Lupus hat geschrieben:Zitat:
Ja, wenn man immer weiß wo die karpfen/fische stehen ist man klar im Vorteil. Aber dazu braucht es entweder viel Erfahrung durch trial & error versuche und/oder gute gewässerkenntnisse. ich kenne das gewässer recht gut, auch von der Unterwassergegebenheit, aber gibt es da grundsätze die man beachten muss. Im Winter eher tiefer? Bei sonne und aufwärmenden Wasser im seichteren? Klar, die Kanten vom Tiefen zum Seichteren. ich denke ,wenn man mal seinen Spot gefunden hat der fängig ist versucht man es dort immer wieder.
ich habe auch daran gedacht eine stelle anzufüttern, aber man liest auch daß im Winter wenig angefüttert werden soll, kann man da die Karpfen auch an eine Stelle gewöhnen, die sie sonst nicht bevorzugen?
Antwort:
Die Grundregel hast Du schon erfasst! Gerade im Vorfrühling oder jedenfalls ab Eisfreiheit der Gewässer ist dieses Thema immer eine liebgewordene Herausforderung für mich. Das kann sich nämlich in dieser Jahreszeit von einem Tag auf den anderen immer wieder schlagartig ändern und erfordert einiges an Beobachtungsgabe und vor allem Flexibilität. Ist ein unangenehmer kalter Wind, sammeln sich die Karpfen und andere Friedfische eher an geschützten tiefen Stellen. Manchmal sind es steile Uferkanten, wo es schon in Ufernähe schon tief auf 4m runtergeht, wo man gar nicht weit werfen muss und am besten mit Schwimmer fischt. Dann wieder sind es Stellen weiter draussen, wo es auch unter Bedacht auf die Sichtverhältnisse (von der Sonne gespiegelte gekräuselte Wasseroberfläche) besser ist ohne Kiel.
Und dann kann sich das über Nacht ändern und die Fische stierln in nur 1,5m tiefen Wasser knapp vor Schilf. Und gehen die Temperaturen schlagartig wieder zurück, kann der Top-Platz im seichten Wasser am nächsten Tag wieder total falsch sein.
Deshalb habe ich auch immer nach Möglichkeit eine Schwimmerrute und eine leichte Grundrute im Auto, damit ich vor Ort schnell entscheiden kann, was wohl besser passt.
Auf die Gefahr hin, mir bei den Rein- und Ausschließlich Festblei-Anglern Feinde zu machen: Ich glaube, als eher Anfänger im Friedfischangeln (auch Karpfenangeln) bist Du besser bedient, mit Methoden zu fischen, die nicht auf Selbsthaken aus sind, sondern mit solchen Methoden, wo Du schnell vor Ort wechseln kannst und auch mehr und schneller das Gefühl für die verschiedenen Situationen wie Biss, Anschlag etc. bekommst. Auch hat sich bei mir der Erfolg im zeitigen Frühjahr meistens eher eingestellt, weil ich sehr flexibel war und auch wenn ich merkte, ein Platz bringt heute nichts, ziemlich schnell woanders probiert habe und dann doch etwas gefangen habe.
Eine bestimmte Stelle anfüttern ist meiner Erfahrung nach jetzt noch nícht so gut, wenn die Fische erstens noch weniger fressen und zweitens jeden Tag woanders sein können. Ich glaube nicht so recht daran, dass sich Karpfen jetzt an einen Platz gewöhnen lassen, den sie von Natur her um diese Jahreszeit partout nicht mögen. Sprich: Das Futter am seichten Schilfrand wird nicht Karpfen interessieren, die noch in der Tiefe sind, weil es im Seichten zu kalt für sie ist, und umgekehrt werden sie sich nicht für Futter an einer 4-5m tiefen Stelle interessieren, wenn sie ganz am Rand an der Kante „ziehen“.
Hi du
danke für die ausführliche darstellung der karpfenstandplatz-möglichkeiten in einem see.
könntest du mir/uns vielleicht auch deine Erfahrungen bei Fließgewässern im Winter mitteilen.
Ich selber stehe nämlich vor dem Problem, dass ich mir net sicher bin, wo die Karpfen/Barben im Winter in einem Fluss stehen.
Ich fische praktisch immer von der gleichen Stelle aus - meiner Anfütter-Stelle, an der ich im Sommer auch gut gefangen habe.
Doch z.Zt. kein Biss - ist es die Kälte, oder stehen die Fischaln zur zeit woanders?
bitte danke





