Also ein guter wurfkurs ist nie verkehrt, denn wie heist es so schön: das werfen soll man vorher über anstatt direkt beim fischen....
Aber so streng darf man es auch wieder nicht nehmen denn viele dinge lernt man erst beim fischen selber bzw. kann dann einiges selber ausprobieren/abwandeln/verfeinern. Wichtig ist meiner meinung nach dass so ein kurs nicht zu dogmatisch ist bzw. dass das, was der trainer vermitteln will, nicht dargestellt wird wie die einzige wahre wahrheit und alternativen als teufelswerk abgetan werden. Bei mir war das so mit der griffhaltung: in dem kurs, den ich besucht habe, war der zeigefingergriff angesagt. Mir hat der nie gefallen weil es unbequem ist und vor allem mit schwereren (einhand)ruten nicht mehr machbar ist (meiner meinung nach) und so habe ich schon relativ kurz danach umgestellt auf den anglo-amerikanischen griff, d.h. daumen oben.
Eine gute basis (z.b.: halbwegs funktionierender überkopfwurf, rollwurf, menden) hilft hier natürlich schon und verringert deutlich die wahrscheinlichkeit dauernd/oft schneider heimzufahren und so längefristig die lust am fliegenfischen zu verlieren...
Wirklich "gut" wirst du aber nur dann werden wenn du viel/oft am wasser bist und zusätzlich zu den erlernten grundlagen deine erfahrungen machst.
LG,
Matt
"To him, all good things, trout as well as eternal salvation, come by grace and grace comes by art and art does not come easy." -Norman Maclean, A River Runs Through It, 1976