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Griechenland

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Griechenland

Beitragvon Allrounder » 23.01.2007, 16:29

hallo Leute,

Da ich bereits für nächstes jahr auf derSuche nach einen Angelurlaub für mich und meine Frau bin.

Würd ich mich für Griechenland interessieren nur ist leider das Problem das das netz eigentlich kaum was her gibt.

Einige reisveranstalter schreiben zwar dazu das die möglichkeit zum Angeln besteht aber sonst nichts.

Meine Frage jetzt hat irgendwer von euch erfahrungen mit Griechenland bzw. Infos für mich???

LG
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Beitragvon Rob » 23.01.2007, 18:33

Wo hättest du den vor in Griechenland zu fischen?Süß oder Salzwasser?
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Beitragvon Allrounder » 23.01.2007, 18:36

Beides bin gierig :twisted:

Nein, scherz, vorzugsweise Salzwasser.
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Beitragvon Floater » 23.01.2007, 21:54

Dann würd ich eher nicht zum Mittelmeer raten... Die Ausbeute ist dort mehr als mäßig... Auf Zypern soll es gute Schwarzbarschbestände geben (in den Stauseen)... Auf Kreta, Kos und Rhodos war ich schon und hab dort auch gefischt... Mies... Die Ausbeute vom Ufer aus waren ein paar kleine Brassenarten, Lippfische und gelegentlich eine Meeräsche aus dem Hafenbecken... In den Touristenhäfen gibt es immer wieder so kleine Ausflugsboote, die "fischen" anbieten - Massenfänge, ja, schöne Fische - Nein...

Wenn du in Europa Meeresfischen willst, dann solltest eher auf die Kanarischen Inseln fahren... Dort gibt es noch gute Big Game möglichkeiten und auch schöne Fische in Küstennähe (was ich leider nur aus Berichten kenne), es gibt halt im Mittelmeer leider keine Flats, Riffe oder Mangrovenwälder, wo man Bonefish, Tarpon usw. jagen kann...
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Beitragvon Lupus » 24.01.2007, 06:32

Das mit dem Mittelmeer kann ich bestätigen. Auch habe ich von den Schwarzbarschbeständen auf Zypern gehört. Die Schwarzbarsche dort sollen aber nicht sehr groß sein.
Zum Süßwasserangeln würde sich eher Nordgriechenland, so in der Nähe zu Mazedonien anbieten mit den größeren Seen, in denen es Unmengen Wildkarpfen, aber auch Raubfische gibt. Ebenso gibt es eine Welsart, die dem heimischen Wels sehr ähnlich ist, aber etwas bulliger wirkt und kleiner bleibt, den sogenannten Aristoteleswels. So etwas über 1,5m soll er aber auch oft haben und was ich mal gelesen habe, waren Nachtfischen an nordgriechischen Stauseen auf solche Fische von 1,5m und mehr schon recht spannend.
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Beitragvon Moetti » 24.01.2007, 07:43

@ lupus

liest du diese dinge eigentlich immer aktuell nach, oder bist du der marcel reich-ranitzki der angelliteratur? ziehe langsam aber sicher meinen hut!
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Beitragvon Lupus » 24.01.2007, 09:01

@Moetti: Danke für die Blumen :wink: Ich lese die Dinge nicht aktuell nach, aber da ich jahrzehntelang Angelzeitschriften gelesen hatte, kann ich mich so aus dem Gedächtnis noch an die einen oder anderen markanten Artikel erinnern. Jenes über Griechenland, auch ähnliche Reiseartikel in infrastrukturell eher minderdotierte Gebiete wie die Seen an der Grenze Jugoslawien/Albanien, oder die untere Donau im Eisernen Tor , Donaudelta etc. von einem damals noch recht jungen Autor namens Reinhard Wiese Geschriebene hatte mich nachhaltig beeindruckt, sodass ich mich eben an diese Dinge erinnere.
Gruss. Lupus
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Beitragvon Allrounder » 24.01.2007, 09:29

Danke für die Antworten

Das mit der schlechten ausbeute hab ich vermutet. Voriges jahr im Urlaub war ich auf Rhodos und bin ziemlich viel geschnorchelt.

Ufernähe nur kleine Vieh.

@floater

Wie siehts in Griechenland mit den lizenzen aus???
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Beitragvon Floater » 24.01.2007, 14:22

Ich hab keine Ahnung :lol: Ich hab im Meer immer einfach so gefischt - hat sich keiner beschwert! Allerdings hab ich selbiges auch in Kroatien gemacht und erst hinterher erfahren, dass man fürs Meer eine Lizenz braucht... Fischerkarte fürs Salzwasser... Pfff geht mir total gegen den Strich, welches Land verwendet die Einnahmen bitte für Besatzmaßnahmen (abgesehen von Lachs und Meerforelle)?
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Beitragvon Allrounder » 24.01.2007, 14:43

@floater

:lol: Ich geh nieder.

Das ist der typische Österreicher. Wir schon passen.

Ich galbu ich werd jetzt mal ein paar Reiseveranstalter quälen, wenn sie schon großartig angelmöglichkeit hinschreiben.
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Beitragvon Soxl » 25.01.2007, 13:02

Hoi,

Ebenso gibt es eine Welsart, die dem heimischen Wels sehr ähnlich ist...


Nicht nur der Aristoteles-Wels is' in Nordgriechenland z'Haus, auch "unser" Silurus Glanis, und zwar wahre Kracher... Bei Interesse ein wenig in den einschlägigen Foren kramen, wenn ich mich recht an diverse Berichte/Foreneinträge erinnere wurde in einem der riesigen nordgriech. Stauseen 2003 ein Gerät von 2,46 m (!) gelandet.

Eine Reise an einen der grösseren Flüsse/Stauseen würd' mich auch mal reizen, es fehlt halt ein wenig an Mitstreitern im Moment. Alleine möcht' ich mir das ned unbedingt geben, da jegliche Infrastruktur zum Angeln (noch?) fehlt, aber genau das is' eigentlich wieder der Anreiz.

Gruß, Chris
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Beitragvon Lupus » 25.01.2007, 13:38

Das muss auch die Intention jenes deutschen Anglers damals gewesen sein, der das alles im Blinker beschrieb. Die waren nämlich dorthin gekommen, gottverlassenes Nest an so einem See in Nordgriechenland, sanitäre Anlagen sprich Heisln o weh, und erfuhr dann noch ganz nebenbei, dass gerade allgemeine Schonzeit herrschte (also für Berufs und Sportfischer). Der freundliche Berufsfischer sagte, die würde noch 1 Woche dauern, und dann könne er sogar ein Boot von ihm haben und als sein Gast fischen. Die Woche der anglerischen Abstinenz soll mit Ouzo, Sirtaki, Suflaki und wos waas i , recht schnell vergangen sein, und danach wurde nach Herzenslust geangelt.
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Beitragvon Taoist » 26.01.2007, 16:49

hallo und so! ich will heuer nach griechenland und habe im netz eine adresse gefunden für nordgriech. epirus-flyfishing oder so die ist auf deutsch. diesen herrn will ich noch kontaktieren ob er was weis über den peloponnes. mein reiseziel heuer.

vielleicht gibt er auch für andere gebiete rat? fragen kost jo nix
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Re: Griechenland

Beitragvon blue.marlin » 22.05.2010, 02:33

Hallo zusammen,
ich bin neu hier, hab aber in Griechenland gelebt und dort auch gefischt. Legal und illegal so wie die Griechen.
Bundesland Epirus, das ist gegenüber von Corfu. Da gibts einen Fluss der heisst Acheron (acherontas) da gibts Forellen und Krebserl, und ganz unten an der Mündung die fast wie ein Delta ist und sehr sandig ist gibts Aale. Dort sind auch viele Fischrestaurants angesiedelt - Die Ortschaft heisst Ammoudia und ist von der Bundesstraße angeschrieben.
Man braucht aber unbedingt ein Auto um da rumzukommen. Zielflughafen ist Corfu CFU oder Preveza PVK.

Dann gibts den Fluss Louros der ist zwischen Ioannina und Arta bzw Preveza. Landschaftlich sehr schön. Der Fluss ist meist recht flach. Man sollte aber oberhalb von Agio Giorgos fischen, das ist nach so einer Felsschlucht Richtung Ioannina. Weil die Griechen haben da mitten im Fluss eine Teppichwaschanlage eingebaut die mit der Flussströmung funktioniert. Also wenn man keine eingeseiften Fische will, dann oberhalb angeln. Auch hier gibts diese Forellenzuchtanlagen. Sehen ähnlich aus wie bei uns. Die Gewitter im Landesinneren fallen immer sehr heftig aus. Der Fluss ist dann trüb und erdig und die Fische schmecken wie aus dem Blumentopf. ich würde empfehlen zu fragen wanns das letzte mal geregnet hat.

Dann gibts einen See in der Stadt Ioannina. Das ist der Pamvotis See. Eine Insel hats da auch mit einem Monument von der Türkenzheit. Dieser See ist für seine Frösche berühmt. Froschschenkel etc. Ich hab aber auch Leute fischen sehen. Nur was sich da drin verbirgt weis ich leider nicht. Der See inst grün, algig und hat viel Schilf. Ca 1,5 Autostunden von dort weg ist der Vikos Aaos Nationalpark, mit dem Aaos Fluss. Das ist Naturschutzgebiet und fischen nur bedingt erlaubt. ich weis nur dass es eine Stelle gibt unterhalb in der Schlucht bei Monodendri und Micropapingo, aber ich kann nicht sagen ob das nur für Griechen ist oder ob man da als Tourist auch mal angeln darf. Im Sommer jedenfalls sicher nicht weil da ist kaum Wasser. Fischen geht da nur im Februar oder März, danach ist dor ziemlich trocken. In dieser Gegend hat es wilde Braunbären die auch gern Fische essen!!!!!!
Recht viel mehr Binnensüsswasser kenne ich dort nicht.

Was man darf - man darf mit einer Angel Brandungsfischen wo man Badegäste auf keinen Fall stört. Abends halt, wenn die alle beim Essen sind! Vom Strand aus der dort meist sandig oder feinschottrig ist. Man muss aber schon kräftig auswerfen können und Mepps oder kleinere Wobbler nehmen. Keine recht großen Mepps, das sind Fischerl - und keine Fische!!!!
Man darf von der Hafenmole oder vom Landungssteg aus fischen, was eigentlich erfolgreicher ist. Dazu braucht man gar nichts. Da reichts ein Handzeug zu benützen. Besteht aus Styropoor ca 20 x 10 cm mit Frischhaltefolie einwickeln und bisserl Silk aufrollen. Mittlerer Haken dran und stinkenden Käse oder Mehlpapp mit stinkendem Käse. Man fängt da fallweise kleinere Brassen (15 cm) und so allerhand fischiges was man in der Suppe verkocht. Barsch eher selten.
Was recht gut klappt ist sich ein langes Bambusrohr abzuschneiden und Stippfischen von den Felsen aus. Köder: Muscheln die man vorher vom Felsen abgekratzt hat, diese kleinen runden flachen die überall kleben.
Wie man an Fische rankommt - Fischer fragen ob man mit Boot mitgeniommen wird, die legen lange Köderleinen mit Körbenaus. Man kann dann nachts Spinnfischen oder mit Handzeug vom Boot aus fischen, da sind dann Barsche oder Brassen schon möglich die etwas größer sind, aber immer noch mickrig. Arbeitshandschuhe wären empfehlenswert und Gartenschere. Das ist die griechische Art die Fische zu bearbeiten - die schneiden gleich die Stacheln ab, dass es nachher nicht so weh tut beim Puttzen.
Was aber recht interessant sein kann ist schnorcheln und Oktopuss zur Aufgabe zu überreden. Die sieht man erst kaum. man kann sie mit Kloputzmittel sehr schnell zur Aufgabe überreden, da reichen wenige Tropfen unter Wasser genau unter ihren Bauch und die Tierchen lassen ihren Felsen aus. (Ameisensäure - Kalklöser Orangene Flasche mit schwarzem Stoppel - die Flasche ist weich und man kann die prime zusammendrücken- das klappt unter Wasser) Aber dann muss man schnell sein und die an einem Arm festhalten und ganz weit weg vom Gesicht halten (Sonst sieht man nichts mehr) Oktopussies wird der Kopf umgestülpt. Einfach umgedreht, das innere nach aussen. Dann sucht man sich einen ebenen Felsen der flach wie ein Tisch ist. Und dann wird der Oktopuss verhauen. Man haut den wie einen Putzfetzen mit so viel Kraft man kann so lange auf den Felsen bis das Teil zu schäumen beginnt, dann spülen und weiterverhauen bis der butterweich ist und in den Saugknopferln keine Steinchen mehr sind. Verhaue dauert ca 30 Minuten, ab in den Topf -Mahlzeit. Der wird rot beim Kochen, das ist richtig so, also nicht erschrecken!
Aal lässt man sich am besten putzen, oder nur mit Handschuhe machen.
Vorsicht ist geboten an der ganzen Epirusküste vor Muränen. Die schmecken zwar genial gut als Gulasch, aber die Dinger sind sauschnell und extrem bissig. Da beisst der abgeschnittene Kopf noch. Also wenn man einen blutenden anderen Fisch mit sich mitschleppt als Schnorchler, dann ist die Muräne nicht weit weg!
Auch aufpassen auf Zitterrochen, die Dinger sind stromführend und das nicht zu knapp!
Rochen schmecken fantastisch, besonders die schwarzen mit den kleinen weissen Punkten. Die werden in breite Streifen geschnitten in Mehl gewendet und in Butter gebraten. Man kann dann das Fleisch mit der Gabel von den Knorpelreihen runterziehen. Vergleich eher wie Schillerlocken aber noch weicher.
Rochen kann man fast nur mit der Harpune fangen oder mit Netz was ja verboten ist. Da ist nur die Harpune mit Gummizug erlaubt und das auch nur für die Griechen. Also entweder nicht erwischen lassen oder es einem Griechen machen lassen. Gasharpune ist verboten.
Generell aufpassen beim Schnorcheln, es passieren schwerste Unfälle weil die Griechen mit Dynamit fischen.

Was man nicht darf: Dynamit, Schleppnetz (auch zwischen 2 Tauchern!) Gasharpune, Daupeln und ähnliche Konstruktionen,
Tipp: Die Fischer nehmen einen oft mit und freuen sich sogar darüber wenn sie ein kleines Entgelt bekommen für die Einschulung.

Süsswasser: Fliegenfischen wie bei uns. Es gibt auch Forellenzuchtstrecken, wegen hervorragender Wasserqualität.
Ich habe noch nie gehört dass man spezielle Genehmigungen brauchen würde als Tourist, aber nur 1 Angel nehmen! Da sind sie stur die Griechen.

Es gibt dann auch noch den Polyfytos See, der ist 2 Autostunden ca. von Meteoraklöstern Richtung Saloniki entfernt. Das ist ein Stausee wo man auch fischen kann. Gibt angeblich Welse dort, weis ich aber nicht sicher. ich weis nur dass das ein Sommerbadegebiet ist und dor viel Wasserschi gefahren wird.

Der Fischfang ist im Norden Griechenlands ehger mikrig und man wird nicht wirklich satt davon. Aber in den meisten Orten legt ja das Fischerboot morgens um 6 an der Mole an ;-)

Die Trata - das Schleppboot fängt im September immer wieder an. Deswegen sind die Fischbestände leergeräubert. Die meisten Griechen fischen daher nachts mit einer Dynamitladung und schwimmen in windeseile die Fische ans Ufer bevor die Polizei kommt, weil man den Donnerschlag weithin hört. Daher noch weniger Fische.

Ein Versuch ist es wert nachts mit Phosphorirzierenden Ködern die man vorher mit der Taschenlampe anleuchtet zu probieren. Kleine Kalamar dieser Art gibts auch bei uns zu kaufen. nicht größer als 8 cm ungefähr. Wenn man Glück hat ergibt sich ein Oktopus ganz freiwillig oder es verirrt sich mal ein Räuber.

Ich habe aber auch mitbekommen dass es in der Ägäis etwas besser ist mit Fischen, auch vom Ufer aus, bzw von steilen Felsen aus. Barsche und Brachsen (silberne mit schwarzem Punkt), Goldbrassen können da schon mal an die 30 cm bekommen am Ufer, man darf sich nicht viel erwarten. Vom Boot aus gehts besser!

Zypern ist allegemein fischreicher, da ist der Meeresuntergrund felsiger und die Trata kann nicht fahren ! Daher mehr Fische. Ausserdem ist es GR/Türk Grenzgebiet wo es generell ruhiger ist und daher sich Fische auch wohler fühlen. Aber mehr wie Brasse und Barsch wird man mit der Angel kaum fangen. Ein Sägefisch könnte einem schon passieren wenn man mit dem Boot rausfährt.

Im Bereich Epirus zwichen Festland und Paxos/Antipaxos kann man nachts mit Delfinen schwimmen - einfach so. Die Fischer wissen wo die entlangkommen. Das wär ja ein Alternativerlebnis zum Fischen. Sieht aus wie Hai im ersten Moment, gibt einen Adrenalinkick ist aber ein super Erlebnis. man muss sich ohne platschen langsam ins Wasser gleiten lassen, FLossen unbedingt notwendig. Am besten Tot stellen und sehr sachte nur mit den Händen wedeln, nicht schwimmen. Dann kommen die Delphine ganz heran und man kann sie anfassen. Das für die geduldigen. Mit sehr viel Glück kann man sich ziehen lassen.

Ambrakischer Golf - Das ist das BInnenmeer bei der Stadt Preveza. Das ist Naturschutzgebiet. Da darf man nicht fischen als Tourist. Im Binnengewässer gibts eine spezielle Delfinart, und im Hafen von Preveza wimmelts nur so von Galeerenquallen die ganz großen orangenen die so wabbeln und untenrum ein Rüschenrockerl haben.
Also eher nix zum Fischen.

Eine kurze Meeresangel stark und kräftig, dickere Schnur, auch wenn die Fischerl klein sind. Das Zeug hängt gut an den Felsen fest und dann ist man froh um dicke Schnur und starke Angel. Ausserdem, kanns passieren dass ein Oktopus den Mepps festhält. Und das kann dauern, und dauern.... entweder reinspringen und den Oktopus ärgern, oder warten bis er fertig ist mit festhalten.
Blei, nur runde Dinger nehmen, Birnenblei oder Kugeln überhaupt. Alles was irgendwie eckig ist bleibt unbarmherzig hängen in den Felsspalten und reisst ab.

Nachts auf den Felsen, speziell im August gibts Krabben! Und die zwicken. Ich wäre vorsichtig mit einfach auf Felsen sitzen in der Nacht. Krabben sind aber gekocht sehr lecker. Taschenlampe und Kübel und vielleicht eine Grillzange, mehr braucht man da nicht. Die heissen auf griechisch KAVURIA - das sagt man auch so.

Anlaufstelle für Fischerfragen sind die Gemeindeämter (Dimarcheio) oder die Hafenpolizei (Limenarcheio) (Astinomia Limaniou) Man will nicht deutsch sprechen!
Aber die meisten Fischer können Englisch weil sie im Sommer mit Touristen Taxiboot fahren.

Ich hoffe das war informativ - lg Eure blue.marlin
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Re: Griechenland

Beitragvon hesi » 22.05.2010, 09:41

Danke für diesen ausführlichen Bericht über Griechenland!
Die Oktopus-Geschichte ist allerdings nicht meins, weder esse ich solche Tiere noch würde ich irgendwas 30min auf einen Stein hauen... da verginge mir der Appetit. :D
Ich fahre immer wieder mal, alle paar Jahre runter - allerdings noch nie zum Angeln.
Was ich beobachten konnte, seit meiner Kindheit, ist wie die Meeresfauna jedes Jahr zurückgeht. Wo es vor 10 Jahren noch fischreich war, auch am Ufer, findet man mittlerweile kaum einen mickrigen Seeigel. Auch der Müll am Strand nimmt immer mehr zu, vorallem da wo keine Touristen hingehen, denn da räumt dann auch keiner mehr auf.
Vom Ufer aus habe ich viele kleinere Jungen gesehen die sich mit Kleinzeugs die Zeit vertrieben. Aber wie du schon geschrieben hast ist die beste Variante um dort an guten Fisch zu kommen sicherlich ein Boot.
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