von Lupus » 09.12.2010, 10:14
In meinem Fall schwierig zu beantworten.
Die Zeiten, wo ich akribisch jeden Fang irgendwo schriftlich oder sogar bildlich verewige, sind vorbei.
Mir fehlt dafür die Zeit und auch vielleicht das subjektive Gefühl, dies alles so wichtig zu nehmen, dass ich es in solcher Form dokumentiere. Noch schwächer als dieses subjektive Gefühl ist bei mir der Wunsch ausgeprägt, Fänge auch für andere ersichtlich zu machen, so würde es also von mir nie Blogs oder irgendsowas geben.
Einen gewissen schwachen Unterhaltungswert haben für mich noch ein paar Angler-Taschenkalender aus den 70er Jahren, die irgendwo hinten so Spalten für „Fangeintragungen“ hatten, was ich damals beflissentlich tat, wahrscheinlich weil natürlich damals noch jeder „maßige Edelfisch“ für mich ein „Grund zum Feiern“ war. Ein paar uralte solche Taschen-Jahrbücher eines längst vergriffenen Verlages habe ich noch in meinem „Kuriositätenkabinett“ und es ist echt „liab“, was ich damals so eingetragen habe. Da steht zum Beispiel 1972 stolz mein Erster Hecht, ca. 60cm, ca. 1,5 kg mit Details über Köder, Witterungsverhältnisse und „Drillverhalten“. Und mein erster Karpfen mit 2,5 kg ebenso mit unter „Bemerkungen“: Erst lange Flucht gerade aus, zweite Flucht nach rechts Richtung Seerosen, nach einigem Pumpen endlich gekeschert, usw. und so fort.
Heute sind die einzigen „Aufzeichnungen“ die ich noch führe die Obligatorischen, wo angeeignete Fische auf der entsprechenden Spalte der Lizenz eingetragen werden und am Ende des Jahres noch in den Gesamtstatistik für den Fischereiausschuss übertragen werden.
Da ich nur sehr selektiv entnehme, steht da auch nicht viel. Jetzt im Herbst waren es in 2 Mischgewässern je ein Karpfen pro Revier, in einem Revier zusätzlich ein Hecht. Im anderen Raubfischrevier müssen auch zurückgesetzte Raubfische auf einem Zusatzblatt mit Datum und Länge vermerkt werden. Da steht natürlich mehr drinnen. Und in den 2 Salmonidengewässern je 2 Regenbogenforellen, die ich mir angeeignet habe, basta.