Ich will hier jetzt nicht weiter kritisieren, aber vielleicht den einen oder anderen Tipp geben, wie man gute Fangfotos zusammenbringt. Bei mir sieht die Fotostation so aus:

Abhakmatte, Stativ, daneben stehen noch zwei Eimer mit Wasser (nicht am Bild). Das Stativ wird einmal eingestellt und bleibt während der ganzen Session stehen.
Sagen wir, ich fange jetzt einen Fisch. Erst bleibt er im Kescher, den ich per Bankstick am Ufer fixiere, der Fisch natürlich im Wasser. Jetzt habe ich alle Zeit der Welt, die Kamera am Stativ anzubringen. Den Schutz fürs Objektiv lasse ich derweil noch drauf, denn wenn der Fisch auf der Matte schlägt, spritzt oft Wasser auf die Linse, was das Bild ruiniert.
Ich verwende einen pneumatischen Fernauslöser, den ich per Knie bzw. Fuß bediene. Mithilfe eines eigenen Klettbands wird er an der Kamera angebracht. Nun kann ich von mir aus noch ein Testfoto ohne Fisch machen, ob wohl alles schön zentriert ist, nix abgeschnitten, etc.
Nun geht's zum Fisch. Bei großen Fischen mache ich es so, dass ich die Bügel des Keschers abstecke (geht nur bei Karpfenkeschern). Dann nehme ich meine Wiegeschlinge und schiebe sie unter den Fisch. Jetzt kann ich alles bequem wie einen Sack aus dem Wasser heben. Die Abhakmatte muss nicht extra
befeuchtet werden, da der Fisch ja ohnehin in der nassen Wiegeschlinge auf die Matte gelegt wird.
Diesen Trick habe ich aus diesem Video, wo das super vorgemacht wird:
http://korda.co.uk/movies/?id=142Nun wird er abgehakt und evtl. die Hakenwunde behandelt, oder auch wenn irgendwo eine Schuppe fehlen sollte etc.. Dabei muss man aufpassen, denn es kommt vor, dass sich Schnur und Vorfach um den Fisch wickeln etc. So können Schuppen verloren gehen. Der schwierigste Part ist meiner Meinung nach, das Netz des Keschers unter einem großen Fisch hervorzukriegen. Man muss äußerst behutsam vorgehen. Sollte der Fisch dreckig sein, irgendwo ein Blatt draufpicken oder so, einfach mit etwas Wasser abspülen.
Der große Vorteil der Methode: Wenn der Fisch zu schlagen anfängt, kann ich blitzschnell die Wiegeschlinge ganz einfach zuklappen und der Fisch verrutscht nicht. Nun kann man in aller Ruhe so viele Fotos machen wie man will. In weniger als drei Minuten sind haufenweise Fotos in verschiedensten Posen gemacht. Wenn man will, kann man den Fisch jetzt runterlegen, die Reißverschlüsse der Wiegeschlinge zumachen und schnell die Fotos am Display checken.
Auch das Zurücksetzen funktioniert einfach, indem der Fisch in der Schlinge wie ein Sack zurück zum Wasser getragen wird. Die Abhakmatte und das Stativ bleiben bei mir immer am selben Fleck liegen.
Wenn man alles richtig einstellt, erkennt man keinen Unterschied zwischen einem selbsgemachten Foto und einem, das zB ein Kollege geschossen hat. Mittlerweile bevorzuge ich es meist sogar, die Fotos selbst zu schießen:
