von Ferenc » 21.04.2006, 14:29
Ich fische seit Jahren zum Teil in der Donau ( Wachau, Rossatz ) auf Karpfen unter anderem mit dem sogenannten Futtersack, einem alten Zwiebelsack den man bei jedem Greißler bekommt. Meist an Stellen wo es nicht sehr tief ist ca. 1,5 Meter und nicht volle Strömung herrscht. Entfernung vom Rand 5-7 Meter. Zuerst kommt ein ordentlicher Stein in den Sack dann Maisschrot zerbrochene alte Semmeln kleingehacktes Frolic usw. den Sack total voll das es eine Zeit anhält. Am Sack befestige ich eine Boje z.b. Plastikflasche sonst fängt man des öfteren den eigenen Futtersack. Die Flasche befestige ichmit alter 18- 20 Schnur da es passieren kann das einem ein Karpfen beim Drill in die Boje reinrauscht, angelt man z.b. mit 30.er so kann nichts passieren. Den Sack befestige ich mit einer starken Industrieschnur welche ich straffe so das sie am Grund liegt um ihn am Ende des Angelns an Land ziehen zu können. An relativ seichten Stellen 1.5.- 1,7 Meter habe ich interessanterweise besser gefangen als an tiefen Stellen, wo man wenn man kein Boot hat mit einer Luftmatratze rauskann. Hat auch den Vorteil das man weiß ob die Stelle geignet ist, da es in der Donau viele Hängerfallen, Steine riesen Äste etc. gibt.
Angle meist mit Festblei da die Bisse in der Strömung ohnehin irrsinnig vehement erfolgen und der Karpf meist schon in der Mitte der Donau ist bevor man die Rute in die Hand bekommt.
Funktioniert aber meist nur bei Nieder und Mittelwasser im Hochsommer, dann aber sehr prächtig.
Sehr gut geht auch die zweite Rute etwa drei bis fünf Meter stromab in der Futterspur mit einem toten Köfi auszulegen, da offensichtlich durch die Futterspur viel Kleinzeug, und dadurch wieder die Räuber angelockt werden. Interessanterweise habe ich immer wieder Graskarpfen bis 12 KG gefangen obwohl die bei uns nie besetzt wurden.
PS: An manchen Tagen ist es gut nur mit Hartködern hartem Mais, Boilies, hartem Frolic etc. zu angeln, da man sonst hundertausend Aitel, Brachsen, Nasen etc. fängt, oft ist der Biss dieser Biester schon da bevor man die Rute ablegen kann.
Gruß
Ferenc