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Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

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Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon gue » 21.07.2011, 19:49

Ich gebe es zu, eigentlich stimmt der Titel dieses Beitrags so nicht ganz, mein erster Fliegenhecht wurde vor kurzem am tschechischen Lipno-Stausee gefangen) - doch diese Erfahrung machte mich erst richtig neugierig darauf meine neue Hecht-Fliegenrute zu testen und ließ mich gleich nach der Rückkehr aus Tschechien wieder zu einem anderen Gewässer aufbrechen, das ein echter Geheimtipp zu sein scheint - ich hoffe ihr nehmt es mir deswegen nicht übel, wenn ich hier weder den Namen noch den Ort dieses Ausfluges verraten, sondern euch einfach von diesem wunderschönen Tag berichten möchte...

1.jpg
Glasklares Wasser - hier kann man die Hechte direkt anfischen, einfach unglaublich!


Nun gut, also am Wasser angekommen ging es vorrangig mal darum, das Gewässer kennen zu lernen und Hechte auszumachen. Dank glasklarem Wasser und gutem Hechtbestand konnte man relativ häufig kleine Hechtchen im Kraut lauern sehen, die großen Mamas allerdings blieben noch verschollen. Nach etwa eineinhalb Stunden waten und werfen kam ich bei einem sehr vielversprechendem Platz an: flaches und steiniges Ufer, welches danach in ein ca. 2,5 Meter tiefes Becken abfällt, das dicht mit Kraut bewachsen war. Über dem Kraut patroullierten große Schleien und Aitel, viel Kleinfisch-Bestand rundete das Bild ab. Ich warf einige Male ohne Ergebnis, ließ beim nächsten Wurf den pink-weißen Streamer etwas tiefer sinken und begann mit dem gemächlichen Einstrippen und einigen kurzen Sprints dazwischen, als mir etwas die Schnur aus der Hand riss und die Bremse singen ließ. Nach kurzem aber sehr kraftvollem Drill inklusive wunderschöner Sprünge konnte ich einen knapp 70cm langen Hecht in meinen Händen halten.

2.jpg
Knappe 70 cm und wunderschön...


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Ich entschloss mich den Fisch mitzunehmen, und wollte noch kurz diesen Hotspot abgrasen bevor ich den Hecht zur Kühltasche brachte, als ein kleinerer Esox meine Aufmerksamkeit erregte. Der Junghecht war gerade am Weg in das Kraut als ich ihm den Streamer direkt vors Maul setzte (zugegeben, ein echter Glückswurf, normalerweise bin ich mit der Hecht-Fliegenrute noch nicht so genau) und ihn zucken und pulsieren ließ. Der Hecht drehte in meine Richtung und begann die Verfolgung. Als ich den Streamer noch kurz ansprinten ließ, kannte er keine Halten mehr und knallte voll auf darauf. Somit konnten innerhalb von 5 Minuten zwei schöne Hechte an dem selben Platz gefangen werden. Selbstverständlich wurde das untermaßige Tier nach einem kurzen Fotoshooting wieder zurückgesetzt.

4.jpg
2 Hechte innerhalb von 5 Minuten!


Nach einer Mittagsrast im Schatten der Bäume und einer feinen Jause begann ich die Hechtpirsch von neuem, allerdings macht das drückende Wetter die Fische scheinbar ähnlich träge wie mich und ich blieb ohne jeden Zupfer. Zwar verfolgten einige Aitel die verschiedensten Streamer-Muster, konnten sich allerdings auch nicht so recht zum Biss entscheiden.

Ich beendete schließlich den Tag schweißgebadet aber sehr glücklich und absolut überzeugt davon, diese - gerade erst kennen gelernte - Art der Fliegenfischerei in Zukunft oftmals zu wiederholen. Abschließend möchte ich euch meinen neuen Bildschirmhintergrund vorstellen, der auch an diesem Tag entstanden ist:

5.jpg
"There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot." Steven Wright

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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon buggi » 21.07.2011, 20:07

Das Wasser ist ja der Hammer, echt glasklar, dass kenn ich nur von einem Badesee hier, aber dort darf man nicht fischen.
Petri schöne Fische!
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon D.D. » 22.07.2011, 13:07

wie nahtlos sich so ein Hecht in seine Umgebung einfügt
würde bei so Riesen zu einem größeren Boga greifen
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon gue » 22.07.2011, 13:15

muss schlimm sein, wenn man immer sofort das negative suchen muss...
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Hanso » 22.07.2011, 13:20

Petri!

Mit dem Streamer auf Hecht! Würd ich auch gern mal versuchen...
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon ssnake14 » 22.07.2011, 13:44

Petri Heil das schönste was es gibt ist wenn mann den Fisch dabei auch noch zuschauen kann beim Biss
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon D.D. » 22.07.2011, 13:51

da musste ich nicht lange suchen
war eher ein eyecatcher
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon gue » 22.07.2011, 14:17

ja dann ist ja gut...

wahrscheinlich greif ich das nächste Mal sowieso gleich zum Gaff.
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Hanso » 22.07.2011, 14:44

@ D.D. ich kenn mich beim Hechtfischen wirklich Nüsse aus... Hab aber schon des öfteren wo gelesen, dass die Landung mit dem Gripper eine der schonendsten Varianten ist... Ist das nicht der Fall? Kam mir plausibel vor, da die Schleimhaut so nicht verletzt wird... Naja... Bitte um Aufklärung...
danke
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon D.D. » 22.07.2011, 18:51

Ich verzichte derauf
das gesammte Gewicht hängt am Unterkiefer
und so wie sich manche wehren ist das für mich einfach nichts
Handlandung oder Kescher wenns schwer zugänglich ist
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Hellvis » 22.07.2011, 19:32

Petri, schöne Hechte.

Ob ein Gaff eine schlimmere Verletzung als ein Drilling macht... Wobei in dieser Situation (Ufer flach,...) sollte es wohl schonender gehen.
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon carpio83 » 22.07.2011, 19:40

Auch meinerseits ein fettes Petri heil!
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Lupus » 23.07.2011, 05:59

Sehr schöne Sache und schöner erster Erfolg (ich meine jetzt den "ganzen" Hecht, also den ersten).

Das Gewässer sieht auch ideal aus für solche Aktionen, da kann man sicher gut werfen, und es scheint ein recht hochgelegener Bergsee zu sein.

Ich kann voll verstehen, wenn Du nicht sagen willst, welches Gewässer das ist. Ich würde da genauso handeln.

Was diese Boga Grips betrifft, auch wenn ich nichts gesagt hätte, wenn´s schon draussen ist: Ich selber mag die Dinger nicht und hatte noch nie eines. Erstens ....so "angenehm" für den Fisch schaun die nicht aus, und dann gehen sie mir auf den Nerv wegen der ewigen Fischbilder in Fischzeitschriften, vor allem aus Osteuropa, wo lauter Hochglanzbilder sind, wo einer die entgegengrinst und einen Rauber mit seinem ach so tollen Grip hält.
Das soll aber kein Angriff auf Dich sein, sondern nur meine Meinung, dass ich ´halt dieses neumodische Zeugs ned mag.

Was ich auch nie ganz versteh, aber das scheint auch ein Trend zu sein: Es werden immer wieder untermaßige Fische sozusagen als "Fang" zum "be-petriheilen" fotografiert und gepostet. Mir ist schon klar, dass diese Fische schonend zurückgesetzt werden, aber wie ich ein noch junger Angler war, war es auch so, dass ich manchmal einen untermaßigen Hecht oder Zander gefangen habe, und natürlich zurückgesetzt, aber nicht irgendwie fotografiert oder erwähnt, weil Untermaßige Fische kriegt man eben versehentlich dran, und dass man sie dann auslöst und und schwimmen lässt ist so selbstverständlich, wie das Zähneputzen .

Lieber Gue, was ich aber jetzt oben über diese Zangln zum Fischhalten und über untermaßige Fisch gesagt hab, ist nur allgemein so von der Leber weg, ich meine damit nicht Dich persönlich und nimm es daher bitte auch nur rein obiektiv als Diskussionsthema, und nicht persönlich auf.
Gruß´. Lupus
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Hellvis » 24.07.2011, 08:28

Das Besondere an diesem Bericht waren nicht die Fische, sondern die Methode. Möchte kein "Ranking" vornehmen, aber ein 50er-Hecht an der Fliege interessiert mich wesentlich mehr als der 1.000e Schlepphecht mit 1,10m. Natürlich auch nur meine Meinung.
Zum Boga-Grip: der wird in bestimmten Situationen (zB beim Spinnfischen, wo man schlecht einen Hechtkescher mithaben kann) seine Stärken ausspielen. Fischbilder aus Osteuropa schaue ich mir nicht an, ob man den Boga immer auf´s Bild halten muss - ist halt Geschmacksfrage. Man kann damit den Fisch aber schön fixieren, während die andere Hand den Fisch hält. Das "Aufhängen" der Fische ist sicher nicht so schonend - allerdings (das sei nur angemerkt) gibt es die Teile auch mit eingebauter Waage --> die wiegt den Fisch natürlich nur, wenn man ihn hängen lässt.
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Re: Hecht mit Fliegenrute - erste Erfahrungen

Beitragvon Lupus » 24.07.2011, 15:25

Hellvis:
Ich verstehe natürlich Dein Posting voll und ganz. Wobei Dein Vergleich schon etwas hinkt, denn wer fängt schon den 1.000 sten 1,10m Hecht mit der Schleppangel. Ich warte schon 40 Jahre auf einen Meterhecht und kann noch 40 Jahre warten von mir aus.
Es ist auch ein "persönlicher Tick" von mir, dass ein "Fisch" erst dann für mich zählt, wenn er das Brittelmaß hat und nicht in der Schonzeit ist, auch wenn ich ein hundertprozentiger C&Rsler wäre, was ich in einigen Bereichen sowieso bin.
Da erinnere ich mich an ein Gespräch mit @red tag. Er will seit Jahren einen Huchen fangen, und konnte voriges Jahr am Streamer an einem eher ungewöhnlichen Gewässer ein 60cm Salzstangl fangen. Aber zählen würde für ihn erst der erste Huchen der die gesetzlichen 75 cm hat. Natürlich würde er jeden Huchen auslassen (ich auch wenn ich die Gelegenheit hätte) und wahrscheinlich ist ein 75 cmriger sowieso nur "a Würschtl", aber wir haben ´halt diesen Tick. Der Fisch ist erst ein "Fisch", wenn er dem "Gesetzgeber" entspricht, davor wird er schnell vom Haken gelöst und gleich wieder vergessen.
Was den Boga Grip betrifft. Vielleicht ist er ja wirklich handlicher als der gute alte Kescher. Aber ich habe prinzipiell nicht so den Drang, unbedingt jeden Fisch den ich fang zu fotografieren und in die Kamera zu präsentieren, egal ob mit Grip, Kescher, auf der Abhangmatte, oder als Releasfoto oder als Filet in der Küche......
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