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Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

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Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon shimano12000 » 20.02.2011, 15:40

Petri heil!!!
habe heute die dvd der neuesten fisch und fang ausgabe angesehen und bin auf einen interessanten beitrag über die ortung von fischen mit hilfe eines richtmikrofons gestossen. meine frage wäre ob von euch schon jemand erfahrungen mit dieser methode hat. verspreche mir sehr viel von dieser methode weil man: erstens fische orten kann; zweitens die fischart bestimmen kann; drittens die grösse der fische bestimmen kann; und viertens man damit feststellen kann ob die fisch aktiv sind.
Sehe darin viele vorteile gegenüber der echolotortung.


mfg
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon Kaindlau » 21.02.2011, 00:02

Servus @shimano12000

:155: Also ich kann mir nicht vorstellen das es jemanden gibt der darüber berichten kann, oder muss ich mich in Zukunft an Fischer mit Kopfhörer gewöhnen. :lol:

Petri aus Enns
"Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umdreht, könntet ihr´s verpassen"
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon Oldman » 21.02.2011, 15:46

Hallo!
von fischen mit hilfe eines richtmikrofons gestossen.


Laß uns nicht dumm sterben :D :D

Welche Geräusche unter Wasser machen denn die Fische??????
Geben sie etwas Signale ab wie z.B.Wale oder Delphine??????
Oder an den unterschiedlichem Fischpuupen Bild :D :D :D :D

Gruß Oldman
wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen ist,
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon Lupus » 21.02.2011, 17:38

Also was für Geräusche die Fische u n t e r Wasser machen, ist für mich zumindest belanglos.
Aber ich kann schon einige Fischarten an Geräuschen, die sie beim Fressen/Rauben etc. an der Oberfläche machen, identifizieren.
Recht witzig ist das "busserl" von der Äsche, das macht richtig manchmal "schmatz". Und wenn ich nicht gerade hinsehe, und ein Karpfen schlägt an der Oberfläche, ist das auch unverkennbar, ebenso habe ich schon erlebt, dass Hechte richtig die Kiefer wie Fangeisen zusammenklappen, "fffffzzzz" macht das dann.
Seltsam ist es auch, wenn in manchen lauen Nächten Aale von der Oberfläche Fischbrut nehmen und das macht dann ein markantes "Schmatz schmatz". Da Aale aber seit langer Zeit nicht mehr bei uns besetzt werden, ist das bei uns schon ein selteneres Geräusch.
Nicht zu vergessen der Wels, das ist dann oft so ein dumpfes "Plopp".
Wie gesagt, die Geräusche von Fischen die ich kenn sind immer Oberflächengeräusche. Was ich nicht höre, sich also unter Wasser abspielt, verwerte ich für meine Fangergebnisse, wenn sich Fische nicht sichten lassen, durch "Lesen der Gewässer".
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon Köfi » 21.02.2011, 18:25

Beim Schnorcheln über einem Riff habe ich schon manchmal das Gefühl, dass man die Anzahl der Zähne eines jeden Korallenputzers erahnen könnte. Die Schallwellen unter Wasser sind wirklich enorm. Mit einem Richtmikro kann man ziemlich sicher die Richtung und die Entfernung der schmatzenden Fische aufnehmen. Und wie an der Oberfläche, wird es da wohl artentypische SChmatzer geben ... wieso also nicht ?
LG Fritz
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon D.D. » 21.02.2011, 19:32

So ein Richtmikro ist schon eine tolle Sache.
In Verwendung mit einer Unterwasserkamera sicher unschlagbar.
Würde allerdings Karpfen und Co nicht mit Walen vergleichen.
Denke, dass hier die Instrumente dann doch etwas anders ausgebildet sind als beim Karpfen zB
http://chris-mybusiness.blogspot.com/

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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon koppenkitzler » 21.02.2011, 19:57

Hallo!

Habe während meiner Tropenaufenthalte auch immer wieder die unterschiedlichsten eigenartigen Geräusche von Fischen gehört.
Das Lauteste war immer wieder das schabende Geräusch der Papageienfische bei "Korallenschaben" im Indopazifik.
Gut,das war eindeutig ein Zahnreibegeräusch.
Habe aber auch grunzende und schmatzende Töne von Fischen immer wieder Unterwasser gehört OHNE gleichzeitige Nahrungsaufnahme.Sehr gut kann ich mich an die grunzenden Geräusche von kleinen schwarzen Korallenfischen auf den Seychellen erinnern,welche gleichzeitig stoßartige Angriffe gegen mich vollführten,um ihr Heim gegen mich zu verteidigen,die waren entzückend.
Natürlich kann man Fische nicht mit dem Stimmorgan der Säugetiere vergleichen,ein Kehlkopf ist ja nicht ausgebildet..Wäre ja interessant,was Meeresbiologen dazu sagen.
In unseren heimischen Gefilden allerdings war jeder See für mich unter Wasser stumm.Das "Ultraschallgerät" der Wale kenn man ja gut.

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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon shimano12000 » 21.02.2011, 23:06

hi @ all!

recht herzlichen dank mal für die vielen antworten. um auf deine frage zurückzukommen oldman: der moderator dieser fisch und fang dvd behauptet die fische nicht nur in grösse und entfernung bestimmen zu können sondern auch die fischart!!! finde das ganze doch sehr interessant!! ob es waidmännisch ist lasse ich mal so im raum stehen!! muss wohl ein jeder für sich entscheiden! werde mich auf jeden fall näher mit der thematik beschäftigen!! sehe allerdings darin kein wundermittel sondern eher ein hilfsmittel das wie das echolot sehr viel übung in der anwendung bedarf!!!

gruss und petri heil
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon karpfiger » 22.02.2011, 09:00

a und ich kann die Fischarten anhand der Flossenbewegungen auseinander halten. :155:
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon stahldurst » 24.02.2011, 20:38

Hallo!
Ich wollte diese Frage vor ein paar Wochen schon mal hier reinstellen, hab's mir dann irgendwie doch anders überlegt.
Anscheinend haben sich ausser Herrn Tiepelt ( das ist der Herr aus dem genannten Video) und Roland Kurt noch relativ
wenige mit diesem Thema beschäftigt. Da Herr Tiepelt leider im Jahr 2008 verstorben ist, hat sich Roland Kurt aus der Schweiz seinem
Werk angenommen und es weiter voran gebracht. Herr Tiepelt war Ingenieur beim der deutschen BW und hat sich sehr intensiv mit diesem Thema
befasst. Dazu hat eine eine grosse Menge Unterwasserlaute aufgezeichnet und auch selber ein Hydrophon entwickelt.
Dazu hat er ein Buch mit einer CD rausgeben. Der Titel lautet: Stumm wie ein Fisch? Das akustische Leben im Süsswasser.
So das zu dem.
Der Grund warum ich mich dafür interessiere ist folgender:
In einem Gewässer sind angeblich Zander. Da schon sehr lange kein Besatz durchgeführt wurde, ist es somit fraglich ob noch kapitale bzw. überhaupt Zander drinnen sind. Ein bekannter sagte mal zu mir, dass noch 2 oder 3 Zander drinnen sind. Diese Aussage möchte ich bei einem max 20ha grossem Gewässer mal als wertfrei betrachten. Angeblich wurde aber voriges Jahr einer mit 80cm gefangen. Da der Zander sehr ausgeprägte und leicht von anderen Fischlauten zu unterscheidende Laute ausstösst, wäre mittels Hydrophon ein eindeutiger Nachweis zu erbringen.
Ob das jetzt was mit fischwaidgerecht geht mir persönlich egal, wenn jemand glaubt ich stelle den Fischen gezielt hinterher, dann weis derjenige sowieso nicht von was er spricht. Mir geht es hier eher um das Verhalten der Wasserlebewesen und somit lasse ich mich auf eine solche Diskussion garnicht ein.
Da sich wie schon oben geschrieben nur sehr wenige Leute mit dieser Thematik befassen ist bei vielen Fischen eine eindeutige Bestimmung noch nicht möglich, da in der Wissenschaft nur eindeutige Nachweise zählen. So z.b. beim Hecht.
Eindeutig zuzuordnen sind Wels, Zander und noch einigermassen Barsch.
Man muss sich auch im klaren sein, dass in einem Fließgewässer die Störgeräusche sehr hoch sind und das Hydrophon eigentlich nicht sinnvoll einzusetzen ist. Ausserdem kann Lautäusserung zum Zweck von Kommunikation nur bei einer Art Süsswasserfisch bestätigt werden. Bei den meisten Lauten handelt es sich so z.b. bei den barschartigen höchstwahrscheinlich um Jagdlaute. Wels z.b. treibt mit seinem "Klopfen" die Beute in die Flucht und kann sie dann mittels seiner sehr ausprägten Wahrnehmung lokalisieren. Beim Zander wird sogar spekuliert, dass er anhand der Schallreflexion quasi ein Sonar nutzt.
Nun bin ich dabei, dass ich mir meine ersten Hydrophone selber bau' und habe auch schon ein paar Probeaufnahmen gemacht. Dabei muss man sich auch bewusst sein, dass die Fische nicht den ganzen Tag Kaffeekränzchen halten sondern nur in einem z.T. recht kurzen Zeitraum akustisch aktiv sind.
Auch ein nicht zu vernachlässigender Punkt sind Störgeräusche durch den Menschen ( Motorboote, Badende ) aber auch das Plumpsen von einem 60g Karpfenblei kann über Distanz sehr gut wahrgenommen werden. Für die Fische sicher noch leichter wahrnehmbar.
Wenn man nun z.b. mit einer Hacke ein Loch ins Eis schlägt denken die Fische wahrscheinlich die Götterdämmerung naht, aber auch Eisläufer machen einen Mordslärm. Sollte somit ein Fisch aufgescheucht werden, der sich eher in einem Ruhezustand befindend und die Energiereserven knapp sind, kann dies durchaus zum Tod führen.

So ich hoffe diese Zeilen sind in irgendeiner Art für jemanden verwertbar.
mfG
Hans
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon WiM » 24.02.2011, 21:32

Klingt extrem spannend. Mich würde gleich mal interessieren warum kann man Zander, Barsch und Wels so gut von anderen Fischen unterscheiden?
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon stahldurst » 24.02.2011, 22:11

Guten Abend WiM!
Die Lauterzeugung wir durch artspezifische Mechanismen ausgelöst.
So kann dies z.B. durch die Schwimmblase wie bei den Karpfenartigen erfolgen,
weiters durch sog. Stridulationslaute welche durch Reibung enstehen ( auch bei Insekten! ),
Zupflaute verlgeichsweise zu Saiteninstrumenten ( knurrender Gurami im Aquarium ) und
auch Gasblasenlaute. Wobei auch der Flatus erwähnt sein will!
Dazu würde ich auch Kavitationslaute ( s.a. Dampfdruckunterschreitung, Kreiselpumpe oder auch Shkval ) zählen.
Somit sind durch die Ausprägung ( Impulsintervall, max. Energie inm jeweiligen Frequenzspektrum...) die Arten z.T. recht gut zu unterscheiden.
So und nun für den Praktiker:
Der Zander hört sich an wie ein Peitschenschlag ( breitbandig, hoher Impuls )
der Wels klopft und die Karpfen trommeln.
So und wem hier noch nicht die Galle hochgekommen ist :mrgreen:
dem sei des Kurt's schriftliches Werk nahegelegt. Dadurch bin ich erst aufmerksam geworden und
dass ich in sowas reinkippe mag wohl auch daran liegen, dass ich noch ein paar Wochen warten muss bis für mich die Saison beginnt.
Der Winter ist halt hart zu den Petrijüngern...
mfg
Hans
Zuletzt geändert von stahldurst am 24.02.2011, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon WiM » 24.02.2011, 22:13

Ja, wenn der Winter noch länger dauert bist du reif für Wetten Das ;-)
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Re: Fische aufgrund der geräusche identifizieren!!

Beitragvon Rene_F » 25.02.2011, 07:46

hiho

thx für die ausführliche info.


grüsse Rene
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