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Es muß nicht immer Forelle sein

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Es muß nicht immer Forelle sein

Beitragvon Rudolft » 18.06.2009, 23:04

Servus Miteinander,
angeregt durch eine Gespräch, habe ich es nach langer Zeit wieder mal, einwenig auf Dickköpfe sprich Döbel probiert.
Mit Käfermuster und Rehhaarfliege wurde es versucht.Obwohl ich sagen muß,daß auch der Bestand an Aiteln wie man zu diesen Fischen auch sagen kann, für meine Begriffe in der Triesting auch sehr stark zurück gegangen ist.Trotz allem konnte ich doch einige kleinere Exemplare und zwei Großvätter fangen.
Für mich ist es noch immer ein Erlebnis auf die schlauen Dickköpfe mit der Fliegenrute zu pirschen.
HG Rudolf
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Re: Es muß nicht immer Forelle sein

Beitragvon Lupus » 19.06.2009, 05:14

Hallo Rudolf!
Mir ist schon im vorigen Jahr aufgefallen, dass die Aiteln in der Triesting stark zurückgegangen sind. Ich hatte noch vor 3 Jahren an einer bestimmten Stelle unterhalb einer Brücke viele gesehen, darunter eines mit geschätzten 3 Kilo. Eines mit ca. 1 kg hielt ich im Drill erst für eine Monster-Äsche, war dann etwas enttäuscht. Vielleicht hat ein Hochwasser die Aitel mitgenommen, ebenso wie die meisten Äschen, weiß nicht.
In einem meiner Hausflüsschen hingegen gibt es Aitel en masse. Mit der Nymphe sind sie fast unfangbar, aber wenn Trockenfliegenzeit ist, sind sie sozusagen eine Art "Stimmungsbarometer" für die Forellen, für mich zumindest. Das heißt: Gelingt es mir, gut die Aitel zum Steigen zu bringen, wird wahrscheinlich auch eine Forelle fällig. Wir haben zwar keine großartigen Maifliegenschlupfs dort, aber in den paar Tagen konnte ich Aitel auf Aitel auf Maifliege fangen, interessanterweise sogar einen kleinen Hasel auf der großen Maifliege. Aber das hatte ich ja eh in einem Fangbericht geschrieben, aber alles kann man ja nicht lesen.
Gruß. Lupus
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Re: Es muß nicht immer Forelle sein

Beitragvon temolo » 19.06.2009, 07:55

Weise Worte !

Gratuliere zu dem prächtigen Exemplar auf dem Foto.

Die Aitelpirsch mit der Fliegenrute ist eine wirkliche Königsdisziplin. Vor allem auf die alten, schlauen,großen, dicken ! Dagegen ist Forellenfang ein Kinderspiel.

In einigen meiner Reviere ist der Dickkopf recht dominant und in tlw. abenteuerlichen Größen anzutreffen. Aber anstatt sich mit diesen zu messen und sie gezielt zu befischen hört man meistens nur Kritik, ".... dass viel zu viele Aiteln d'rin sind und die doch endlich elektrisch abgefischt gehören ..." ?!?!

Ich freue mich jedenfalls über jeden Fisch den ich mit meinem Fliegenzeugl überlisten kann.
"Es muß wirklich nicht immer Forelle sein ... !" ...... ;o)

lg/
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Re: Es muß nicht immer Forelle sein

Beitragvon Lupus » 19.06.2009, 09:50

temolo hat geschrieben:
In einigen meiner Reviere ist der Dickkopf recht dominant und in tlw. abenteuerlichen Größen anzutreffen. Aber anstatt sich mit diesen zu messen und sie gezielt zu befischen hört man meistens nur Kritik, ".... dass viel zu viele Aiteln d'rin sind und die doch endlich elektrisch abgefischt gehören ..." ?!?!

Hallo temolo: Du sagst es! Ich bin sicher kein geschulter Fischereibiologe, aber bei manchen Aussagen in dieser Richtung kann ich mich nur wundern, wie kurzsichtig da gedacht wird. Nur weil manche am liebsten nur leicht zu fangende Besatzforellen wollen und sich ärgern, dass es auch weniger schmackhafte Fische gibt, die ausserdem noch die Frechheit besitzen, schwer zu fangen zu sein. Dabei sind die Aiteln schon irgendwie lebensrettend für so manche Forelle. Das spielt sich so ab: Der tapsige , auf schnell volles Körberl ausgerichtete "Auch"-Angler stapft breitbeinig wie die "russische Eisenbahn" ans Ufer, die Aiteln, ob groß oder klein, flüchten panikartik stromauf, und die potentielle Beute - sprich Forelle- ebenso.
Die Rache ist eben dann die Forderung nach Radikalmaßnahmen. Dabei ist das Aitel wohl der Hauptfisch in relativ sauberen Fließgewässern der etwas tieferen Lage, die nicht mehr eindeutig als Forellen- oder Äschenregion (so diese dort überhaupt vorkommen sollte) zugehörig sind, und wo die Barbe oder Nase nicht (mehr) vorkommt. Da es in Fischbüchern keine "Döbelregion" gibt, zumal die guten alten Fischbücher noch aus Zeiten stammen, wo es selbstverständlich war, dass "unterhalb" der Äschenregion die Barbenregion anschließt.
Gruss. Lupus
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Re: Es muß nicht immer Forelle sein

Beitragvon hesi » 20.06.2009, 09:36

Petri Heil zum Riesen-Aitel!
Ich versuche mich momentan auch an den Dickköpfen, allerdings im stehenden Gewässer.
Die Alten sind aber wirklich zimperlich, bisher konnte ich nur welche zwischen 38 und 43 cm fangen.
Vielleicht sollte iche s auch mal mit der Fliege probieren anstatt mit Kirschen. :wink:
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