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Hecht Gemetzel im Salzkammergut

Teich und See

Beitragvon Planseefischer » 05.04.2006, 18:53

Langsam werden halt unsere Angler umdenken müssen. Wenn jeder so viel ist, nicht jeden Fisch zu entnehmen (ich rede jetzt nicht nur vom Hecht) wird es auch etwas bringen.

Ich bin sogar der Meinung, das man eher die größeren Hechte mitnehmen sollte. Zb. hat ein Meterhecht einen qualitativ schlechteren Laich als ein 70er Hecht.
Das sollte man allerdings in eine Relation zum Gewässer setzen. Was sicherlich auch sinnlos ist, den Gefrierschrank zu füllen. Ein Abgeschlagener Hecht kann mal nicht wachsen.
http://www.friedl-rods.at - Eine Rute sie zu knechten die alle zu drillen in die Pfanne zu treiben und knusprig zu grillen.
<°))))))))))><[ !!
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Ein Fisch kann immer noch wachsen !

Beitragvon Royal Coachman » 06.04.2006, 01:35

Hallo Lukas !

WIE SCHNELL WÄCHST EIN FISCH?

Dass Forellen in ihrer Jugend sehr schnell wachsen und schon nach einem Jahr ihr Gewicht vervielfachen ist ja allgemein bekannt, aber wie sieht es in den Folgejahren aus?
Die Wissenschaft gibt uns hier erschöpfend Auskunft, wenig bekannt ist aber, dass Fische sogar nach ihrem Fang ein konstantes Wachstum erleben, wie ich aus dem Folgenden
schließen konnte.

Mein Freund Fritz befischte im Juni ein Gewässer, das sehr große aber schwer zu fangende Bachforellen beherbergt. An einem großen Wehr, dessen Wasser auf eine schräge, unterspülte Bohlentafel herunterstürzt, hatte er anscheinend Erfolg, er berichtete am Stammtisch:

„Durch mannshohe Brennnessel musste ich mich hinunterkämpfen, um von unten anwerfen zu können, doch es lohnte sich. Eine kleinere Regenbogenforelle nahm meine selbstgebundene Goldkopfnymphe, in diesem Augenblick schoss eine große Bachforelle auf diese zu. In ihrer Panik spuckte die Regenbogenforelle die Nymphe wieder aus, worauf die Bachforelle diese sofort und ohne Misstrauen einsaugte. Nach meinem Anhieb entwickelte sich ein aufregender Drill, der unter anderem von einem extrem hohen Sprung gekennzeichnet war. Gott sei dank fischte ich an diesem Tage meine 6er Sage, die mir eine ordentliche Führung ermöglichte und nach ca. 20 min und mehreren Adrenalinstößen gelang es mir den wunderbar gezeichneten Fisches zu keschern, 1,45 kg zeigte die Zugwaage!

14 Tage später in einem Kaffeehaus hatte der Fisch plötzlich 1,95 kg und nach einem halben Jahr 2,45 kg!

Eines Abends rund um Weihnachten waren wir bei Fritz eingeladen, er erzählte uns, dass seine Frau diese Forelle blau gesotten hätte und die drei damals anwesenden Gäste entzückt waren, ob dieser Köstlichkeit. Zu fortgeschrittener Zeit bot seine Frau Maria an, einige belegte Brote zu schmieren und ging in die Küche, ich folgte ihr und fragte scheinheilig in welchem Topf sie denn die Forelle zubereitet hätte?
Sie zeigte mir freudestrahlend den größten Topf, der in ihrer Küche vorrätig war:
30 cm Durchmesser und 15 cm hoch!
Ganz beachtlich murmelte ich und kam für mich zu dem logischen Schluss, dass die Forelle schon vor Fritzens erster Erzählung ein überdurchschnittliches „Nachwachstum“ erfahren haben musste.

Eine vergleichende Untersuchung über das Wachstum von Fischen vor und nach deren Fang, ist bei Prof. Fürchtegott Tulmtupfer, Rektor an der Hochschule für „Fisch-Gschmarri“ in Groß Pschlaps-Pfafflar und Dr. Josef Wolpertinger jun., seinem berühmt-berüchtigten Assistenten, in Auftrag gegeben worden.
Wir werden zu gegebener Zeit berichten!

Freundlichst

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Beitragvon Ferdl » 06.04.2006, 06:15

grüße @rc,

sind an der hochschule noch studienplätze frei? glaub ich könnt da noch was lernen (würd mich neben dich setzen und abschreiben :mrgreen: )....

mfg, ferdl
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Beitragvon Poschi » 06.04.2006, 12:00

Da mach ich mit Ferdl,ich will auch noch was lernen *gg* :lol: ,setz mich neben dich und schreib von dir ab ok?*gg* :lol:


Gruß Rene :D
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Beitragvon Ferdl » 06.04.2006, 13:13

Poschi hat geschrieben:Da mach ich mit Ferdl,ich will auch noch was lernen *gg* :lol: ,setz mich neben dich und schreib von dir ab ok?*gg* :lol:


Gruß Rene :D


dann mach ma`s gleich so: wir gehen in die mensa auf ein bier (oder 12)und kopieren uns dann rc`s unterlagen, ok???

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Beitragvon Poschi » 06.04.2006, 13:49

Ferdl hat geschrieben:
Poschi hat geschrieben:Da mach ich mit Ferdl,ich will auch noch was lernen *gg* :lol: ,setz mich neben dich und schreib von dir ab ok?*gg* :lol:


Gruß Rene :D


dann mach ma`s gleich so: wir gehen in die mensa auf ein bier (oder 12)und kopieren uns dann rc`s unterlagen, ok???

ferdl


Das mach ma,aber meinst 12 Bier zusammen oderjeder 6? :lol:
Aber auf welche Uni in welchem Bundesland? :lol:
Und wann ist der Anmeldeschluss,also wenn ich nix lernen muss nehm ich das auf mich aber wenn doch dann lass ichs sein und gehn ma nur in die Mensa auf a paar Bier :lol: :lol: :lol: *gg*

Gruß Rene
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Beitragvon Lupus » 19.05.2006, 05:47

Alles kann mal leider nicht lesen, wenn man in der Zeit, wo das gepostet wurde, auf Urlaub war. Da nunmehr ein separater thread eines neuen users aufgemacht wurde, schreibe ich jetzt:
Den Grundlsee (und vor allem Toplitzsee) habe ich von 1970 - Anfang der 90er Jahre jedes Jahr 2-4 Wochen befischt. Da meine Familie ein Haus in der Gegend hat, verbringe ich auch jetzt noch jedes Jahr wenigstens eine Woche dort. Zum Fischen habe ich allerdings bessere Möglichkeiten hier in Wien.
In den zitierten Jahren, immerhin eine Zeitspanne von über 20 Jahren konnte ich eine kontinuierliche Verschlechterung der Fischerei bemerken.
Zur Anfangszeit gab es keine Hechte oder Barsche in dem See. Der Leitfisch war der Seesaibling, und wer nicht schleppen auf Saibling ging, fing sonst sehr sehr schöne Forellen.
Daneben gab es als Nichtsalmoniden Aiteln, Unmengen von Seelauben (Mairenke), und ganze Schwärme von Elritzen. Wegen der hohen Lage laichten die Cypriniden meistens erst Ende Juni Anfang Juli und das Wasser im Toplitzbach war meistens regelrecht schwarz von zigtausenden Mairenken, die vom Grundlsee bis zum Toplitzsee hochstiegen und an flachen Stellen ablaichten. Dazu kamen die schier endlos vorhandenen Elritzen. An den Bachmündungen oder Seeausläufen war ein Gewimmel an Fischen und das Ablaichen lockte wieder zahlreiche Salmoniden an. Es war eine Freude, am Abend zahlreiche Ringe von steigenden Forellen zu sehen.
Dann hiess es irgendwann auf einmal, es seien Hechte im Grundlsee. Bald sah man auch immer wieder einen Hecht stehen und so um 1980 herum standen an seichten Stellen des Sees zahlreiche Junghechte.
Mein wahrer Lehrmeister der Salzkammergutfischerei, der Kalß Alois (schon lange in den ewigen Fischgründen weilend) warf damals frustriert das Handtuch bezüglich Salmonidenfischerei und verbrachte seinen Lebensabend damit, in seiner selbstgefertigten Zille mit lebenden Elritzen massenweise kleine Hechte zwischen 20-40cm herauszubefördern. Was er damit machte, weiß ich nicht. Hechte sollten ja nach Meinung aller raus (wobei mir nie jemand Antwort geben wollte, wie die Hechtn denn dort reingekommen seien). Sein verbitterter Kommentar immer "Koa Schwanzl mehr drinn in dem See, ois umbrocht´, leere Gewässer, ois sch....". Dass der Bedauernswerte auch noch sukzessive um seine Gehwerkzeuge gekommen war, verschönerte seinen Lebensabend auch nicht und machte mich ungemein traurig.
Dennoch fing ich am Toplitzsee jedes Jahr einige schöne Forellen und Seesaiblinge, wobei mir allerdings der drastische Rückgang der Fische auffiel. Alle Cypriniden waren von einer Pilzkrankheit befallen.
Ich weiß nicht, was mit diesen Seen los ist. Ich habe in den 70er Jahren in dem damals wirklich verdreckten Donaukanal mehr gesunde Fische gefangen als dann in Gößl, wo jedes Aitl, jeder Weißfisch Flecken hatte und lebendig verfaulte. Jetzt dieser Hechtbandwurm......
Den endgültigen Todesstoß dürften die Barsche gebracht haben. Wahrscheinlich haben die Lebendköderfischer von irgendwo Barsche eingeschleppt (ich hatte ja zu meinem Erstauen bei Seepavillion in Grundlsee eine Mords-Schleie schwimmen gesehen) .
Elritzen, welche eine wichtige Nahrung für Forellen waren, gibt es fast nicht mehr.
Der Toplitzbach, angeblich ein Musterbeispiel für die "Urforelle" war voriges Jahr ausser ein paar winzigen Forellchen und sonst Aiteln leer.
Was das Hechtfischen betrifft. Schon voriges Jahr sollte es seitens der Anglerschaft den Hechten an den Kragen gehen so wie bei der topiceröffnung beschrieben. Die zwei Wochen, wo ich am See war und auch mit den "Lokalmatadoren" sprach, wurde kein nennenswerter gefangen.
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Beitragvon Teichlfischer » 19.05.2006, 13:58

Ich geh zwar am Grundlsee leider nicht Fischen aber manchmal Baden und amateur Tauchen und ich kann nur bestätigen massenhaft Aitl und kleine Hechte.Auch beim wander in umliegenden Bächen(Zimitzbach Toplitzbach)bekam ich nur selten eine (hoffentlich)Bachforelle zu sehen!Ein Trauerspiel :cry:
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Beitragvon Lupus » 20.05.2006, 05:53

@Teichlfischer: Du sagst es!
Mein Gott, das erinnert mich an früher, als noch Fische drinnen waren. Natürlich fuhr ich gerne jeden Sommer hin, und wurde meistens von den Einheimischen etwa so begrüßt:" Jo bist´aaa wieda dooo? Mog´st scho froh sei, dass´t bei uns fischen konnst, des muss jo g r a u e n h o f t sein bei enk in Wean, so koane Fisch ned san".
Wenn ich darauf antwortete, sehr gerne und erfolgreich in Wien zu fischen, kam immer die Antwort "wos? Karpfn, Hechtn....dös is jo nix...".
Wenn ich dieses Jahr rausfahre und die allgemeine Frage kommt, ob i wieder fischn geh, zeig ich ein Paar Fotos vom Mauerbach und von Forellen und antworte: "Jo woast, in Wean muass i nur zum Boch obigehn und fong mei Forröö´n (Forelle) und bin scho wieada dahiiii" :lol: .
Ist nämlich ein Trauerspiel, wenn Du so phantastisch aussehende Gewässer wie dort siehst und es ist "nix drin´".
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