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Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Alles übers Karpfenfischen

Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon xxgonzoxx » 02.05.2011, 19:54

Hallo!

Bisher war ich eigrntlich immer von meiner fix-Bleib montage überzeugt! Aber ich lass mich leicht beeinflussen und gleich 2 Freunde haben mir jetz gesagt das lauf-Blei besser ist. Die Gründe hab ich jetzt gerade vergessen! :) Was haltet ihr von der Sache? :D

MfG
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon buggi » 02.05.2011, 19:59

Auf größere Distanz definitiv ein Fixblei aber sonst kann man natürlich ein Laufblei verwenden, tu ich auch. Nachteil, man muss halt neben der Rute sein wenn einer beißt.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon thomasfischt » 02.05.2011, 20:24

Genau, es kommt drauf an wie und wo du fischen willst.

Die beiden Methoden sind halt nicht miteiander zu vergleichen, aber beide gut :-)

Und lass dich nicht von anderen Anglermeinungen so irritieren. Jeder redet was anderes :-) Probier es aus und fische so wie du fängst.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Lupus » 03.05.2011, 05:49

Hallo Freunde!
Ich kann nur immer wieder sagen:
Festblei und alles was dazugehört ist für diejenigen, die wirklich selektiv auf Großkarpfen fischen wollen, und zwar unter Vorraussetzungen, wo man eben auch einmal ganze Tage und Nächte ohne Biss auskommen muß, weil der Zielfisch eben aufgrund der Schwierigkeit des Gewässers und auch der eigenen schweren Fangbarkeit die Konzentration vermissen ließe, die man braucht bei einem Laufblei, wo man ständig den Bissanzeiger beobachtet.
Festblei bewusst auf kleine und mittlere Karpfen einzusetzen halte ich für einen Blödsinn (außer die Entfernung läßt keine andere Methode zu). Ein Greuel sind mir Angler, die kaum werfen , anschlagen oder präsentieren können, die Basismethoden nicht beherrschen aber gleich mit Festblei daherkommen.
Daher sollten gängige Methoden mit ständiger Bissbeobachtung und wo der gehakte Fisch vom richtigen Anschlag abhängt, zur Pflicht gehören, während dann die Festbleimethoden sozusagen die „Kür“ sind für den, der die Basisetappen schon durchlaufen ist.
Deshalb nochmals: Für das was einige Parvenues so billig als „Satzkarpfen“ „Satzler“ bezeichnen, bitte nach Möglichkeit Laufblei, oder laufende leichte Futterspirale oder Futterkörbchen, oder am unterhaltsamsten wenn windstill und nahe beim Ufer: Schwimmer.
Und für die Dicken Brummer in den ganz schwierigen Gewässern, mit wirklichem Einsatz und Spezialistentum dann die Festbleimethode.
Gruß. Lupus
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Redmire Pool » 03.05.2011, 06:49

buggi hat geschrieben:Auf größere Distanz definitiv ein Fixblei aber sonst kann man natürlich ein Laufblei verwenden, tu ich auch. Nachteil, man muss halt neben der Rute sein wenn einer beißt.

Hi, ich fische fast nur Fixblei und bin meist neben den Ruten - Fixblei heisst ja nicht, dass man kilometerweit neben den Ruten rumturnen kann!

Seh es im Übrigen so wie Lupus!
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Lupus » 03.05.2011, 07:57

Hallo!
Genau an den Wilfried und ein paar andere, die sich wirklich a bissl mehr mit der Materie Großkarpfen auseinandergesetzt haben, habe ich ja auch gedacht bei den Zeilen, die ich schrieb.
Natürlich heißt Festblei nicht automatisch weite Entfernung, sondern bezieht sich dann auch an schmäleren Gewässern auf das gezielte Befischen von zweistelligen Kalibern.
Aber genau so ist es: Wilfried hat erst jahrelang mit herkömmlichen Methoden gefischt, bis er sich ganz speziell auf Großkarpfen eingestellt hat.
Es wäre jammerschade, die sicher auch schönen Durchschnittskarpfen, über die sich der Durchschnitts-Freizeitangler freut, mit schweren Granaten zu befischen.
Gruß. Lupus
P.S.: Natürlich ist man auch mit der Festbleimontage vor kleineren Karpfen nicht gefeit, aber das Ziel ist eben ein anderes.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon buggi » 03.05.2011, 12:55

Redmire Pool hat geschrieben:
buggi hat geschrieben:Auf größere Distanz definitiv ein Fixblei aber sonst kann man natürlich ein Laufblei verwenden, tu ich auch. Nachteil, man muss halt neben der Rute sein wenn einer beißt.

Hi, ich fische fast nur Fixblei und bin meist neben den Ruten - Fixblei heisst ja nicht, dass man kilometerweit neben den Ruten rumturnen kann!

Seh es im Übrigen so wie Lupus!


Ja ich mein halt man sollte die Rute imme rim AUge behalten bei einem laufblei, damit man sofort anschlagen kann.
Beim Fixblei ists halb so wild wenn man mal kurz unkonzentriert ist :P
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon koppenkitzler » 03.05.2011, 14:20

Hallo!

Laufblei,Feststellblei hin und her,es gibt eine nicht elegante,aber effiziente Alternative:

Ich erwähne jetzt eine einfache aber gute Methode für ruhige,aber kleinere Gewässer und Teig als Köder.
Auch weil hier fast nur mehr über die Boiliefischerei diskutiert wird und die konventionellen Köder fast untergehen.
So habe ich sehr oft geangelt und sehr,sehr viele Karpfen gefangen.
Erst im Vorjahr war ich an einem großen Privatteich(mitten im Wald,2 Hektar) mit sehr wenig Befischungsdruck und sehr gutem Altkarpfenbestand und habe drei oder 4 zweistellige(!)Karpfen auf diese Art gefangen.
Ein Boiliefischer eine Woche später ging leer aus..........

Die Methode eignet sich sehr gut für kleinere Teiche mit wenig Unterwasserhindernissen:
Einfach grösserer Haken(z.B.2er) auf die Hauptschnur und großen ovalen Teigköder raufkneten.
Die Ködergröße kann man je nach Jahreszeit und Beißlust zwischen taubeneigroß bis kleinhühnereigroß wählen.Der Teig sollte weich sein,damit der Anschlag gut durchkommt.
Der Köder ist hier gleichzeitig das Gewicht und die Sache eignet sich hervorragend für die ufernahe Fischerei.Der Vorteil liegt darin,dass man hervorragend mit der OFFENEN Spule fischen kann und so auch Zeit mit dem Anschlag hat,deswegen dieser Beitrag zur obigen Diskussion.
Der Nachteil ist,dass diese Methode eigentlich nur für Teichkarpfen(da aber gut)geeignet ist und eher nicht so gut für Wildfische an den großen Seen(wie Ossiachersee).
Ein weiterer Nachteil sind sogenannte "Schnurfahrer",wenn Fische in die offene Schnur schwimmen.....
Dr.Polsi wird mich hiermit wahrscheinlich köpfen oder zumindest schwer die Nase rümpfend meinen,ich sollte mich mehr um Raubfische oder das Fliegenfischen kümmern.

Die Methode ist aber von mir jahrzehntelang "erprobt",absolut minimalistisch und für die Teichfischerei noch immer hervorragend geeignet.
Wenn heute der Regen nachlässt,wird es mich an den erwähnten Teich ziehen,ich werde also eine der bekannten "(Super-)Kurzsessions" nach Art von Polsi machen und ich werde so fischen wie ich es beschrieben habe...

L.G.Bernhard
Zuletzt geändert von koppenkitzler am 03.05.2011, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Lupus » 03.05.2011, 14:41

Hallo Koppenkitzler!
Diese klassische Methode war für mich ein Muß zu den Zeiten, als ich ganz kribbelig auf Karpfen war und dafür auch die noch in den Kinderschuhen steckende Fliegenfischerei auf Jahrzehnte verbannte (heute fische ich immer noch gern auf Karpfen, aber eben nicht nur, und auch die Fliegenfischerei hat ihren fixen Platz seit 6 Jahren).
Es wäre fast ein "Sakrileg" gewesen, anders als die alten Meister wie Richard Walker oder Fred Taylor zu fischen. Eine Hardy Carp war Pflicht, nein gleich zwei identische mußten es sein, und einzige Beschwerung war die Teigkugel oder die ganze Kartoffel.
In Teichen fischte ich nicht, sondern in größeren Donau-Ausständen wie Stürzlwasser (nicht mehr existent da jetzt dort die Neue Donau ist), und im Urlaub in Jugoslawien (so hieß es damals auch in Slowenien: Bledsee ).
Die Renner damals beim offenen Bügel waren nicht mit manchen Teichkarpfen von heute zu vergleichen, so schoß das Silberpapierl in die Höhe und floh die Schnur von der Spule.
Der einzige Nachteil war doch manchmal, dass man eben doch wenig Spannung drauf hatte und vor allem bei Dunkelheit nicht ahnen konnte, in welche Richtung der Fisch losgeschossen ist. Das gab schon auch Fehlbisse, weil man auf kurze Entfernung eben schlecht anschlägt, wenn man nicht weiß, ob die Schnur geradeaus oder rechts oder links ausläuft. Da ist es mir heute schon lieber, mit kurzem Vorfach und leichtem Laufblei auf Seitenarm (kleines Antitangle) zu fischen, oder mit der "Wurzn" (Futterspirale) oder eben mit "Küü". Das natürlich mit Zielrichtung Durchschnittskarpfen.
Gruß. Lupus
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Bär_1988 » 03.05.2011, 14:42

Hallo!

Habe sehr lange fixblei gefischt, bin dann aber auf laufblei umgestiegen.

Nach einer Zeit war mir das zu Konzentrationsraubend immer neben der angel zu sitzen und warten bis der bissanzeiger ausflippt ;))

Es ist meiner meinung nach aber besser, da der fisch keinen bzw weniger wiederstand bemerkt als beim fixblei udn die chancen auf kapitale Fänge erhöhen sich.

Ich habe mir folgendes überlegt: Laufblei und (jetz kommts) einem Stopper zu fischen. habe das (mental) so ,,gebaut", dass wenn der Fisch kommt....den Boile etc nimmt....frisst und dann wegschwimmt, und ich zb nicht da bin, das der stopper meine arbeit erledigt in dem er (wenn das Blei bei ihm angekommen ist) ruckarig stoppt und der Fisch sich dann verhackt....die Idee ist meiner meineung nach nicht schlecht aber habs noch niht so wirklich ausprobiert.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon koppenkitzler » 03.05.2011, 14:56

Servus Lupus!

Da gebe ich Dir absolut recht mit der unklaren Richtung,die der Karpf einschlägt.Ich warte immer nach dem Bügelschluß eine Sekunde und schlage dann an.
Daß man so viele Fehlanschläge hat ist klar,man hat an Teichen aber auch mehr Bisse,da der Teigklumpen auch eine gewisse Lockwirkung hat.
Es ist eine eigentlich eine überholte Methode,welche aber bei Minimalisten(wie mir),die nur mehr zwischendurch Karpfenfischen gehen,immer noch immer recht beliebt ist.
Ich habe zum Karpfenangeln zwei Ruten mit,einen Hakenlöser,ein Maßband,einen Kübel mit Teig und einen großen Kescher.So wenig hab ich beim Karpfenfischen(am Teich)mit!!
Weil sich immer alle über das Utensilienschleppen beklagen..........
Sollte ich heuer eine echte Boiliefischerei starten sieht das equipment natürlich anders aus.......

Anbei ein 92 cm langer Flußschuppenkarpfen aus der Mur,den ich nach "besserer" Vorbereitung gefangen habe.
Diese Flußkarpfen sind wahre Kämpfer und schwer zu fangen.......

Bild

Liebe Grüße Bernhard vulgo Koppenkitzler
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Lupus » 03.05.2011, 15:07

Ja, Bernhard, den wuchtigen Göbn habe ich schon anderweitig bewundert.
Ich bin auch eher Minimalist beim Karpfenfischen. Aber meinen alten Fischerrucksack und mein neues bequemes Stockerl muß ich auch dabei haben, und ich fische immer nur mit einer Rute, am liebsten sitze ich in einer Schilflücke an einem idyllischen Platz im Morgengrauen und schau auf den "Küü" oder auf´s Ringerl.
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Redmire Pool » 03.05.2011, 15:07

@koppenkitzler

Auch eine Gitarre könnte man nicht schöner halten - Petri Heil!
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Lupus » 03.05.2011, 15:11

Ja, Wilfried, sieht irgendwie musisch aus. Guter Vergleich: Realismus und Romantik der Fischerei.....
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Re: Fix-Blei oder Lauf-Blei?

Beitragvon Polsi » 03.05.2011, 22:37

koppenkitzler hat geschrieben:Dr.Polsi wird mich hiermit wahrscheinlich köpfen oder zumindest schwer die Nase rümpfend meinen,ich sollte mich mehr um Raubfische oder das Fliegenfischen kümmern.


Ganz im Gegenteil, ich finde diese Methode sehr reizvoll und old-schoolig! Solange du nicht Drillinge dafür benutzt, wie einige Kandidaten hierzulande...

Aus welchem Jahr ist denn die Mur-Gitarre?
May you build a ladder to the stars and climb on every rung, may you stay forever young.

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