Ich verstehe Deine Argumentation, es als Neueinsteiger bei einem Jerk erst einmal mit Altbeständen aus dem eigenen Keller versuchen zu wollen, wenn man erst einmal "so nebenbei Jerken will". Aber glaube mir: Es bringt nicht viel und wenn ich als Geräteminimalist sage, Jerkfischen erfordert eine spezielle Jerkrute und meiner und der meisten anderen Meinung nach eine ordentliche Multirolle, dann kommt es aus Überzeugung.
Ich habe auch zum Beispiel im Keller einen 2,10m Stecken von Balzer. 1971 gekauft, "Balzer Weser" 210cm, Wg. 50-150g, Vollglas
Auch mit der Stationärrolle ist es so eine Sache. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtige "Schlagen" des Jerks damit überhaupt hinbekommen würde.
Etwas anderes noch: Jerken ist ideal an krautreichen, hindernisreichen Gewässern und ich bin jedesmal positiv erstaunt, wie präzise man Zielwürfe mit der Multi hinlegen kann, von denen ich mit normalem Spinngerät nicht träumen könnte (und bei mir sind in vielen Jahrzehnten schon viele Anglerträume wahr geworden).
Um Jerken "hautnah" erleben zu können (Spannung pur!), würde ich mir wirklich ein gutes spezielles Gerät zulegen.
Und wegen Deines Erlebnisses: Natürlich...Fehlbisse kommen beim Jerken vor, aber oft liegt es auch am Angler: Mein taktischer Fehler am Anfang war, dass ich beim "Schwall" des attackierenden Hechtes so reagierte, wie ich es als Fliegenfischer mit der Trockenfliege gewohnt ist, nämlich ich schlug an. Dieses auf bloße Sicht hin anschlagen ist nicht richtig, wurde mir dann gesagt. Anschlag soll erst erfolgen, wenn man den Fisch in der Rute spürt.
Gruss und Petri. Lupus





