In den meisten Gewässern der tieferen Lagen ist ab dem 16.3. die Bachforelle frei, und einige schöne Fangmeldungen von Euch habe ich ja schon gelesen.
Nach den zufriedenstellenden Karpfenfängen der warmen ersten Märzhälfte fieberte ich schon dem Augenblick entgegen, auch wieder die Fliegenrute auf Rotgetupfte zu schwingen und hoffte, das Wetter würde wenigstens jetzt am Wochenende noch ausharren, bevor Regen, Kälte, Sturm und was weiß ich noch kämen.
So machte ich mich gestern voller Erwartungen zunächst an den Wienfluß los und probierte in aller Früh an einem rauschenden Gumpen, wo ich auf die erste Bachforelle der Saison hoffte.
Nach dem zweiten Wurf ....Biss und Drill! Herrlich dachte ich, das fängt ja großartig an, und sah aber dann, dass es eine der bis 1.5. noch geschonten Regenbogenforellen war. Gleich schonend zurückgesetzt probierte ich noch ein paar Würfe, aber der Rest der Belegschaft des Gumpens war wohl beleidigt, und so zog ich weiter.
Leider kam bald starker Wind auf, der jedes vernünftige Werfen mit dem leichten Fliegengerät unmöglich machte.
So beschloss ich, noch schnell zum Mauerbach zu fahren, der ja viel windgeschützter liegt.
Das Schlimme war nämlich, dass ich meiner Mutter eine Forelle versprochen hatte. Sie schwärmt nämlich immer von den Rotgetupften ihrer Kindheit im Salzkammergut und meint oft verächtlich, dass "alles, was heute angeboten wird, eh nur blassgraue Teichforellen seien". Ich wollte sie gerne vom Gegenteil überzeugen, nur: so sehr ich es versuchte, mir fehlten die Mittel dazu
Denn: Kaum hatte ich mich wieder in die widrigen Wurfverhältnisse des kleinen verwachsenen Baches eingewöhnt und bekam meinen ersten Biss, drillte ich wieder eine herrliche Regenbogenforelle und kurz darauf noch eine. Eines muss man ja sagen: Sehr gut durch den Winter gekommen waren die Fische, es folgte noch eine ganz kleine Bachforelle, die ich zurücksetzte.
Nun wollte ich aber doch Nägel mit Köpfen produzieren und ging zu einem weiteren sehr guten Gumpen, wo ich einen Biss versemmelte und dann .....groll!....an einem Ast genau über der fangträchtigen Stelle hängenblieb. Die Nymphe wollte ich aber doch nicht opfern, und so "versaute" ich mir vorläufig den Platz, indem ich zum Ast watete und zumindest einen Trostpreis einheimste, weil bereits eine andere Nymphe auch dort hing. Man fühlt sich da gleich nicht mehr so alleine mit seinem Pech......möge der Besitzer der Nymphe dies lesen, ich habe sie bei mir und kann sie zurückgeben!
Nach einiger Zeit wurde sogar im ruhigen Mauerbachtal der Wind sehr lästig, ich versuchte noch einen Gumpen und bekam endlich meine erste annehmbare Bachforelle auf eine unscheinbare graue Nymphe.
Das war also die versprochene Bafo für meine Frau Mama, und da ich selber ganz gerne auch noch eine verspeist hätte, probierte ich noch den letzten Gumpen, wo ich prompt die zweite maßige Bachforelle fing.
Fazit: 6 Fische an einem ziemlich ungünstigen, windigen Morgen. Ich ...der bislang dieses Jahr nur sitzgeangelt hatte und mich als Rekonvaleszenten doch etwas übernommen hatte, war total erledigt danach und fiel daheim bald in einen fast komaähnlichen Schlaf.
Aber schön war der Forellenauftakt!
Bis zum nächsten Mal! Lupus







