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Fliegenfischer sind Snobs...

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Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon DryFly » 14.10.2011, 07:39

Diesen Satz hab ich nun in den letzten Jahren unzählige Male gehört und gelesen. Aber woher stammt dieses (Vor)urteil eigentlich?
Was ist eigentlich ein Snob? Wikipedia sagt dazu folgendes:
"..Der aus dem Englischen eingedeutschte Begriff Snob bezeichnet eine Person, die durch ihr Verhalten und/oder ihre Aussagen offensiv Reichtum und gesellschaftliche Überlegenheit gegenüber Personen vermeintlich oder tatsächlich niedrigeren Ranges zur Schau stellt.

Der Vorwurf, ein Snob zu sein, gilt Personen mit einer besonderen Form der Arroganz..."


Hmmm.... Fliegenfischer sind also reich 8)
Weil sie an meist sehr teuren Gewässern angeln? Tageskartenpreise von 70 - 100 Eur und darüber, oder Jahreskartenpreise von 1000 EUR und darüber suchen sich die Fliegenfischer nicht selbst aus, die werden vorgegeben. Take it or leave it. Was also tun? Ganz einfach: zahlen, oder das Fliegenfischen sein lassen. Nicht viele Optionen - oder?

Weil sie sehr häufig an teuren Markennamen (SIMMS und Co.) gemessen werden?
Hier gilt leider allzuoft, dass billig gekauft sehr häufig teuer gekauft ist.
Beginnen wir bei den Watschuhen: diese unförmigen, um 2 Nummern zu großen Schuhe dienen nicht dem Auftritt auf einem Catwalk, sondern ausschließlich der Sicherheit! Waten auf glitschigen, häufig mit Braunalgen überzogenen Steinen erfordern einen guten Tritt und einen guten Halt. Da sind halt gute Filzsohlen bzw. Vibram-Sohlen ein MUSS, wenn man nicht in kalten Salmonidengewässern baden möchte. Auch die Haltbarkeit ist eine Frage, die in die Rechnung einbezogen werden muss. Gutes Schuhwerk hält meist länger, der Preis ist also über die Tragezeit zu rechnen.

Weiter gehts bei der Wathose: Auch die dient der Sicherheit und der Gesundheit.
Der SIcherheit deshalb, weil eine gute Wathose meist sogenannte Strömungsindikatoren im Kniebereich hat. Wird die Strömung stärker, dann wird der Druck auf den Kniebereich ebenfalls stärker, da sich diese Indikatoren durch eingedrücktes Wasser "aufblasen". Wie eine Blutdruckmanschette. Wird's unangenehm, dann ist die Strömung zu stark.
Der Gesundheit deshalb, weil der Körper trocken gehalten werden muss. Aber nicht nur von aussen - das schafft eine Plastikhose auch -, sondern auch von innen. Man nennt dies Atmungsaktiv (Gore-Tex, Sempa-Tex, ect...). Hier haben gute Produkte (die meist sehr gut verarbeitet sind) eben auch ihren Preis.
Natürlich mag man nun einwenden, dass man das auch früher nicht gekannt hat, und trotzdem gab's eine Menge Fliegenfischer. Ja natürlich gab's die, aber die waren nicht selten nach ein paar Jahren des aktiven Fliegenfischens krank. Kaputte Gelenke, die Nieren hinüber (weil ständig verkühlt), etc...
Somit geht's schon weiter mit der restlichen Bekleidung: auch hier gilt: wer billig kauft, kauft teuer.
Zu atmungsaktiven Wathosen und Jacken gehört auch die dazu passende Unterbekleidung. Dieses muss ebenfalls atmungsaktiv sein, sonst hat der Rest auch keinen Sinn. Auch hier wird halt der Preis vom Händler vorgegeben. Take it, or leave it.

Ok, bei den Ruten sieht es schon ein wenig anders aus, da kennt man vielleicht den einen oder anderen Ausrüstungsfetischisten. Ich nenne das Liebhaber schöner Angelruten und -Rollen ;-) Aber diese Liebhaber gibt es auch bei anderen Angelarten, wohin sollten sonst die angebotenen Angelruten und -Rollen gehen, die man in den diversen Katalogen sieht? :-)

"Ja aber die Fliegenfischer reden ja nicht einmal so, dass sie ein Normalsterblicher versteht!.... ".
Zugegeben: da hört man oft Ausdrücke wie: Upstream dry, Wetfly swing, Snake Cast, Sedge, und noch vieles mehr....
Aber das ist halt die Fachsprache, die gibt es auch bei anderen Angelarten: California Rig, Antitangle Lead, etc....

Zurück zum Eingang: ".....Person, die durch ihr Verhalten und/oder ihre Aussagen offensiv Reichtum.....". Nein, mit Reichtum und Snobismus hat Fliegenfischen nichts zu tun. Das war vielleicht zu Zeiten von Ritz und Co der Fall, als man als Normalsterblicher an der Gmundner Traun höchstens Lagelträger sein durfte, aber das ist Geschichte.
Vielmehr sind Fliegenfischer Zeitgenossen, die einer Passion nachgehen, und nicht selten bereit (bzw. gezwungen) sind, dafür kräftig zu sparen.

Ich hoffe, ich konnte durch meinen Beitrag ein wenig den Snobismus vom Fliegenfischer nehmen?
Gruß, DryFly

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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon doublefish » 14.10.2011, 07:52

Hallo DryFly!

Wieder ein sehr schönes fliefi thema!! :la ola:

Obgleich:
weil eine gute Wathose meist sogenannte Strömungsindikatoren im Kniebereich hat
davon habe ich noch nie gehört. Welcher hersteller näht das bitte in seine waders ein? SIMMS nicht, zumindest bei meiner wäre mir das noch nicht aufgefallen.

Ich glaube der grund für diese snobismus aura, die uns umweht, ist das preisniveau auf dem wir uns bewegen (müssen), insbesondere was die fischgewässer betrifft. Mein persönlicher eindruck, den ich ohnehin schon desöfteren kundgetan habe, ist auch dass dies von manchen vereinen so gewollt ist......

LG,
Matt
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon unteresalzach » 14.10.2011, 08:14

Ich sage es so " Fliegenfischen ist keine Art Fische zu fangen sondern eine Lebenseinstellung "! Mit Snobismus hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Ich schwimme auch nicht in Geld und betreibe das Fliegenfischen mit Vorliebe. Natürlich gibt es teure Gewässer, aber auch nicht jeder Autofahrer fährt einen Ferrari. In Salzburg gibt es auch Fliegengewässer wie die Fischach ( 15 .- ) oder auch die Obere Salzach ebenfalls 15,. Euro wo man seinen Sport günstig nachgehen kann. In der Salzach werden sogar vergünstigte Karten für Fliegenfischer ausgegeben um das Fliegenfischen zu fördern. Oder ein gutes beispiel noch in Oö - der ramingbach mit 35 Euro !

Übrigens ein Top Beitrag !! :applaus:

Lg. Peter
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon DryFly » 14.10.2011, 08:19

Servus,
doublefish hat geschrieben:...Obgleich:
weil eine gute Wathose meist sogenannte Strömungsindikatoren im Kniebereich hat
davon habe ich noch nie gehört. Welcher hersteller näht das bitte in seine waders ein? SIMMS nicht, zumindest bei meiner wäre mir das noch nicht aufgefallen.
.....

welche Hersteller das einnähen, weiß ich nicht, da dies in der Regel nicht extra erwähnt wird. Bei meiner "Fishers Motion" sind das Wasserein- und -auslauföffnungen bei den Knieverstärkungen. Speziell in meinen Gewässern war ich schon oft froh darüber.
Gruß, DryFly

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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon Pedro » 14.10.2011, 08:31

Damit auch mal ein Nicht-Fliegenfischer zu Wort kommt:

Mal ehrlich: Die Arroganz, oder nennen wir es ein Gefühl der "Überlegenheit" gibt es zwischen vielen Gruppen. Der Steckrutenfischer gegenüber dem Teleskoprutenfischer, der Karpfenprofi gegenüber dem Futterspiralenfischer, der dropshot- , Texas- und Carolinarigexperte gegenüber dem "Effzettdurchswasserzieher", der releaser gegenüber dem "Sackerlfischer", der Fliegenfischer gegenüber dem Wurmbader,... Die Liste könnte man wahrscheinlich endlos fortführen.
Ich glaube nicht, dass Fliegenfischer arrogant sind. Wovon ich allerdings überzeugt bin: Das Durchschnittseinkommen der Fliegenfischer liegt deutlich über dem Durchschnittseinkommen des Ansitzfischers. Mag schon sein, dass der eine oder andere Fliegenfischer sich seine 1000 Euro-Lizenz vom Mund absparen muss, aber ich bezweifle, dass das die Regel ist.
Ich kenne persönlich drei Fliegenfischer: einer ist Hoteldirektor, einer Besitzer eines großen Installateurbetriebes und der dritte hoher Beamter.
Da kann es natürlich sein, dass ein gewisser Neid aufkommt. Und dann wird mal schnell Arroganz unterstellt. Ich sehe das aber eher als Neidreflex.

Ich denke, es ist so: Man ist kein Snob, weil man fliegenfischt, und 95% der Fliegenfischer sind ganz normale Typen. Aber wenn ein Snob Fischer werden möchte, wird er sich am ehesten dem Fliegenfischen zuwenden.
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon Moetti » 14.10.2011, 08:39

es ist schon so, dass eine Großzahl der Fliegenfischer eher der oberen Einkommensschicht zuzählen ist - was meiner Meinung nach wenig mit "Snob" zu tun hat - dies ist eher eine Charaktereigenschaft ...

als ich vor 2 Jahren meinen Fliefi-Kurs gemacht habe, waren auch einige dabei, die zuvor noch nie einen Fisch gefangen haben aber den Kurs machen wollten, weil es gerade mal "chick" war. Es schien als ob viele ehemalige Golfer nun was neues suchten, da Golf ja mittlerweile schon jeder Proll spielt ...
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon korsikaphil » 14.10.2011, 08:45

Ein Snob ist man nicht, weil man etwas Bestimmtes tut. Erst die Art, wie man es tut, und wie man sich Anderen gegenüber verhält, macht einen im schlechtesten Fall zum Snob.

Als bekennender "Ich-will-Fische-fangen-Angler" tue ich mir mit der "Lebenseinstellung Fliegenfischen" nach wie vor schwer.
Beim Angeln bediene ich mich, ganz unabhängig von der Zielfischart, einer breiten Palette bewährter Methoden, die allesamt auf mein Hauptziel, Fische zu fangen, ausgerichtet sind. Die Ästhetik oder Reinheit der Methode ist bei mir zweitrangig. Ich bin da einfach sehr ergebnisorientiert, und daher ist das Fliegenfischen für mich eine eher ungeeignete Methode. Klar, man kann, wie eben hier im Forum bewiesen, sogar Störe mit einer "foam-fly" im Maiskorndesign fangen, aber da gibts sicher besseres. Auch am Forellenbach fällt mir nur eine Situation ein, in der die Fliege einem Naturköder den Rang abläuft, nämlich das Angeln mit der Trockenen über den Krautfahnen. Nicht, weil die Forellen da keine Würmer nehmen, sondern, weil es eben Situationen am Wasser gibt, in denen nur die Trockenfliege angeboten werden kann. Auch das Angeln auf Äsche mit der Nymphe macht für mich Sinn, einfach, weil ich bis jetzt auf nix anderes eine Äsche gefangen habe.

Zum Snobismus: Den gibt es tatsächlich. Er ist aber kein reines Fliegenfischer-Phänomen, nicht umsonst hat ein User hier den Ausdruck "Karpfen-Prolet" geprägt. Tatsache ist aber, dass ich von keiner "Angel-Gattung" so herablassend behandelt worden wäre, wie von "den Fliegenfischern". Bitte nicht eingeschnappt sein, überall gibts solche und solche, und natürlich gehören zum Zank immer zwei. Nur, wenn sich ein Kollege schon zu fein ist, mein "Petri Heil" zu erwidern, offensichtlich nur aus dem Grund, weil er die Fliege schwingt, und ich eine Matchrute in der Hand halte, dann schmerzt das schon etwas.
Wieviel Geld der für seine Rute hingelegt hat, oder was für Stiefel oder Unterhosen er anhat, ist mir da wurscht, das allein prägt nicht den Snob. Das Verhalten machts!

Leider verbinde ich mit dem Thema "Fliegenfischen" viele solche Erlebnisse. Auch Fangneid zählt dazu, der sich in manchen Fällen schon mal in Beschimpfungen oder gar Drohungen manifestierte, wenn ich meine dritte Forelle kescherte, und der Snob noch immer keine hatte.
Irgendwer schrieb hier mal über die "Drei Phasen im Leben eines Anglers". Wahrscheinlich stecke ich einfach noch in Phase zwei fest ("möglichst viel und möglichst groß"), und muss Phase Drei ("bestimmter Fisch mit bestimmter Methode") erst noch erleben, um zu verstehen, was den Reiz am Fliegenfischen ausmacht.

By the way: Wenn ich in manchen Fliegenfischer-Posts "garschtig" rüberkam, dann tut mir das leid. Seht mich als gebranntes Kind, dem der richtige Zugang zu dem Thema noch verborgen ist. Vielleicht muss ich erst einen Tarpon auf Fliege fangen, damit es "klickt" macht.
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon DryFly » 14.10.2011, 08:53

Servus,
Pedro hat geschrieben:...Ich denke, es ist so: Man ist kein Snob, weil man fliegenfischt, und 95% der Fliegenfischer sind ganz normale Typen. Aber wenn ein Snob Fischer werden möchte, wird er sich am ehesten dem Fliegenfischen zuwenden.

Danke für diese Aussage, denn damit hast du mit Sicherheit den Nagel auf den Kopf getroffen!
Es ist sicher so, dass einige Fliegenfischer ein etwas höheres Einkommen haben, als der Durchschnittsverdiener. Es gibt allerdings auch eine Menge Millionäre, die spinnfischen, oder den Karpfen nachstellen - bloß da interessierts irgendwie keinen ;-)
Ich zum Beispiel spare bereits auf die dritte Million, die anderen beiden wurden leider nix :lol:
Nein im Ernst: ich gehe einem ganz normalen Brotberuf nach, das Fliegenfischen hat sich mit der Zeit einfach so ergeben, und wurde zur Passion bzw. Lebenseinstellung. Ich verzichte dafür auf andere Dinge (Motorrad, Sportwagen, Bordell 8) ), ...
Gruß, DryFly

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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon DryFly » 14.10.2011, 08:59

Servus,
korsikaphil hat geschrieben:....By the way: Wenn ich in manchen Fliegenfischer-Posts "garschtig" rüberkam, dann tut mir das leid. Seht mich als gebranntes Kind, dem der richtige Zugang zu dem Thema noch verborgen ist.

kein Problem :-)
Vielleicht muss ich erst einen Tarpon auf Fliege fangen, damit es "klickt" macht.

Nein, lieber Korsikaphil, da bist du im Irrtum. Nicht der Tarpon bringt dich zur Fliege, sondern die erste wildgewachsene Bachforelle - die darf ruhig ein Zwerg um die 25 cm sein) - in einem kleinen, aber feinen Forellenbach mit der Trockenen gefangen. Die mein Freund, ist der Überträger des Fliegenfischervirus - nicht der Tarpon, den jeder Millionär fangen kann.
Gruß, DryFly

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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon chrisi1989 » 14.10.2011, 09:02

Das stimmt allerdings ! Genau so eine Bafo war auch bei mir der Überträger !
Auch wenn ich mich noch sehr sehr gern der Donau und ihren Bewohnern zuwende

Für mich hat sowohl ein kleiner Bach bis hin zum großen Fluss einfach seine eigene Faszination die er auf mich ausübt !
Sei es vom Flifi auf die Forellen im Bach bis zu den Wallern im Fluss
LG & Tight Lines Chris
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon doublefish » 14.10.2011, 09:37

verstehen, was den Reiz am Fliegenfischen ausmacht


Hi!

Also meine definition ist wie folgt: das fliegenfischen ist durch das zusammenspiel von bewegungsablauf und dem "bewegen" durch das gewässer, dem genauen beobachten und "lesen" des gewässers/der fische, eine sehr, sehr harmonische sache. Ein gesamtheitliches erlebnis für körper und geist, irgendwie beinahe meditativ. Man kann sich komplett auf eine sache fokussieren und, auch wenn das komisch klingen mag, seine mitte finden (parallelen zu "am ende fließt alles zusammen und aus der mitte entspringt ein fluss" sind an dieser stelle gewünscht, denn das bringt es, auch in der deutschen übersetzung, auf den punkt). Vielleicht ist es gerade auch diese "aura" die das fliegenfischen für andere fischer manchmal abgehoben oder irgendwie "sonderbar" erscheinen lässt....... :?:

Ein Snob ist man nicht, weil man etwas Bestimmtes tut. Erst die Art, wie man es tut, und wie man sich Anderen gegenüber verhält, macht einen im schlechtesten Fall zum Sno


Ich würde diese vollkommen richtige aussage sogar noch erweitern um die beweggründe, warum man etwas tut/tun will. Wenn es nur darum geht weil "man" das halt macht bzw. um herumzuprotzen....

LG,
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon korsikaphil » 14.10.2011, 09:56

[quote="DryFly"]Es gibt allerdings auch eine Menge Millionäre, die spinnfischen, oder den Karpfen nachstellen - bloß da interessierts irgendwie keinen ;-)
quote]

Karpfenmillionär kenn ich nur einen, John Terry, Kapitän bei FC Chelsea.
Allerdings ist der auch Werbeträger bei Fox :roll:

Reich sein allein reicht noch nicht zum Snob. Ich bin ein armer Schlucker, zieh mich aber sicher snobistischer an als andere, meiner Frau seis gedankt.
In der werten Verwandtschaft gibts dagegen ein paar Schwerreiche, und außer Segeln haben die nix snobbisches an sich.

Wer reich ist, braucht sich dafür auch nicht zu schämen. Gibt auch wesentlich allgemeinnützigere Hobbies als Golf oder Bräurup.
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon DryFly » 14.10.2011, 10:09

Servus,
korsikaphil hat geschrieben:
DryFly hat geschrieben:Es gibt allerdings auch eine Menge Millionäre, die spinnfischen, oder den Karpfen nachstellen - bloß da interessierts irgendwie keinen ;-)

Reich sein allein reicht noch nicht zum Snob. Ich bin ein armer Schlucker, zieh mich aber sicher snobistischer an als andere, meiner Frau seis gedankt.
...
Wer reich ist, braucht sich dafür auch nicht zu schämen. Gibt auch wesentlich allgemeinnützigere Hobbies als Golf oder Bräurup.

eine Menge Kohle zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass man auch reich ist!
Eine der besten Definitionen von Reichtum, die ich kenne:
"Reichtum bedeutet nicht, mehr zu besitzen als man braucht, sondern weniger zu brauchen, als man besitzt""

In diesem Sinne "always tight lines" (das kann man wenigstens für alle Angelarten anwenden) :-)
Gruß, DryFly

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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon ubik » 14.10.2011, 10:09

Pedro hat geschrieben:Damit auch mal ein Nicht-Fliegenfischer zu Wort kommt:

Mal ehrlich: Die Arroganz, oder nennen wir es ein Gefühl der "Überlegenheit" gibt es zwischen vielen Gruppen. Der Steckrutenfischer gegenüber dem Teleskoprutenfischer, der Karpfenprofi gegenüber dem Futterspiralenfischer, der dropshot- , Texas- und Carolinarigexperte gegenüber dem "Effzettdurchswasserzieher", der releaser gegenüber dem "Sackerlfischer", der Fliegenfischer gegenüber dem Wurmbader,... Die Liste könnte man wahrscheinlich endlos fortführen.
Ich glaube nicht, dass Fliegenfischer arrogant sind. Wovon ich allerdings überzeugt bin: Das Durchschnittseinkommen der Fliegenfischer liegt deutlich über dem Durchschnittseinkommen des Ansitzfischers. Mag schon sein, dass der eine oder andere Fliegenfischer sich seine 1000 Euro-Lizenz vom Mund absparen muss, aber ich bezweifle, dass das die Regel ist.
Ich kenne persönlich drei Fliegenfischer: einer ist Hoteldirektor, einer Besitzer eines großen Installateurbetriebes und der dritte hoher Beamter.
Da kann es natürlich sein, dass ein gewisser Neid aufkommt. Und dann wird mal schnell Arroganz unterstellt. Ich sehe das aber eher als Neidreflex.

Ich denke, es ist so: Man ist kein Snob, weil man fliegenfischt, und 95% der Fliegenfischer sind ganz normale Typen. Aber wenn ein Snob Fischer werden möchte, wird er sich am ehesten dem Fliegenfischen zuwenden.


Sehr feine Gedankengänge sind das. Ich denke das bringt es auf den Punkt.
“There are two major products that come out of Berkeley: LSD and UNIX. We don’t believe this to be a coincidence.” – Jeremy S. Anderson
www.fv-wienerwald.at
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Re: Fliegenfischer sind Snobs...

Beitragvon doublefish » 14.10.2011, 10:11

Wer reich ist, braucht sich dafür auch nicht zu schämen


Dem möchte ich widersprechen: sehr oft kommt dieser reichtum ja nicht durch "ehrliche" arbeit/auf legalem wege zustande oder durch ethisch höchst zweifelhafte machenschaften......

Matt
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