Emanuel hat geschrieben:tja damit ist wohl das Schicksal für den sowieso nicht so attraktiven Liesingbach besiegelt.
Interessant wäre, was der VÖAFV mit den renaturalisierten Gewässerabschnitt im 23. und 10en Bezirk plant. (Gehört diese Strecke überhaut dem VÖAFV??).
In diesem Bereich ist ja jetzt wieder ein akzeptabler Wasserstand, ein natürliches Flussbett und die Wasserqualität wurde auch verbessert. Also dort wäre vielleicht ein Besatz und Fischerkarten gar nicht mal so übel?
hm....Du drückst das aber sehr definitiv aus

. "Besiegelt", das hört sich so an als ob alles für immer aus und vorbei sei. Und selbst bei einem totalen Fischsterben und Verlust der Fischnährtiere durch den völligen Sauerstoffverlust beim Einleiten der Jauche heißt das doch im worst case, dass man einmal abwartet, bis sich die Fischnährtiere in geraumer Zeit wieder neu entwickelt haben und danach auch wieder beginnen kann, ein Gewässer zu besetzen.
Eines ist aber klar. Der VÖAFV kann den Lizenznehmern nicht ihr Geld zurückgeben, weil sie ein Jahr oder mehr nicht fischen können. Wie steht es so schön auf der Lizenz? Der Verband übernimmt für den Fang von bestimmten Fischarten keine Gewähr.
Ich glaube aber auch nicht, dass Lizenznehmer, die vielleicht Jahre darauf gewartet haben, eine solche Lizenz für ein Forellengewässer in Wien erlangt zu haben, diese dann zurücklegen, wenn ein Gewässer mal nicht befischbar ist. Gerade bei den Revieren mit beschränkter Lizenzanzahl werden die meisten dies als eine "Lebensinvestition" ansehen, nicht aufgrund des finanziellen Aufwandes sondern um überhaupt "dabei zu sein".
Was die Frage betrifft, was der VÖAFV mit den renaturierten Strecken in 1230 und 1110 plant, kann ich derzeit nichts sagen. Pachtverträge laufen immer für bestimmte Revierstrecken. Sollten durch Renaturierung neue Lebensräume entstehen, heißt das aber noch lange nicht, dass sie als "Fischwasser" deklariert werden. Ich glaube, dass in solchen Fällen die MA 22 und MA 45 ein großes Gewicht der Stimmen haben. Wird entschieden, dass andere Dinge vor der Fischerei Priorität haben, so wird dies dann wohl so sein.
Ich denke da beispielsweise auch an den geplanten Rückbau von Wienfluß im Bereich der Stadt. Ich glaube nicht, dass dies sofort heißen wird, dass man vom Stadtpark oder vom Naschmarkt dann im Wienfluß wird fischen können, sondern sehe es in erster Linie einmal, falls es tatsächlich soweit kommen sollte, als einzigartige Chance an, für Wanderfische wie Nase/Nerfling eine Aufstieg-und Laichmöglichkeit zu bieten.