Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

Fangfotos und Kritik

Infos über Fliege, Streamer etc.

Fangfotos und Kritik

Beitragvon posti » 10.09.2008, 08:49

Hallo Leute,
es gibt ja eine Vielzahl an Fangfotos im www. Bei sehr vielen Fotos stört mich, wenn der Fisch würdelos, bloß als Opfer bzw. Beute abgelichtet wird. Zum Beispiel sieht man die armen Tiere oftmals vollgespickt mit Drillingen in trockenen Händen, oder irgendwo auf einer Wiese liegend dargestellt, bloß um zig. "Petri Heils" zu erhalten.
Dies ist auch oftmals ein Grund, das Fotografieren der Fische/Fänge zu verteufeln.

Ich versuche - wenn ich überhaupt ein Foto mache - diese Dinge zu vermeiden. Mir ist dabei die Größe (Zwerg oder Riese) völlig egal, ich möchte bloß eine Erinnerung an einen schönen Angeltag.
BaFoRC.jpg
mit einer Royal Coachman überlistet
BaFoRC.jpg (60.2 KiB) 1342-mal betrachtet


Bei diesem Bild war zum Beispiel die Kamera bereits vor dem Fang "schussbereit", und der Fisch hat das Wasser nicht verlassen. Gleich nach dem Foto ist die Forelle (natürlich ohne Fliege ;-) ) wieder abgedampft.

Ich ersuche nun um eure ehrliche Meinung, ob Fangfotos dieser Art im Sinne meiner oben angeführten Kritik vertretbar sind, und man sie mit ruhigem Gewissen betrachten kann?
Oder sollte man den Fischen diese Prozedur überhaupt ersparen?
posti
 

Werbung

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Andi_330ci » 10.09.2008, 09:04

Also so wie du das machst find ich das schon schwer ok!!!! :wink:
Andi_330ci
Huchen
 
Beiträge: 1026
Registriert: 14.03.2007, 11:36

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Redmire Pool » 10.09.2008, 09:15

@posti

100% Zustimmung! Auch wenn man einen Fisch verwertet, sollte man ein "würdevolles" Foto machen - mir pers. graust vor Fleischhackerfotos! Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob wer einen Fisch verwertet oder releast!
Finde deine Fotos Klasse!
Benutzeravatar
Redmire Pool
Huchen
 
Beiträge: 1119
Registriert: 28.07.2007, 09:04
Wohnort: Schwechat

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon BrownTroutFan » 10.09.2008, 09:22

@posti:
Ich sehe es so: Die Bilder eines schönen Angeltages sind ohnehin im Kopf, durch entsprechende Fotos können sie noch "bekräftigt" werden. So wie du das gelöst hast (Fisch im Wasser abgelichtet), ist es aus meiner Sicht perfekt. Für mich selbst halte ich es so, dass ich Fische, die ich entnehme, nicht würdelos irgendwo ablege und drauflos klicke. Ich mag es, wenn auch ihre nähere Umgebung (Steine, Uferabschnitte, etc.) noch etwas von der Stimmung transportieren, die beim Angeln herrschte. Aus meiner Sicht bleibt damit das "Gesamterlebnis" besser im Gedächtnis. Und für mich gehört es irgendwie auch zum "Respekt vor der Kreatur".
BrownTroutFan
 

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Lupus » 10.09.2008, 09:34

Hallo Freunde!
Unbestritten ist, dass dies ein besonders schönes Bild ist.
Ansonsten muss ich jetzt einmal ganz ganz ehrlich sagen, dass ich oft bei Berichten eher das Geschriebene lese und die Fotos ziemlich flüchtig "drüberscrolle". Vielleicht stehe ich da im Gegensatz zu der These: " Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte", aber wenn in Anglerberichten, sei es www oder Zeitschriften zu viele Bilder drinnen sind und hingegen wenig geschriebener Text, welcher mir etwas über die persönlichen Eindrücke, die Taktik, aber auch ein bisschen über den Schreibstil des Verfassers verrät, überkommt mich rasch die Langeweile.
Deshalb gibt es auch so selten Kommentare meinerseits über "reine" oder "fast reine" Bilderstories nach dem Motto
"Hallo! Gestern war ich fischen.
Erst fing ich diesen hier: - Bild -
Dann fing ich diesen hier: -Bild-
Jaaaa, und dann kam noch jener hier: Bild-"
:lol:
Benutzeravatar
Lupus
Wels
 
Beiträge: 7765
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Wohnort: Wien

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Redmire Pool » 10.09.2008, 10:02

Servus Lupus und Forum!

Dann oute ich mich mal, dass ich es genau andersrum mache! :wink: :D
Gerade in Fliefi Threads, geniesse ich die Fotos und überflieg den Bericht! Auch bei den Raubfischen ist es so - bei den Göbn anders, aber da sind eben meine Interessen "zu Hause"!
Benutzeravatar
Redmire Pool
Huchen
 
Beiträge: 1119
Registriert: 28.07.2007, 09:04
Wohnort: Schwechat

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Fish(k)ing » 10.09.2008, 12:41

ich stimme dir völlig zu und hoffe das man dies auch an meinen bildern sieht :?: :wink:
Der Fluß wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben und fließt aus dem Keller der Zeit über Steine. Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Regentropfen, unter den Steinen sind die Wörter. Doch einige Worte wird man nie verstehen.
Benutzeravatar
Fish(k)ing
Karpfen
 
Beiträge: 363
Registriert: 28.01.2008, 14:37
Wohnort: Wien

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Gschitz » 10.09.2008, 13:44

klar sind gute fotos besser als schlechte :mrgreen:.
nur wenn ich alleine unterwegs bin, wirds schwierig mit den guten fotos. einen hecht kann ich doch schlecht so dekorativ in den schlamm legen vorm zurücksetzen. im boot ist´s auch nicht leicht....... und fische die ich entnehme möchte ich nicht lange quälen und schlage sie vorm foto ab. natürlich kann ich dann noch immer ein schönes bild machen, aber so perfekt wie ein foto vom lebenden fisch siehts dann nicht mehr aus.

also ich möchte den fisch einfach nicht entwürdigt, als ein stück fleisch darstellen, obwohl mich auch küchenbeweißfotos nicht stören (ich selber mach halt keine).

lg
gernot
Benutzeravatar
Gschitz
Huchen
 
Beiträge: 1020
Bilder: 8
Registriert: 02.10.2006, 17:41
Wohnort: Nordslovenien ;-)

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Polsi » 10.09.2008, 14:21

Ich muss sagen, dass ich mir mit meinen Fotos größte Mühe geben (ist mit Selbstauslöser manchmal nicht so einfach).

Meiner Meinung nach sagt ein Foto auch viel über die die Persönlichkeit und Einstellung des Fängers aus. Ob man einen Karpfen blutend am Schotter liegend fotographiert oder meinetwegen selbst im Wasser steht und den Fisch hochhebt, ist ein riesengroßer Unterschied!

Wenn ich allein unterwegs bin - zB auf Karpfen - mache ich das so! Vorher das Stativ aufstellen, davor die Abhakmatte und ein Testfoto machen! Bei einem Biss den Fisch keschern und im Keschernetz im Wasser belassen. Mit einem Bankstick den Kescher am Ufer ordentlich absichern. Nun habe ich genug Zeit, die Kamera einzuschalten, die Abhakmatte nass zu machen, die Waage her zu richten. Dem Fisch passiert im Keschernetz im Wasser ja nichts. Wenn alles bereit ist, hole ich den Fisch raus auf die Matte und hake ihn ab. Dann kommt schnell ein Selbstauslöserfoto und der Fisch in den Wiegesack. Gewogen wird er quasi zurück auf dem Weg ins Wasser, und das wars. Ein Fisch ist bei mir höchstens 2 Minuten an Land, das steckt ein ordentliches Kaliber schon weg und man hat ein super Foto!

Hier eine Beispiel für ein Foto, das ich mir nicht gerne anschaue:
http://www.mein-fang.de/uploads/F1544V0all.jpg
May you build a ladder to the stars and climb on every rung, may you stay forever young.

http://fishing-addict.blogspot.com
DER Blog für alle wahren Addicts!
Benutzeravatar
Polsi
Wels
 
Beiträge: 5131
Bilder: 1
Registriert: 17.12.2004, 11:43
Wohnort: Wolfsberg / Kärnten

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Lahnfischer » 10.09.2008, 15:00

Super Foto @ Polsi :D

Aus gleichem Grund gibt es von mir recht viele Linkshandbilder :lol: - hier sind die Uferböschungen meist recht hoch, da geht das mit dem "im Wasser abhaken" nicht. Da ich den Fisch dann eh in die Hand nehmen muß, um ihn abzuhaken, schadet das Bild aus der immer griffbereiten Digi dem Fisch auch nicht weiter... :wink:
Gruß Thomas

Der Lahnfischer
Benutzeravatar
Lahnfischer
Huchen
 
Beiträge: 1771
Registriert: 09.04.2005, 12:15
Wohnort: Löhnberg/Hessen

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Redmire Pool » 10.09.2008, 15:05

An die Alleinfotografierer:
Kann euch nur zu einem pneumatischen Fernauslöser raten - ich selbst bin auch meist allein am Wasser aber so funzen die Fotos - es wird mit dem Fuß/Knie ausgelöst!
Dazu hab ich die Canon Powershot A95 mit einem herausklappbaren und drehbaren Bildschirm - super Kombi, kann ich euch nur empfehlen!
http://www.foto-mueller.at/shop/pd27303 ... egoryId=19
Benutzeravatar
Redmire Pool
Huchen
 
Beiträge: 1119
Registriert: 28.07.2007, 09:04
Wohnort: Schwechat

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Rudolft » 10.09.2008, 15:14

Servus Miteinander, servus Posti
da ich ja viel am Wasser bin, durch meine Berichte natürlich auch viel fotografiere, möchte ich auch einwenig „Senf“ zu diesem Thema abgeben.
Eines sei vorweg genommen: die Fische sollten beim Fototermin so kurz als möglich, wenn überhaupt, das Wasser verlassen. Macht man ein Erinnerungsfoto so sollte man den Fisch im seichten Wasser gerade so liegen lassen, dass die Kiemen gerade noch einwenig vom Wasser umspült sind. Die Fische bleiben dann durch den Drill ermattet einige Zeit relativ ruhig liegen. Mann kann ohne weiteres die Rute, den Kescher oder sonst einen Gegenstand (wenn man möchte) als Größenvergleich dazulegen. Sollte man allerdings alleine unterwegs sein und man möchte sich mit einem kapitalen Fisch selbst ins Bild bringen so wird die Sache um einiges schwieriger. Selbstportraits sollten im Vorfeld schon einwenig geübt werden: der richtige Abstand zur Kamera, wie stelle ich sie auf (Stein, Stativ, usw.). Sollte man dies alles erst am Wasser überlegen so wird die Zeit für unseren Fisch einwenig lang werden. Da man ja in den meisten Fällen nur 10 sek. Zeit hat sollte jeder Griff sitzen.
Im allgemeinen möchte ich aber für die Fischfotografie eine Lanze brechen. Vor fünfzig Jahren, als ich noch ein junger Angler war, da wurden die Fischzähne oder Kopf eines Fisches als Trophäe an die Wand gehängt und damit geprotzt. Besonders in den letzten Jahren seit es die Digi-Kamera gibt hat sich das Bild zu Gunsten der Fische geändert. Die Trophäe ist das Bild und der Fisch bekommt wieder seine Freiheit und ich kann nur aus Erfahrung sagen: hat man ein schönes Bild von seinem Fisch, dann geht’s ganz leicht im wieder die Freiheit zu schenken.
Im allgemeinen zu Fischfotos: bitte so schnell und für den Fisch so schonend als möglich !!!!

HG Rudolf
PS: Nachfolgend einige, wie ich meine schöne, Fischfotos.
Dateianhänge
IMGP70.jpg
Mit Selbstauslöser,Kamera am Kübel
IMGP70.jpg (108.76 KiB) 1140-mal betrachtet
IMGP2449.jpg
nach dem Fototermin ab in die Freiheit
IMGP2449.jpg (94.38 KiB) 1136-mal betrachtet
CIMG3709.jpg
Rainbow aus der Vellach
CIMG3709.jpg (98.56 KiB) 1133-mal betrachtet
Rudolft
Karpfen
 
Beiträge: 352
Bilder: 13
Registriert: 08.05.2008, 06:43

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Polsi » 10.09.2008, 15:24

Bei amazon gibts den selben Fernauslöser für 25 Euro.
May you build a ladder to the stars and climb on every rung, may you stay forever young.

http://fishing-addict.blogspot.com
DER Blog für alle wahren Addicts!
Benutzeravatar
Polsi
Wels
 
Beiträge: 5131
Bilder: 1
Registriert: 17.12.2004, 11:43
Wohnort: Wolfsberg / Kärnten

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Rudolft » 10.09.2008, 15:25

Noch drei Beispiele von Fischfotos,
die Abbildung meines Freundes mit diesem herlichen Fisch war unter 20 Sek.erledigt.Meine Kamera ist immer bereit.
Die beiden Äschenfotos z.B.sind typische Fotos, wenn man alleine unterwegs ist.
HG Rudolf
Dateianhänge
DSC03228.jpg
aus der Savinja
DSC03228.jpg (124.14 KiB) 1116-mal betrachtet
DSC03224.jpg
Äsche aus der Savinja in Slowenien
DSC03224.jpg (121.71 KiB) 1115-mal betrachtet
IMGP2267.jpg
Zu zweien gehts leichter ein Foto von meinem Freund Willi
IMGP2267.jpg (88.77 KiB) 1110-mal betrachtet
Rudolft
Karpfen
 
Beiträge: 352
Bilder: 13
Registriert: 08.05.2008, 06:43

Re: Fangfotos und Kritik

Beitragvon Das Bärschlein » 10.09.2008, 16:01

Seas Rudolf, das mittlere Photo der Äsche ist ein Traum! Die Farbkomposition ist echt super, und ich denke ich bin da nicht der Einzige sondern habe viele Anhänger. :wink:
Das Bärschlein
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 800
Registriert: 17.12.2006, 11:08

Nächste

Zurück zu Fliegenfischen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste