Nachdem ich am Montag nach meinem langen Berlinaufenthalt erstmals wieder Heimatluft schnuppern konnte,hielt mich nichts mehr in Graz und ich fuhr sofort an meine zu Weihnachten gepachtete neue Strecke .
Die Salza präsentierte sich naturbelassen mit viel Totholz,tiefen Gumpen und perfekten Arealen für die Trockenfischerei.
Im Oberlauf ist eine herrliche Indianerfischerei mit tausend Unterständen möglich,insgesamt ein echtes,fast ganz naturbelassenes Bachforellenhabitat.
Unzählige,meist kleinere Fische konnte ich am Grund der Gumpen vage erkennen,auch wenn die meisten nicht groß schienen,ein 50iger plus Bröckerl konnte ich doch erblicken .

Allerdings war es nicht gerade heimelig:
Am Dienstag eisiger Wind mit Regenschauern.
Auf Trockenfliege ging gar nichts,einzig mit beschwerten Nymphen konnte ich am Gumpengrund 8 Bachforellen und 7 Regenbogenforellen bis 35 cm überlisten,zum Schluß(Petrus sei mir gnädig,es war nicht Absicht)auch noch eine große Äsche von geschätzten 43 cm.
Für die viereinhalbstündige Regenfischerei eigentlich ein Traumergebnis,wenn man bedenkt,daß das Wasser in den letzten Jahren höchstens mit Brütlingen besetzt worden ist.
Gestern war dann dichtester Schneefall(!),Temperatur minus 1,eine Fischerei war fast nicht möglich,zwei "Eisregenbogenforellen" konnte ich verführen,Abbruch nach einer Stunde aufgrund widrigster Umstände.
Beim Abgehen des Reviers fielen viele große Äschen in Schulen von 2-5 Individuen auf ,durchwegs alle über 40 cm groß.
Die Körper bereits sehr nahe und fast reibend,ich glaube die Hormone geraten bald in volle Wallung.........
Bin sehr stolz auf mein Wasser und daß ich das Glück hatte,das Revier pachten zu können(sowas wird alle heilige Zeiten frei).
Ich habe eine Riesenfreude.
L.G.Bernhard






