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Kleine Hechte

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Re: Kleine Hechte

Beitragvon xxgonzoxx » 10.09.2011, 19:22

For the win :D
I travel the world and the seven sea's..
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Re: Kleine Hechte

Beitragvon ubik » 10.09.2011, 19:30

Polsi hat geschrieben:
xxgonzoxx hat geschrieben:Matze ftw ! (Zumindest was ihn als Karpfenangler angeht) :D


Fuck the world?


for the win!

heast polsi so alt bist du aber a noned.. :D

Ich mag den matze koch auch sehr.
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich norddeutsche wurzeln habe und mir diese moinmoin lebensart gefällt
und wie der sich über jedes fischerl freut imponiert mir auch. Schaut euch mal matzes mätzchen an.
Die folge wo er eine schleie fangen muss. Einfach schön zu sehen wie der sich über seine schleie freut.

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Re: Kleine Hechte

Beitragvon hecht1401 » 11.09.2011, 21:36

korsikaphil hat geschrieben:Hechte kommen schon als Kannibalen auf die Welt. Kann man gut beobachten, wenn man ein paar Junghechte in ein Aquarium setzt, und ihnen bisserl Zeit gibt, sich zu entwickeln. Trotz regelmäßiger Fütterung, wird der Größte früher oder später die Anderen vertilgen. Ist einfach so.

Großhechten in stehenden Gewässern sagt man nach, dass sie herumziehen, weil sie an einem Standplatz nicht genügend Nahrung finden würden.
Lasse ich ganz so nicht gelten:

In der Natur gilt der Grundsatz, dass Tiere von Natur aus aufs Energiesparen bedacht sind. Energie wird nur in zwei Szenarien aufgewendet:

1) wenn es sich lohnt ("Drei F's": Fressen, Fortpflazung, Ferteidigung :D )
2) wenn man es sich aus Gründen des Energieüberschusses leisten kann (zB Verspielte Gemsen im Sommer)

Wenn besagter Grosshecht in seinem See ein Platzerl findet, an dem ihm die Nahrung praktisch vors Maul schwimmt, gibts keinen Grund, irgendwo herumzuschwimmen. Tatsache ist auch, dass Hotpsots, an denen regelmäßig gute Fische gefangen werden, auch nicht "schlecht werden". Vermuteter Grund: Diese Stellen sind für den Zielfisch offensichtlich sehr attraktiv, wird der Standhecht herausgefangen, kommt der Nächststärkere in die glückliche Position, den Standplatz einnehmen zu können.
Ist übrigens auch auf der Jagd so: Schiesse den guten Bock, und in kürzester Zeit steht im selben Einstand ein Anderer, und meistens kein schlechter.

Was ist anders im Fluss?
Fluss = Strömung, dh unfreiwilliger Energieaufwand für die Fische.
Logische Folge: Der bequeme Platz (wenig Strömung, trotzdem genug Sauerstoff, und vor allem: ausreichend Futter - egal ob Weissfisch oder Artgenosse :mrgreen: ) ist der beliebteste, und damit auch der umkämpfteste.
Sei gerade am Fluss sicher: Ein offensichtlich guter Platz beherbergt - unter Berücksichtigung etwaiger saisonaler Verschiebungen bzw. Angeldruck - auch den guten Räuber. Und heisse Zonen bleiben auch heiss, denn die Auswahl an guten Standplätzen im Fluss ist aus Sicht der Räuber meist nicht berauschend.


Tut mir leid, da muß ich dir großteils wiedersprechen. Ich würde behaupten, wenn es genügend "Standorte" und vor allem genug Futterfische gibt, sind sich die Hechte gegenseitig ziemlich egal. Ich besitze einen Teich mit einer Wasserfläche von schwachen 1000 m2. Dieser Teich ist ziemlich trüb, (Karpfen) und beheimatet ein Überangebot von Futterfischen. Auf diese Fläche tummeln sich über 20!!! Hechte, zwischen 40 und 105 cm. Die Hechte weisen nur kurz nach der Laichzeit Bisswunden auf, die aber meistens schnell verheilen, sonst gehen sie sich einfach aus dem Weg! Wie ich das behaupten kann? Es werden immer wieder mal welche gefangen (den neuen Köder austesten, ein Spezi braucht mal schnell einen zum essen, alle 3 Jahre ablassen...)

Wenn aber das Futter knapp wird, dann wird es gefährlich und die Bissspuren nehmen zu. Auch vom Tauchen kann ich dir sagen, dass man oft "Kilometerweit" keinen Hecht sieht, und dann unter einem bestimmten versunkenen Baumstamm stehen 5, 6 Hechte zwischen 90 und 50 cm beisammen, aber nicht zur Laichzeit sondern im Juli!! Uns dass noch dazu in einem völlig glasklaren Gewässer. Dort herrsch zu dieser Zeit einfach ein Überfluß an Futterfischen.

Viel schlimmer in Sachen Kanibalismus und Revierdenken ist meiner Meinung nach der Wels. Da habe ich in meinem Teich vor ca. 10 Jahren viel schlimmere Erfahrungen machen müssen. Die bekriegen und fressen sich wirklich. Am Schluß lebten noch zwei, die aber richtig brutale Wunden am Körper hatten, und über kurz oder lang hätte wohl nur einer Überlebt. (die Fische hatten zu dieser Zeit 87 bzw 89 cm Länge!!)

Auch stellt sich die Frage, welche Futterfische sind in einem See vorhanden? Sobald Renken da sind, folgen die Großhechte diesen, und am Ufer kann die schönste Stelle, mit traumhaften Rotfedernschwärmen sein, und du findest aussserhalb der Laichzeit dort dennoch nur "Schusshechte"! (Selbsterfahrung Irrsee!! Rundherum das tollste Schilf und teilweise Totholz, aber Hechte über 65 cm nicht vorhande, da sie den Renken folgen!!)

Bei der Situation im Fluss gebe ich dir allerdings recht, dort werden Hotspots sofort nachbesetzt.
Grüße und hoffe auf eine rege Unterhaltung

Werner
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Re: Kleine Hechte

Beitragvon korsikaphil » 12.09.2011, 18:53

Auch stellt sich die Frage, welche Futterfische sind in einem See vorhanden? Sobald Renken da sind, folgen die Großhechte diesen, und am Ufer kann die schönste Stelle, mit traumhaften Rotfedernschwärmen sein, und du findest aussserhalb der Laichzeit dort dennoch nur "Schusshechte"! (Selbsterfahrung Irrsee!! Rundherum das tollste Schilf und teilweise Totholz, aber Hechte über 65 cm nicht vorhande, da sie den Renken folgen!!)


Kenn den Irrsee nicht, tippe aber auf die schon angesprochene "Saisonale Verschiebung", Stichwort Sprungschicht. Außerdem esse ich selbst auch lieber Renken als Rotfedern, wenn ich es mir aussuchen kann.

Was das Zusammenstehen von Hechten anbelangt, habe ich gegensätzliche Erfahrungen gemacht. Klar, wo viel Futter, da kein Grund, sich zu kloppen, der innerartliche Stress sinkt. Dennoch merke ich an einem von mir befischten Baggersee (super Friedfischbestand!) immer wieder, die Kleinen bis 50 cm stehen am Ufer, die Großen patroullieren die Kanten entlang.
Verjagt man einen Kleinen vom Ufer, so dass er gezwungen ist, ins "Freiwasser" zu schwimmen, so dauert es meist keine zwei Minuten, bis er zurückkehrt, und sich wieder möglichst unauffällig ins Flachwasser stellt.
Dieses Verhalten muss einen triftigen Grund haben. Es gibt in dem Teich zwar auch Waller, dennoch tippe ich auf Angst vor der Großmutter. Die Fische scheinen abzuwägen, wie will ich lieber draufgehen, durch den (unwahrscheinlichen) Kormoranangriff, oder durch den (wahrscheinlichen) Angriff seitens der Artgenossen?
A float tip is pleasant in its appearance, and even more pleasant in its disappearance!
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Re: Kleine Hechte

Beitragvon Jungfischer12 » 12.09.2011, 19:22

Seawas Leute
ich fische an der Traun da schwimmen viele kleine herum.
Die haben schon reviere(zumindest sind sie immer an der selben stelle).
einmal hat mir ein 20er hecht aufm 12er wobbler gebissen.
also die stürzen sich auf alles was fischmässig aussieht!
Aber ein großer is mir immer noch nicht aufm wobbler gschoßn.


mfg
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Re: Kleine Hechte

Beitragvon hecht1401 » 12.09.2011, 23:26

korsikaphil hat geschrieben:
Auch stellt sich die Frage, welche Futterfische sind in einem See vorhanden? Sobald Renken da sind, folgen die Großhechte diesen, und am Ufer kann die schönste Stelle, mit traumhaften Rotfedernschwärmen sein, und du findest aussserhalb der Laichzeit dort dennoch nur "Schusshechte"! (Selbsterfahrung Irrsee!! Rundherum das tollste Schilf und teilweise Totholz, aber Hechte über 65 cm nicht vorhande, da sie den Renken folgen!!)


Kenn den Irrsee nicht, tippe aber auf die schon angesprochene "Saisonale Verschiebung", Stichwort Sprungschicht. Außerdem esse ich selbst auch lieber Renken als Rotfedern, wenn ich es mir aussuchen kann.

Was das Zusammenstehen von Hechten anbelangt, habe ich gegensätzliche Erfahrungen gemacht. Klar, wo viel Futter, da kein Grund, sich zu kloppen, der innerartliche Stress sinkt. Dennoch merke ich an einem von mir befischten Baggersee (super Friedfischbestand!) immer wieder, die Kleinen bis 50 cm stehen am Ufer, die Großen patroullieren die Kanten entlang.
Verjagt man einen Kleinen vom Ufer, so dass er gezwungen ist, ins "Freiwasser" zu schwimmen, so dauert es meist keine zwei Minuten, bis er zurückkehrt, und sich wieder möglichst unauffällig ins Flachwasser stellt.
Dieses Verhalten muss einen triftigen Grund haben. Es gibt in dem Teich zwar auch Waller, dennoch tippe ich auf Angst vor der Großmutter. Die Fische scheinen abzuwägen, wie will ich lieber draufgehen, durch den (unwahrscheinlichen) Kormoranangriff, oder durch den (wahrscheinlichen) Angriff seitens der Artgenossen?


Narürlich sieht die Situation für einen 50er viel schlechter aus als vielleicht für einen 70er. Aber bei diesem besagten Baum in einem kleinen Kärntner See gingen mir die Augen über. Da standen wirklich die Hechte beinand wie man es von Karpfen erwarten würde, das gibt mir heute noch immer zu denken. Und das Beste war, dass am Boden darunter noch zwei Zander mit ca 60 cm lagen, wo ich sonst keinen einzigen sah. (Auf geschätzte 1500 Meter Seekante, in einer Tiefe bis zu 4 m!)
Warum es dort auch "wurlte" vor lauter Futterfische, weiß ich auch nicht, das hab ich vor lauter "Hechtschaun" gar nicht mehr so richtig registriert!

Werner
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