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Fische zurücksetzen Verboten in Deutschland

Gesetze, Vorschriften und Gebote die das Angeln betreffen

Beitragvon Integra » 29.08.2005, 09:25

@ köfi

Bei Lauben weiss ich das es so gut wie nicht klappt, bei Rotaugen und Barschen funzt es bei mir eigentlich gut. Die Voraussetzungen dafür sind ein mind. 5m Setzkescher wenn möglich ein englischer die haben ein Netz wie ein Karpfensack und die Rotaugen reiben sich darin keine Schuppen ab. Ausserdem kann man das untere Teil ab machen und die Fische können schonendst in den Kübel der mindestens 50l fassen sollte zum Transport umgefüllt werden. Für genügend Sauerstoff während des Transportes sollte gesorgt sein und der Tranport sollte unter diesen Umständen nicht länger als ne 1/2 Stunde dauern. Der Schlauch des Sauerstoffgerätes sollte am Boden der Tonne liegen :wink:
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Beitragvon Köfi » 29.08.2005, 09:56

@ integra, Ich bin überzeugt, dass die meisten unserer Kollegen möglichst schonend und artgerecht mit Köfis umgehen. Ich bilde mir halt ein, dass meine Köfis auch mehrere Jahre bei mir leben sollen und versuche für geeignete Arten biotopähnliche Bedingungen zu schaffen.

Einmal im Jahr fahren einige Kollegen Ende September zu einem "Räuberevent". Ich war voriges Jahr erstmalig dabei. Tage vorher wurden ca. 70 Rotaugen und - federn in einen Käfig im Teich eingesperrt. Am morgen der Abreise füllten wir die Überlebenden (ca.60) in ein Fass mit Sauerstoffpumpe und ab gings. Beim Fischen verwendeten wir die "Schwächsten" zuerst. Am Abend hatten wir dann noch ca. 20 und übernächtigten sie in den Köfikäfigen im Teichzubringer. Am Morgen des nächsten Tages lebten gerade noch fünf. Damals hatte ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, aber waidmännisch waren wir sicher nicht unterwegs. :oops:
LG Fritz
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Beitragvon Integra » 29.08.2005, 10:03

So wie du es hier jetzt beschreibst hast du wohl recht, das war alles andere als Waidmänisch.
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Beitragvon MadMaxl » 29.08.2005, 13:04

Also das soll mir einer vorschreiben, ob ich den Fisch zurücksetzen darf oder nicht.
De spinnan jo de Piefke!

mfg Maxl
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Beitragvon Gast » 29.08.2005, 13:39

MadMaxl hat geschrieben:Also das soll mir einer vorschreiben, ob ich den Fisch zurücksetzen darf oder nicht.
De spinnan jo de Piefke!

mfg Maxl


Anders herum wird aber auch ein Schuh daraus!

Als Gewässereigentümer schreibe ich Dir vor, was ich möchte. Es wird ja keiner gezwungen, hier zu fischen. Womit wir wieder bei den mindestens zwei Seiten der Sache wären...! :wink:
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Beitragvon MadMaxl » 29.08.2005, 13:45

Was macht dann jemand, der das Pech hat einen 2m Waller zu fangen?
Ins Rucksackerl kaunst des Fischerl jo net wirklich leicht einistopfn? :lol:
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Beitragvon Gast » 29.08.2005, 14:04

Wenn Du meinen etwas längeren Beitrag gelesen hättest, dann würdest Du Dir diese Frage selbst beantworten können. Es ist explicit die Rede von einer sinnvollen Verwertung. Nirgends, absolut nirgends steht etwas von einer kategorischen Totschlagspflicht!

Bei einem 2 m Waller also ein Leichtes, die als nicht mehr durchführbar anzusehen und den Fisch also mit Fug und Recht zu releasen.
Gast
 

Beitragvon MadMaxl » 29.08.2005, 14:09

Vielleicht irre ich mich auch, glaube jedoch in einem anderen Forum gelesen zu haben, dass in einigen Flüssen (bin mir nicht sicher glaube aber Rhein, Main und noch andere), zumindest Waller auf keinen Fall zurückgesetzt werden dürfen.
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Beitragvon Flex » 29.08.2005, 14:15

So wie bei dem Privatteich meines Onkels, wo jahrelang nicht auf Wels gefischt werden durfte und nun ist das Gewässer von Welsen "verseucht"!
Rechtschreibfehler jeder Art sind beabsichtigt und dienen zur allgemeinen Belustigung ;-)
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Beitragvon Gast » 29.08.2005, 18:30

MadMaxl hat geschrieben:Vielleicht irre ich mich auch, glaube jedoch in einem anderen Forum gelesen zu haben, dass in einigen Flüssen (bin mir nicht sicher glaube aber Rhein, Main und noch andere), zumindest Waller auf keinen Fall zurückgesetzt werden dürfen.


Solche Gewässer gibt es leider sehr viele, wo verschiedene Fischarten entnommen werden müssen. Hier kommt dann wieder die Verpflichtung zur Hege mit ins Spiel. Bei einem warum auch immer zu Stande gekommenen Überbestand einer Art, meistens sind es Weißfische und immer öfter Waller, muss leider auf eine strikte Entnahme gedrungen werden. Zum Wohle des Gewässers.

Aber gerade das habe ich ja auch bereits beschrieben. Das Töten eines Fisches ist bisweilen ein unabdingbarer Bestandteil der Fischerei.

An einem solchen Gewässer mit kategorischer Wels-Entnahmepflicht bleiben dem Angler immer noch zwei Möglichkeiten. Entweder er fängt und verwertet, oder er unterlässt das Wallerfischen, weil er nicht verwerten möchte. Ein Waller der außer der Reihe mit Zander- oder Aalgerät gelandet werden kann, der hat auch durchaus eine hohe Speisfischqualität.
Zweimeterfische werden sich bei o.g. Gerätezusammenstellung ohnehin einer entsprechenden Fragestellung entziehen.
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Beitragvon Elmike » 29.08.2005, 19:00

Ich kann mir nicht helfen, aber gerade beim Wels gibt's auch des öfteren
zweifelhaftere Motive wenn auf eine Mitnahmepflicht gedrängt wird.

Zum Beispiel an unserem Parkteich gleich um die Ecke. Hier wird dem
(ohnehin geringen) Walleraufkommen die Schuld am Verschwinden der
Schleien oder Karauschen gegeben.

Auf die Idee, dass die UrsacheBrachsenbestand im viel zu starkem Karpfenbesatz liegen
könnte, oder die Sache vielleicht gar mit dem gigantischen Brachsenbestand
zusammenhängen könnte ist dort keiner gekommen. Ein ordentlicher
Welsbestand würde dort wohl eher den Weißfischbestand im angemessenen Maße
reduzieren, vielleicht sogar die Karpfen vor der vollständigen Verbuttung
bewahren.


Ich habe den Eindruck das der Waller oftmals als Sündenbock für eine
schlecht geführte Gewässerbewirtschaftung herhalten muß.
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Beitragvon Fritz France » 29.08.2005, 19:03

Ich glaube die beste Moeglichkeit scheint mir wie hier das es gewisse Fischarten gibt die nicht zuruegestzt werden duerfen wie Katzenwels und Sonnenbarsch die in einiegen Gewaessen unter der Fischbrut argen Schaden anrichten und andereseits spezielle Pacourse no kill wie fuer Forellen eigerichtet wurden es verboten ist Fische zu entnehmen. Und in den oeffentlichen Gewessern jedem Fischer selbst ueberlassen ist ob er jetzt einen Fisch zuruecksetzt oder nicht . Dadurch eruebrigt sich eine solch Diskussion.

Gruesse Fritz France:
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Beitragvon Gast » 29.08.2005, 19:08

Womit wir bei dem Punkt Aufklärung und angepasster Gewässerbewirtschaftung angelangt wären.

Was haben Waller in einem Parkteich verloren?
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Beitragvon Elmike » 29.08.2005, 19:30

Nun ich hab den Teich als Kind öfters befischt, und die waren schon damals,
vor 18 Jahren vorhanden. Damals gab's aber auch noch Schleien, und das
Karpfenangeln war eine Herausforderung.

Das Welse in einem derartigen Gewässer nix verloren haben mag eine
Sache sein (obwohl, 2.5ha, da gibt's wesentlich kleinere Wallerlacken...)
Das dieselben aber eben nicht am Niedergang des Teich's verantwortlich sind,
ist eine andere.
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