temolo hat geschrieben:
In einigen meiner Reviere ist der Dickkopf recht dominant und in tlw. abenteuerlichen Größen anzutreffen. Aber anstatt sich mit diesen zu messen und sie gezielt zu befischen hört man meistens nur Kritik, ".... dass viel zu viele Aiteln d'rin sind und die doch endlich elektrisch abgefischt gehören ..." ?!?!
Hallo temolo: Du sagst es! Ich bin sicher kein geschulter Fischereibiologe, aber bei manchen Aussagen in dieser Richtung kann ich mich nur wundern, wie kurzsichtig da gedacht wird. Nur weil manche am liebsten nur leicht zu fangende Besatzforellen wollen und sich ärgern, dass es auch weniger schmackhafte Fische gibt, die ausserdem noch die Frechheit besitzen, schwer zu fangen zu sein. Dabei sind die Aiteln schon irgendwie lebensrettend für so manche Forelle. Das spielt sich so ab: Der tapsige , auf schnell volles Körberl ausgerichtete "Auch"-Angler stapft breitbeinig wie die "russische Eisenbahn" ans Ufer, die Aiteln, ob groß oder klein, flüchten panikartik stromauf, und die potentielle Beute - sprich Forelle- ebenso.
Die Rache ist eben dann die Forderung nach Radikalmaßnahmen. Dabei ist das Aitel wohl der Hauptfisch in relativ sauberen Fließgewässern der etwas tieferen Lage, die nicht mehr eindeutig als Forellen- oder Äschenregion (so diese dort überhaupt vorkommen sollte) zugehörig sind, und wo die Barbe oder Nase nicht (mehr) vorkommt. Da es in Fischbüchern keine "Döbelregion" gibt, zumal die guten alten Fischbücher noch aus Zeiten stammen, wo es selbstverständlich war, dass "unterhalb" der Äschenregion die Barbenregion anschließt.
Gruss. Lupus