Hallo Leute!
Ich möchte euch von einer nicht altäglichen Erfahrung beim Angeln berichten.
Ich hatte mir für die heurige Saison vorgenommen den Start mit Bachforellen nicht zu versäumen. In den letzten Jahren bin ich immer so ca. 3-4Wochen nach Ende der Schonzeit zum Angeln gekommen und habe mich immer darüber geärgert daß es eigentlich keine Bachforellen mehr gab.
Also bin ich heuer schon drei Tage nach Ende der Schonzeit an mein Hausgewässer gefahren.
Ich habe mir dort eine vielversprächende Stelle ausgesucht. An der Stelle hat ein braver Angler einen Angelplatz mit Bretter errichtet. Er erinnerte mich an einen Hochsitz für Jäger, denn der Boden wurde auf einen überhängenden Baum befestigt. Vom Angelplatz aus konnte man direkt unter sich das Wasser sehen und das Wasser war sehr klar.
Ich versuchte es mit einen kleinen silbernen Spinner, den ich mit einen zusätzlichen Blei auf Tiefe bringen wollte. Nach einigen Würfen bemerkte ich einen dunklen Schatten der dem Spinner folgte und sich wieder in die Strömung stellte. Nach mehreren Versuchen tauchte noch ein zweiter Schatten auf, doch kein Biss.
Dann versuchte ich es mit der Pose und einen Mistwurm. Es war gar nicht so einfach den Wurm bei der Strömung auf Tiefe zu bringen. Nach einigen Versuchen gelang es mir allerdings. Doch der Schatten am Grund zeigte keine Reaktion bis es mir gelang den Wurm auf der anderen Seite des Fisches vorbeitreiben zu lassen. Biss- Anhieb und ich konnte eine ca. 30cm lange Bachforelle landen.
Als ich die Forelle angesehen hatte, bemerkte ich das fehlende Auge auf der rechten Seite und die verkümmerte Schwanzfloße. Darum konnte sie den Wurm nur auf der linken Seite sehen. Sie war für ihre Größe ziemlich mager und so schenkte ich ihr wieder die Freiheit in der Hoffnung dafür belohnt zu werden.
Da ich noch eine weitere Forelle vermutet habe versuchte ich es weiter. Nach mehreren Nachläufern ist tatsächlich wieder eine Bachforelle in meinen Kescher gelandet.
Mein erster Gedanke- Petrus hat mich belohnt.
Doch beim Blick in meinen Kescher glaubte ich nicht was ich da gefangen hatte.
Es war die selbe einäugige, schlanke Bachforelle mit der schadhaften Schwanzfloße die ich vor ca. 15 Minuten gefangen hatte.
Und so schenkte ich ihr zum zweitenmal das Leben und kam wieder ohne Fisch nach hause.






