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Friedfisch und geflochtene

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Friedfisch und geflochtene

Beitragvon Nixon » 10.02.2011, 01:15

Ich hab ja zum Friedfischfischen ein etwas unprofessionelles Gerät, mal leicht untertrieben! Da jetzt eh bald komplette Raubfischschonzeit bzw. Spinnfischverbot bei uns herscht, frag ich mich ob ich nicht das Grundblei Anti-Tangle system auf meine Spinnsystem mit geflochtener Übertrage?
Gibts da negatives zu berichten? Oder soll ich lieber die Ersatzspule mitn ner Monofilen bespulen und die drauf?


Eine Frage noch zum Anti-Tangle Lupus meinte das vorfach sollte nicht größer sein als das Anti-Tangle röhrchen, was meint ihr und warum?
Hatte heute einen Biss auf Mais, morgen ist mal skifahren und dann bin ich mit der angel wieder drann!
Grundblei von 35, 50 und 78g sollte genügen für Strömungsarten oder doch noch höher?

Gibts paar spezielle Tipps bei dieser Technik zu beachten wo find ich die Friedfische so in Altarmen und Donaubereich umd die Frühjahrszeit?
Nixon
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Re: Friedfisch und geflochtene

Beitragvon Lupus » 10.02.2011, 06:29

Deine Frage, warum das Vorfach nicht länger als das Antitangle-Röhrchen sein soll:
Na, weil ein längeres Vorfach sich ja dann erst frisch wieder verheddern würde. Genau deshalb nimmt man ja das Röhrchen, damit es sich nicht verheddert, und wenn Du jetzt trotzdem das Vorfach länger machst, hättest Du Dir ja gleich das Röhrchen sparen können, oder?
Außerdem hatte ich noch nie in wirklich langen Vorfächern beim Grundfischen einen Sinn erblicken können.
Was die Schwere des Bleis betrifft, da können wir Dir nicht helfen. Denn wir haben ja keine Ahnung wie die Strömung bei Euch ist.
Und wenn es im Altarm wäre, dann kommt´s drauf an: Für modernes Karpfenfischen mit Selbsthak-Methode ist eigentlich alles was unter 80g ist, eher kontraproduktiv. Und wenn man nicht mit Selbsthak-Methode, also mit herkömmlichen Laufblei-Methoden fischt, halte ich an einem stehenden Altarm schon die 35g Blei für übertrieben.
Was Geflochtene Schnur betrifft: Schau, es kommt auf die Methode an. Wenn man mit der FeederMethode fischt, wird eine geflochtene viel besser die Bisse anzeigen als ein normales Peryl. Andere Methoden werden wieder eher für normales Peryl besser sein.
Nachdem ich denke, dass Du nicht das Friedfischangeln/Karpfenangeln in den Vordergrund Deines Interesses stellen willst, sondern einfach einmal zur Überbrückung der Rauberschonzeit da hineinschnuppern willst und vielleicht einmal einen „Göbn“ draufhaben willst, würde ich es so einfach wie möglich machen. Ein bissl Instinkt, wo gerade Karpfen, Brachsen etc. herumstierln könnten, ein bissl Futter rein, leichte simple Grundmontage, Bissanzeigerringerl einhängen, und ……fangen.
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Re: Friedfisch und geflochtene

Beitragvon Nixon » 10.02.2011, 18:40

Lupus hat geschrieben:Deine Frage, warum das Vorfach nicht länger als das Antitangle-Röhrchen sein soll:
Na, weil ein längeres Vorfach sich ja dann erst frisch wieder verheddern würde. Genau deshalb nimmt man ja das Röhrchen, damit es sich nicht verheddert, und wenn Du jetzt trotzdem das Vorfach länger machst, hättest Du Dir ja gleich das Röhrchen sparen können, oder?
Außerdem hatte ich noch nie in wirklich langen Vorfächern beim Grundfischen einen Sinn erblicken können.
Was die Schwere des Bleis betrifft, da können wir Dir nicht helfen. Denn wir haben ja keine Ahnung wie die Strömung bei Euch ist.
Und wenn es im Altarm wäre, dann kommt´s drauf an: Für modernes Karpfenfischen mit Selbsthak-Methode ist eigentlich alles was unter 80g ist, eher kontraproduktiv. Und wenn man nicht mit Selbsthak-Methode, also mit herkömmlichen Laufblei-Methoden fischt, halte ich an einem stehenden Altarm schon die 35g Blei für übertrieben.
Was Geflochtene Schnur betrifft: Schau, es kommt auf die Methode an. Wenn man mit der FeederMethode fischt, wird eine geflochtene viel besser die Bisse anzeigen als ein normales Peryl. Andere Methoden werden wieder eher für normales Peryl besser sein.
Nachdem ich denke, dass Du nicht das Friedfischangeln/Karpfenangeln in den Vordergrund Deines Interesses stellen willst, sondern einfach einmal zur Überbrückung der Rauberschonzeit da hineinschnuppern willst und vielleicht einmal einen „Göbn“ draufhaben willst, würde ich es so einfach wie möglich machen. Ein bissl Instinkt, wo gerade Karpfen, Brachsen etc. herumstierln könnten, ein bissl Futter rein, leichte simple Grundmontage, Bissanzeigerringerl einhängen, und ……fangen.


Da kennst mi schlecht lieber Lupus ;) mei Freundin sagt immer, ich neige zum Extremen und bin i glaub i hab an dem Friedfischangeln im allgemeine gestan mein Interesse geweckt!
I brauch glaub i a buch oder so! Bzw. Muss i des Forum hier total zerlesen!

Ich glaub ich hab da einen Grundfehler gestan gemacht, der Biss kommt oder zumindest sowas ähnliches, die Freilaufrolle gibt schnur und ich hab angerissen aber nichts verwerten können... Vielleicht sollte ich da noch über die Selbsthakenmethode nachdenken!
Fakt ist, dass ich im SOmmer wohl wieder viel Arbeiten muss und der Zander wohl jetzt auch nicht so super zum Überreden ist! Werd mich daher die Monate bis Anfang Juni in diese Thematik reinhauen!
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Re: Friedfisch und geflochtene

Beitragvon Lupus » 11.02.2011, 06:42

Darf ich jetzt punkto Selbsthakmethode etwas kryptisch werden? Ausnahmsweise? Ja?
Danke!
Die blitzartige Verbreitung der Selbsthakmethode unter den Anfängern ist leicht nachzuvollziehen. Jeder liest davon, herrlich super, da brauch ich nicht anschlagen, da kann ich nicht „danebenpracken“, einfach reinhaun, warten bis der „run“ kommt, und drillen!
Dabei vergesst Ihr aber eines: Für die Selbsthakmethode ist schon ein sehr schweres Blei notwendig und sie ist darauf ausgelegt, dass man schon einmal genau weiß wo man platziert, und dort den Köder entsprechend lange liegen läßt. Auch wird diese Methode erst ab einer gewissen Größe der Karpfen interessant. (denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es toll ist, eine „Besatznudel“ von rund 2,5kg mit einer Boilierute zu „drillen“).
Um aber ein erfolgreicher Großkarpfenangler zu werden (und immens viele Stunden, Wochen, Monate, Jahre des Lernens und Beobachtens NUR da hinein zu investieren), sollte schon eine reichliche Erfahrung an herkömmlichem Friedfisch/Karpfenwissen vorliegen.
Um dieses Wissen sich anzueigenen, ist es aber notwendig, viel zu probieren, und dazu eignen sich herkömmliche Grundangel – und Schwimmermontagen. Sich durch viel Probieren, durch das richtige Gefühl für Tiefen, für Oberflächen – und Unterwasserströmungen, Temperaturverhältnisse, für den richtigen Anhiebzeitpunkt in die Materie hineinzutasten. Zu wissen, wann in welcher Entfernung und welcher Tiefe Fische zu erwarten sind. Und ganz ganz wichtig für die jeweilige Situation das richtige Anfütterungsmaterial. Das alles funktioniert aber besser mit Methoden, die nicht darauf ausgerichtet sind, viele viele Stunden an einer Stelle zu verharren.
So gesehen ist das Angeln mit Laufbleimontage/Futterkorb etc. , das Angeln mit Schwimmermontagen usw. die Pflichtübung, und wenn man dann erkennt, dass man selektiv angeln möchte, ist die Festbleimethode die Kür nach bestandener Pflichtübung.
Frage einmal @polsi. Obwohl nicht einmal halb so alt wie ich, hat er meiner Beobachtung nach einen reichen Erfahrungsschatz genau in dieser Reihenfolge erarbeitet, und regelmäßige Fänge von Großkarpfen in schwierigen großen Gewässern kommen nicht von ungefähr.
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