Akkordarbeit findet im Krankenhaus(leider) überall statt.
Da kann man sich beim Bund/Land bedanken.
Die wollen Zahlen sehen(=Leistung),nicht Qualität.
Die Qualität wird angesichts der gewaltigen geplanten Sparmaßnahmen weiter abnehmen(obwohl wir im internationalen Vergleich von der Qualität her noch immer sehr gut dastehen,was staatliche KH betrifft!),die Quantität wird aufgrund wachsender Leistungen in einem immer älter werdenden Staat bei gleichem Personal(!) weiter wachsen.
Bin Internist und Kardiologe,da wird nicht operiert,höchstens interveniert.
Aber 100 ambulante Patienten plus Stationen in 26 h,das hatte ich schon öfters.
Ob ich dabei hundert oder einen Patienten behandle,ich verdiene immer gleich viel.
Das steht natürlich im Gegensatz zu Niedergelassenen.
Im Krankenhaus betrifft Konkurrenz fast nur die fachliche Ebene,alle verdienen gleich viel in der gleichen Zeit,weil eben Angestellte(!)
Zum Appendix:Ob ein Chirurg einen oder 3 Blinddärme pro Dienst operiert ist egal(für den Patienten ist es besser,wenn mittelmäßig viel operiert wird
Im Landeskrankenhaus ist man als Landesangestellter im (fast)gleichen Schema wie alle Landesbeamten nur macht man extrem viel Überstunden und Nachtarbeit.
Im Jahresdurchschnitt kommt man so auf eine 65-70 Stundenwoche(Spitzen bis über 100 Stunden pro Woche)
Der Verdienst ist gut,aber dividiert durch die Stunden im Akademikervergleich fast miserabel.
Ein AHS -Lehrerbekommt für seine 21 Pflichtstunden gleich viel wie ein dienstaltergleicher Arzt für 40 Stunden(Normarbeitszeit)
Der der wenig im Dienst arbeitet(extreme Unterschiede in den Nächten)verdient im gleichen Status gleich viel wie der,der durchschöpft.
Bernhard







