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Fischen in Mailand

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Fischen in Mailand

Beitragvon Kaindlau » 16.02.2009, 10:15

Servus

Am Wochenende konnte ich in Mailand bei Rot an einer Kreuzung zufällig einen kleinen Teich erblicken, an dem mindestens ~ 80 Fischer ihre langen Stippruten schwangen. :?
Neugierig geworden schaute ich unter der Woche noch einmal vorbei, aber da traff ich nur einen Fischer beim Training. :)
Ich konnte in Erfahrung bringen, das fast jedes WE auf diese Art gefischt wird, und sich dann in den überlangen Setzkescher einige Kilos kleiner Fische befinden (Lauberlart), die dann frittiert gegessen werden.
Diese Art des Fischens scheint eine Domäne der Italiener zu sein, ich kann mich noch an eine Fahrt von Mailand nach Genua erinnern, die mich bei Pavia über denn „Po“ führte, und natürlich musste ich den Fluss einen Besuch abstatten. Und wem traff ich am Ufer an, zwei Italiener die mit ihren (gibt es 16m) Stippruten hantierten.
Ich kann mich heute noch an ihre entsetzten Blicke erinnern, als ich sie mit Hilfe eines Welsfotos fragte, ob dieser Fisch hier gefangen werden kann.
So wie überhaupt fast jeder Einheimische mit einem „Porca miseria“ und „o Dio“ antwortet,dem ich erzähle am „Po“ fischen zu wollen. :mrgreen:

Ciao Amici aus Enns
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Re: Fischen in Mailand

Beitragvon Lupus » 16.02.2009, 10:37

Hallo Kaindlau!
Nun, wie überall gibt es auch in Italien Anhänger der sehr feinen Fischerei und dann wohl solche, die eher für das Gröbere zuständig sind.
Verallgemeinerungen sind natürlich nie gut, weil man eine Fischernation nicht über den Kamm scheren sollte, aber Tatsache ist schon, dass die feine Stippfischerei oder auch mit Rolle (Bolonese) in Italien ganz große Tradition hat. Man denke nur an die verschiedenen Marken wie Trabucco und Tubertini, was ultralange Stippruten, extrem sensible Posen und so weiter betrifft. Natürlich auch Anfütterungsmaterial. Ich selbe fische gerne mit einem Alborella-Mix von Trabucco.
Die kleine Laubenart, die Du beschreibst ist die Alborella, eine nahe Verwandte der Laube, welche südlich des Alpenhauptkammes vorkommt, wie überhaupt einige Süsswasserfischarten Italiens ortsspezifisch sind, so etwa auch die kleinere Nasenart "Lasca" bei uns "Lau" genannt und wenn überhaupt, nur sehr vereinzelt vorkommend oder durch Verbauung (Inn) ausgestorben.
Jedenfalls ist speziell Norditalien eine Domäne für raffinierte Methoden der feinen Fischerei, die teilweise dort sogar erfunden wurde. Auch die Sbirolino-Fischerei gehört dazu.
Gruß. Lupus
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Re: Fischen in Mailand

Beitragvon Elmike » 16.02.2009, 12:05

Gibts eigentlich die Marke 'Milo' noch?
Balsaholzschwimmer von Milo waren als Kind für mich das Non Plus Ultra zum ufernahen Matchfischen, und zum Geburtstag hab ich eines Tages sogar eine Matchrolle von Milo bekommen, war damals der pure Luxus für mich :wink:
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