weg, völlig nutzlos.
Meine Top-Variante, wenn ich nicht Köderfische zur Hand habe, ist Spinnfischen. Man sagt zwar, dass die Raubfische in der kälteren Jahreszeit träger werden, aber es gibt heute so viele Spinnköder, die gerade d o r t einhaken, dass auch ein Angeltag ohne Köderfische einen schönen Räuber bringen kann.
Gerade der Angler, der nicht jeden Tag am Wasser ist, kann selbst bei den schönsten Köderfischen die er zur Verfügung hat, auf verlorenen Posten sitzen, wenn an der Stelle einfach kein Räuber lauert oder nicht hungrig ist. Suche ich dann aktiv das Gewässer ab und führe jahreszeitlich bedingt den geeigneten Kunstköder so, dass er auch träge Hechte reizt, bringt mir das dann nicht selten mehr, als wenn ich hoffe, dass irgendwer von der Gesellschaft da unten gerade auf mein totes Fischl Hunger hat.
Gruss. Lupus