Hallo !
Auf diesem Weg möchte ich einmal etwas über Reiseberichte loswerden.
Keine Ahnung wie diese Reise- und Fischereiberichte entstehen, aber ich glaube hier lassen sich die "Berichterstatter" einfach einen Bären aufbinden. Es wird kurz in einem Gewässer, meistens mit Guide gefischt und wenn nichts geht, war es halt ein schlechter Tag und später werden ganz tolle Berichte über angebliche "Superfänge" gemacht.
Warum ich das weiß! Ich habe in der Kupa in Kroatien und in der Soca in Slowenien gefischt. Bei der Kupa verschlägt es einem die Sprache so schön ist es dort, aber wenn man bis am Grund sieht und auf mehreren Kilometern kein Fisch - was soll man machen.
Deswegen wurden wir auch immer von unserem Guide, welcher unglaubliche Geschichten auf Lager hatte in die Kupica geleitet. Dort fingen wir jede Menge. Aber wenn jede Forelle verstümmelte Bauchflossen hat stimmt wohl etwas nicht - oder ?
In der Soca, welche wir im September befischten, war es mit den Fischen besser, aber es ist eines der schwierigsten, aber auch schönsten Gewässer die ich kenne. Aber auch hier fehlen die Fische für die größe des Gewässers. Trotz Insektenflug und herrlichem Tag stieg keine einzige, dass gibt zu denken. Weiters waren wir zufällig anwesend wie gerade "besetzt" wurde. Keine kleinen Fische - alle ab 40 cm aufwärts. Die Fische wurden in der Strömung ausgesetzt und da sie so erschöpft waren, kamen sie gleich wieder an das Ufer in seichtes, ruhiges Wasser. Diese offensichtlich erfahrenen "Besetzer" nahmen nun die Forellen und warfen sie ca. 5-8 Meter in die starke Strömung hinaus. Ein Schauspiel, welches jeden Fischer weh tun muss. Dieses "fliegen lernen" wurde mehrmals wiederholt. Daher kann ich nur sage, dass hier nur für Fischer-Touristen und viel Geld besetzt wird. Keine Rücksicht auf die Natur und die Kreatur. Also so viel zu Reiseberichten. Wir blieben nur einen Tag und haben uns von gutem Essen, schöner Natur und wenig Fischen verabschiedet. Übrigens waren wir auch im Frühjahr an der Soca - das gleiche Bild, keine kleinen Fische und damit kaum natürlicher Bestand.
Thomas






