
oder gehörten dem falschen Schlag an...

oder sie waren klein UND gehörten dem falschen Schlag an.

Bester Fang war noch ein 65er Hechterl welches aufrgrund zu tief genommenen Stickbaits als Schnitzel endete.

Im Sommer war bei mir anglerisch praktisch gar nichts los. Kein einziges Mal schaffte ich es auf meine geliebten Barben anzusitzen.
Ich erinnere mich an ein Hechtschleppen am Wörthersee, außer einer wegen des E-Motor-Schlepp-Verbots ausgeprochen sportlichen Aktion...

...gabs für mich dort nichts zu holen. Mein Kollege durfte bei einem kurzen Versuch auf Barsche immerhin drillen...

...angelte aber auch gezielt am Zielfisch vorbei.

Mein einziger Angriff auf die Ossiacherbarsche brachte neben genau einem 30iger vor allem viele leere Würfe. Immerhin gab mein Stausee ein paar schöne Bachforellen her, die Barsche hielten sich aber auch dort nobel zurück.

Was soll's früher oder später würde ja der Herbst kommen. Doch auch im Herbst war ich gerade zweimal am Wasser. Dabei wurde ich zumindest mit ansprechendem Wetter und ebensolchem Panorama belohnt...

...allerdings hat man schon ein bissl das Gefühl dem falschen Hobby nachzugehen wenn die Schwammerl die man unabsichtlich findet...

...schwerer sind als die Fische die man absichtlich fängt.

Lange Rede kurzer Sinn, ein Adventsausflug sollte die in Schräglage geratenen Dinge wieder gerade rücken. Und es war die beste Entscheidung in diesem Jahr, denn endlich gabs eine halbwegs vernünftige Wurf / Biss Bilanz, nicht extrem, aber besser wars heuer noch nicht bei mir. Als Gewässer wurde ein Draualtarm gewählt und zu Angelbeginn machte es tatsächlich den Anschein als würde die Sonne dabei behilflich sein die Fische aus ihren Unterständen zu locken.

Die Sonne verbarg sich zwar zeitgerecht zum 1. Wurf wieder hinter einer dichten Nebeldecke, aber nach 2 Stunden halbwegs konzentriertem Angelns spürte ich einen kleinen Trupp hungriger Barsche an einem versunkenem Baum auf.

Das erste mal in diesem Jahr gabs mehrere Bisse binnen Minuten.

Und wiedermal den Beweis das sich auch der Nachwuchs für Krebsimmitate interresiert.

Diesem Umstand versuchte ich mit entsprechenden Köderformaten auch gleich entgegen zu wirken.

Mein Kollege verfolgte eine andere Taktik, bei ihm wurde erst vorgekostet...

...und dann gefangen...

Danach kehrte wieder Ruhe ein, aber man hatte das Gefühl das es nur eine Frage der Zeit war bis sich wieder ein Fisch unter all dem Holz...

...hervorlocken lassen würde. Meinem Kollegen gelang das auch nach einiger Zeit und es wäre wohl der Barsch des Tages geworden hätte sich der Fisch nicht kurz vor der Landung losgeschüttelt. Meinen Dicksten verlor ich übrigens ebenfalls nach kurzem Drill, konnte aber damit leben da mich ein anderes nettes Erlebnis gleich wieder aufmunterte. In etwa war das so: Ich entdeckte einen guten Barsch der direkt vor meinen Füssen in aller Lässigkeit vorbeizog und versuchte ihn mit meinem ins Wasser gehaltenen Jig zum Umkehren zu bewegen. Das gelang auch, er näherte sich langsam, spreizte drohend seine Rückenflosse und musterte das komische Puschelding vor ihm in aller Ruhe. Gerade als ich das Gefühl hatte er hätte sich fürs Zupacken entschieden schoss ein länglicher Schatten aus einem Busch rechts von mir und kurz darauf hatte ich noch immer etwas perplex einen Hecht gelandet.

Der Barsch war danach natürlich weg, aber an einer der tieferen Stellen konnte ich dann einen seiner Bekannten überreden und der hatte sich wohl vor Kurzem mit einem anständigen Hecht angelegt.

Glücklicher Weise hatte er auch einen Spezi dabei, etwas kleiner zwar auch immer noch ein richtig Schöner.

Mein Kollege setzte dann noch einen drauf. Ohne zu Messen war ich mir ziemlich sicher das das der Beste des Tages war, nicht wirklich weit vom 40er entfernt...

...und mit anständig Winterspeck auf den Gräten.

Spätestens jetzt war klar das wir wirklich keinen schlechten Tag erwischt hatten. Mit Anbruch der Dämmerung war die Beisserei zwar vorbei, da wir aber ohnehin gerade an einer hängerfreien Stelle mit reichlich Platz zum Werfen waren und noch ein Proviantbier seiner Vernichtung harrte warfen wir noch ein bisserl weiter. Ich war gerade dabei eine Theorie über dunkelheitsinaktive Winterbarsche zu spinnen als es auf volle Wurfdistanz tatsächlich noch einen Biss gab. Es war tatsächlich ein Barsch, noch dazu mein Größter des Tages der meine Theorie gleich wieder zum Teufel jagte.

Absolute Ausnahme meinte ich während ich ihn wieder seinem Element übergab und meinen Kollegen aus dem Augenwinkel einen Anschlag setzen sah. Nach interresantem Drill wurde zumindest das besätigt, denn Barsch war das keiner.

Zurück durfte er aber trotzdem wieder.

Das Proviantbier war zwar immer noch halbvoll, aber nachdem wir beide mit dem letzten Wurf noch gefangen hatten waren wir uns schnell einig das es das dann doch gewesen sein sollte. Adventsfischen 2012 ist jedenfalls schon eingeplant...







