Hallo Gädda!
Ich hätte glaube ich, am Samstag schon etwas fangen können. Das Wasser war zwar etwas hoch, aber nur leicht angestaubt. Aber da mich mein älterer Sohn, der derzeit recht weit weg beschäftigt ist und mich nur fallweise besuchen kommt, bei mir war und mit mir spazierengehen wollte, konnte ich den Bach (wo sonst geh ich hin spazieren?) nur anschauen. Aber ich sehe das gelassen und muss nicht meine erste Forelle bereits im März fangen.
Was das trübe Wasser betrifft, so ist natürlich kaltes gletschertrübes Wasser sicher nicht gut. Was der alte Schubart wohl gemeint haben dürfte, war, dass beispielsweise bei beginnendem Regen, wenn sich Seitenbäche einzutrüben beginnen, allerhand Nahrung in den Hauptbach getrieben wird und das vielleicht die Forelle aktiver und weniger scheu macht. Das bezieht sich natürlich auf die wärmere Jahreszeit und dürfte in dem Fall eben so funktioniert haben. Wir dürfen es nur nicht mit heutigen sportlichen Gesichtspunkten betrachten.
Mir fällt beim Forellenfischen auch immer etwas vom Schubert-Franzl ein. Nämlich eine wohl "halbfiktive" Geschichte in einem alten Angelbuch, welches ich habe. Der Titel der Geschichte ist "Das Forellenquintett" und es geht darum, wie Schubert anläßlich eines Klavierkonzertes, welches er am Lande auf irgendeinem Gutshof gab, vom Gutsherrn eine Angel in die Hand gedrückt bekam und sozusagen die Praxis von der von ihm geschriebenen Musik selber ausprobieren durfte.
Nur fischte er aufgrund seiner Kurzsichtigkeit und seines neuen Jagdfiebers über die Grenze, und der Landjäger des Nachbargrafen-Reviers nahm ihn fest und erst als ein Spinett herbeigeschafft wurde, konnte er durch sein Spiel beweisen, wer er wirklich ist, also der Herr Schubert und nicht irgendein dahergelaufener gemeiner Forellendieb

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