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Erstes Fishing Addict-Interview mit Markus Suppanz

Alles übers Karpfenfischen

Erstes Fishing Addict-Interview mit Markus Suppanz

Beitragvon Polsi » 21.10.2010, 08:43

So, liebe Fishing Addict-Leser. Ich könnte euch jetzt natürlich von meiner letzten Blanksession erzählen, doch die war natürlich nicht halb so spannend wie das Interview mit meinem Kollegen Markus Suppanz.

Ich habe ihn als bodenständigen Angler kennen gelernt, der sich viele Gedanken um seine Strategien, Methoden, Köder und vor allem die Location macht und sich nicht von Trends innerhalb der so genannten Karpfenszene beeindrucken lässt.

Lest im Folgenden, wie er große Naturgewässer erfolgreich befischt!


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Markus, stell dich doch bitte den Fishing Addict-Lesern kurz vor! Wer bist du, was machst du und warum?

Hi, ich bin Markus, mittlerweile in der 30+ Kategorie und berufstätiger Student. Nachdem ich als Kind, wie viele andere von euch wohl auch, mit Maden und Wurm für den Köderfischhaushalt meines Großvaters sorgte, geriet Fischen für mich mit meinem ersten Kontakt mit Rock ’n’ Roll für einige Jahre in den Hintergrund. Seit mittlerweile sechs Jahren bin ich wieder „Back on the Rods“ und hab mich der Jagd auf Moosrücken verschrieben.

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Du befischt bevorzugt große Naturseen und wie man sieht, auch mit Erfolg. Was macht für dich den Reiz dieses Gewässertyps aus? Warum nicht Flüsse oder Teiche?

Eigentlich eine schwierige Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Ich habe genauso Teiche und kleinere Seen befischt, bzw. mach ich das noch immer. Jedoch suche ich immer wieder neue Herausforderungen, und im Moment bin ich der Meinung, dass mein momentanes Hausgewässer noch einige Überraschungen für mich bereit hält. An einer 4-Hektar Schottegrube kann ich mir aber genauso die Zähne ausbeißen.

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Viele Angelkollegen glauben, man kann an großen, unübersichtlichen Gewässern, noch dazu mit einer eher monotonen Bodenstruktur, nur mit langen Futteraktionen zum Erfolg kommen. Du selbst bist aber berufs- und wohnortbedingt eher eingeschränkt und musst daher ohne große Vorbereitungen versuchen, zum Fisch zu kommen. Gibt es eine bestimmte Taktik, die du an „deinem“ Gewässertyp immer wieder verfolgst?

Eigentlich fische ich recht unspektakulär. Am wichtigsten ist für mich die richtige Location, gute Köder und das richtige Gerät, in das ich 100%iges Vertrauen habe. Leider verfüge ich nicht wirklich über den besten aller Köder, nämlich Zeit. Allerdings kann ich auf Aufzeichnungen der letzten Saisonen zurückgreifen und hab so detailierte Informationen über Holding und Feeding Areas, Zugrouten usw. Die richtige Menge hochwertiges Futter kann aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu wahren Sternstunden führen.

Deinen letzten kapitalen Fang hast du an einem über 100 Hektar großen See mit einem Single Hookbait ohne jegliche Anfütterung gehakt und gelandet – eine Vorgehensweise vor der wohl 90 Prozent der Karpfenangler zurückschrecken würden. Was gibt dir das Vertrauen in so eine Strategie, bzw. welche Gedankengänge stecken dahinter?

Ich war mir aufgrund von Fangmeldungen und Gesprächen mit anderen Anglern sicher, dass die Fische gerade in Fresslaune waren. Da in meinem „Wasserl“ die kapitaleren Exemplare eher größere Futterplätze meiden, präparierte ich einen Spot mit Kugeln und Partikel, den ich mit einer Rute befischte. Die zweite Montage plazierte ich ca. 50 Meter entfernt auf mitten in einem Krautfeld in 11 Metern Tiefe. Innerhalb einer Stunde lag dann der Schuppi auf meiner Matte. Manchmal kann es so einfach sein.

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Wie wichtig ist dir das Thema Rigs? Gehörst du zur experimentierfreudigen Fraktion oder bleibst du deinen Standardrigs treu?

Ich halte es für unnötig, das neueste High-Tech-Rig zu verwenden. Meine Maxime: So simpel wie möglich. Ich verwende grundsätzlich abriebfestes, ummanteltes Material, scharfe Haken und ausreichend Schlagschnur. Kombi-rigs in KD-Form sind meine erste Wahl. Ich habe keine Lust, um 3 Uhr morgens in strömenden Regen mit kalten Händen einen kleinen Ring auf einen Haken zu fädeln, nur um mein Gewissen zu beruhigen.

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Wie gehst du an den großen Seen, vor allem in Kärnten, mit dem Problem des Badebetriebs, des Wassersports und des Tourismus generell um? Befischt du während der Hochsaison andere Gewässer?

Übermäßiger Badebetrieb stört mich nicht. Im Hochsommer geh ich lieber selber ins Strandbad und bin mit Taucherbrille und Schnorchel unterwegs. Umso leichter ist es, produktive Bereiche zu finden, die dann in den Nachtstunden befischt werden. Liege, Banksticks, Ruten, Schirm und Matte sind dann die einzigen Ausrüstungsgegenstände, mit denen ich unterwegs bin. So leicht wie möglich, so schwer wie nötig.

Welchen Tipp würdest du jemanden geben, der mit den großen Naturseen noch keine Erfahrung hat und dieses Vorhaben angehen möchte?

Keine Angst vor neuen Herausforderungen, aber nichts überstürzen. Man kann mit einem Spaziergang am See und offenen Augen und Ohren sehr viel in Erfahrung bringen. Allerdings würde ich weniger darauf achten, wo Bivvies und Rodpods stehen, dafür aber meinen Blick aufs Wasser richten.

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Setzt du dir beim Angeln Ziele in Bezug auf Gewicht, Stückzahl, etc. oder lässt du einfach alles auf dich zukommen? Was hast du dir für 2010 noch vorgenommen?

Im Moment versuche ich schon gezielt an den kleineren Fischen vorbei, auf kapitalere Exemplare zu angeln. Gelingt mir auch ganz gut. Ich will mich nicht durch den Bestand fischen, sondern versuchen, möglichst viel Ruhe am Platz zu haben. Dem Dicken gefällt es halt nicht, wenn man fünf mal über seinen Fressplatz rudert. Allerdings muß ich mit dieser Taktik auch jederzeit einen Blank in Kauf nehmen.

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Wie sehr bist du in die so genannte Karpfenanglerszene involviert? Mittendrin oder eher abgewandt?

Ist mir egal.

Deine letzten Worte an die Fishing Addict-Leser!

Ich hab den Rock’n’Roll Bausparvertrag.
May you build a ladder to the stars and climb on every rung, may you stay forever young.

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Re: Erstes Fishing Addict-Interview mit Markus Suppanz

Beitragvon Muskelman » 29.10.2010, 10:30

Super Bericht und tolle Fotos!


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