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Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

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Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 21.04.2010, 11:44

Es ist zwar schon einiges über das drop shot Fischen geschrieben worden, ich möchte hier aber einmal über meine persönliche Erfahrung darüber berichten.
Vor 10 Jahren bin ich das erste Mal in Spanien auf diese Methode gestoßen, als ein älterer Guide einfach seine Kopyto Gummifische 50cm oberhalb des Bleies ins Vorfach gebunden hat.
Anfangs habe ich das belächelt, bis ich geshen habe dass er einen Zander nach dem anderen damit gefangen hat. Zu Hause habe ich es das dann probiert, vorerst aber ohne Erfolg, wahrscheinlich weil ich kein Vertrauen dazu hatte. Als dann vor einigen Jahren diese Methode in den Medien als drop shot beschreiben wurde habe ich mich wieder daran erinnert und ein bisschen experimentiert damit. Die Drop shot Technik kommt ja aus Amerika und wurde in erster Linie für die dort vorkommenden Barscharten entwickelt. Es wird mit Gummiwürmern und wide gap Haken gefischt, nach dem Anbiss wird die Rute kurz gesenkt und man lässt den Fisch in die Schnur schwimmen. Der Anhieb wird verzögert ausgeführt oder entfällt überhaupt. Da ich viele Jahre trainiert hatte sofort anzuschlagen, kam mein Anhieb fast immer zu früh, wodurch ich sehr viele Fehlbisse hatte. Erschwerend kam auch noch dazu, dass ich beim Fischen immer zwischen mehreren Methoden variiere, also einmal schnell und dann wieder spät anschlagen sollte. Deshalb habe ich diese Methode ein bisschen auf meinen Zielfisch und meine Standardmethoden für den Zander angepasst. Ich montiere größere Gufis einfach mit einem Drachkovitch System mit 2 Drillingen, dabei kann man sofort anschlagen und 95% der Fische sind sicher gehakt. Das hat den Vorteil, dass man statt dem Gufi auch einen echten Köderfisch verwenden kann. Die Führung mache ich auch ganz anders als empfohlen. Ich zupfe das System gleich wie beim Twistern ein, einfach mit ein paar Stopps mehr, da auch Bisse in der Ruhephase kommen.
Ich habe in den letzten Jahren alle meine großen Zander mit dieser Methode gefangen.
Vielleicht hat auch noch wer andere Erfahrungen zu diesem Thema.

LG
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Beitragvon Lupus » 21.04.2010, 12:45

Hallo hgb!
Jedenfalls ist es sehr erfrischend, zu lesen, dass man auch beim Dropshotten etwas rasanter führen kann. Ich zum Beispiel tue mich sowieso etwas schwer mit den oft in Medien (egal ob für herkömmlichen shad oder für dropshot) empfohlenen Führungstaktiken auf "gaaaaanz langsam und noooooch laaangsamer". Das klappt nämlich bei mir höchstens ein paar Minuten, denn man müsste dafür die sprichwörtliche "Schildkrötenmentalität" haben. Erfreulich, dass auch der Zielfisch Zander da etwas rasanter ist als diese Theorie mit "so langsam wie möglich".
Gruss. Lupus
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 21.04.2010, 13:20

Hallo Lupus
Bei mir war das mit dem Führungsstil auch eher ein Zufall. Das auf der Stelle zittern (lt. Lehrbuch) ist mir einfach zu fad geworden und ich bin unbewusst in normales Jiggen übergegangen. Den Zandern wars egal, ich habe trotzdem gut gefangen. In der kalten Jahreszeit muss man sich dann aber shcon ein bißchen zurücknehmen. Wichtig ist einfach auch serh viel variieren, manchmal schneller, manchmal langsamer. Ich habe auch schon Bisse gehabt nach 30sec absoluten Stillstand und das auf Gummiköder.
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Zanderheli » 21.04.2010, 13:49

hallo hgb.

sehr interessant Dein Bericht!!

Ich hätte mehrere Fragen:

- Wie groß ist der Abstand zum Blei?
- Verwickelt sich die Schnur nicht in den Haken?
- Welche Schnurstärke verwendest Du als Vorfach?
- welche Gewässer fischt du damit (Stillwasser od Strömung)
- funkt das auch bei trübem Wasser?
- Wieviele Zander fängst du damit im Jahr ca?

So, ich hoffe das waren nicht zu viele Fragen...

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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Gschitz » 21.04.2010, 14:06

welche Vorteile bietet diese Montage eigentlich noch, wenn man sie fischt wie einen Jig? Könnte ich dann nicht gleich mit einem normalen Drakovic langsam jiggen?
Das langsame Absinken des Köders nach dem Blei könnte man auch mit einem Carolia-Rig herbeiführen. Dass diese Art des Drop-shot auch ganz gut funktioniert, glaube ich aber gerne.

Der entscheidende Vorteil vom Drop-shot ist für mich, lange an einem Spot zu fischen.


Das Problem mit dem Anschlag kenne ich nur zu gut- es ist nicht leicht Reflexe zu unterbinden (das probier ich auch immer meiner Freundin zu erklären, wenn wir zusammen in der Stadt bummeln :oops: aber das ist ein anderes Thema )

Lg

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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 21.04.2010, 15:27

@Zanderheli
*Ich verwende das spezielle drop shot Blei, wo ich den Abstand variieren kann, stelle aber überwiegend 50cm ein. Ich werfe ja sehr weit aus und hole wieder ein, durch den flachen Winkel ist der Köder dann 20 bis 30 cm über Grund.
* Manchmal verwickelt sich das schon, das spürt man aber beim einholen sofort, dann muss man noch einmal werfen. Ich habe aber auch ein eigene System entwicklet (zum selber bauen) dass die Verwicklungen dann vollständig verhindert werden. Ich stelle mal eine Bauanleitung in den nächsten Tagen ins Forum.
* Ich verwende langes (ca. 3m) Fluorocarbon in der Stärke 0,26 bis 0,36. Verbindung doppelter Grinner Knoten, hat im Drill dann auch ein bißchen Dehnung.
*Ich fische hauptsächlich im Stillwasser, sehr große Seen, funktioniert aber auch mikt Sicherheit im Fluss, einfach schwereres Blei nehmen.
*funktioniert ausgezeichnet bei trübem Wasser, mein Hausgewässer ist sehr trüb.
*Ich fange ca. 300 Zander damit im Jahr, vor 3 Wochen habe ich damit ca. 50 Stk. in Spanien gefangen.
Beantworte die Fragen natürlich gerne :)
@Gschitz
Natürlich hast Du recht, dass ein Vorteil des drop shot Systems ist, hot spots langsam und lange abzufischen. Einen weitereren Vorteil sollte man aber nicht übersehen, dass man sehr schnell große Flächen abzusuchen kann, weil man weit werfen kann und das Blei schnell absinkt. Dabei ist der Köder immer in Sichthöhe der Fische und nicht wie beim Jiggen im Dreck oder beim Hochziehen zu weit weg. Wenn man beim Jiggen anlupft geht der Köder 1 - 2 m hoch, oft (natürlich nicht immer) attackieren die Fische aber nur im letzten halben Meter vor dem Aufschlag am Boden. Diese Zeit ist sehr kurz.
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Zanderheli » 21.04.2010, 15:38

@ hgb

uff, das ging aber schnell!! :D

Danke, echt interessant!!

1 Frage hätte ich noch:
- Denkst Du das du mit dem Dropshot mehr Zander fängst als mit normalem Jiggen? (Ich jigge bis jetzt nur.)

DANKE.

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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 21.04.2010, 16:31

@heli
Bin neu hier, muss mich ja irgendwie beliebt machen :D
Mit drop shot alleine fängt man wahrscheinlich auch nicht mehr Fische als mit dem Jiggen. Die Abwechslung machts, ich wechsle oft merhmals am Tag die Methode. Manchmal ist das Jiggen besser und manchmal einfach das drop shot. Wenn Du beide Methoden eisnsetzt wirst Du insgesamt sicher mehr Fische fangen.

LG
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Lupus » 21.04.2010, 16:56

hgb hat geschrieben: Manchmal ist das Jiggen besser und manchmal einfach das drop shot. Wenn Du beide Methoden eisnsetzt wirst Du insgesamt sicher mehr Fische fangen.

LG
Bruno

Hallo Bruno
Das ist der Kern der Sache: Die Flexibilität. Was auch manchmal ein kleines Problem für uns alteingesessene Angler ist, ist die Scheu vor "Neuem". Kam das drop shotten ins Gespräch, fragten viele von uns "wooos, scho wieder wos neich´s?", bis es probiert wurde.
Die nächste "Gefahr" ist dann, zu glauben, man hat das Ei des Columbus gefunden und macht dann nur mehr das.
Ich erlebte das vor einigen Jahren beim Jerken. In erster Linie wagte ich den "Schritt" zu Baitcast-Ausrüstung und Lernem des richtigen Führens des Jerks , weil ich mir viel für hindernisreiche, verkrautete Gewässer versprach. Lange war das dann nur zweite Wahl, weil ich immer noch meinen herkömmlichen Blinkern am herkömmlichen Spinngerät mehr vertraute. Dann kamen die ersten Erfolgserlebnisse und eine Zeitlang war ich fast nur mit Jerk unterwegs, bis ich erkennen konnte, dass jeder Spinnköder, jede Führungstaktik einmal - jahreszeitlich und gewässertypisch bedingt - richtig oder weniger richtig sein kann.
Gruss. Lupus
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Ragman » 21.04.2010, 18:05

hgb hat geschrieben:funktioniert aber auch mikt Sicherheit im Fluss


Hmm ... dort nennt man diese alte, heute fast unbekannte Methode ganzz einfach "Rieseln" ... und ist in vielen Salmonidengewässern (wie man sie in Ö vielerorts hat) verboten.

Mich würde das extrem reizen ... vor allem, weil man, wie ich in den letzten Tagen, Köderverluste vermeiden könnte. *seufz*
3 Bachforellen (32, 38, 38cm) und ein Bachsaibling (32cm) auf der Haben-Seite und 6 verlorene Blinker. Klar gehen auch andere Köder, aber mit etwas schwereren Blinkern kommt man in Verbindung mit dünner Geflochtener halt weit hinaus ... und dort stehen bei uns die ganz großen Brummer.

Aber was solls ... verboten isses. Ich denke schon über Sbirolinos in starker Strömung nach :mrgreen:
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 22.04.2010, 07:31

@Lupus
Genau das ist der Punkt. Je mehr man die Methode wechselt, bzw. je flexibler man ist, desto höher sind Chancen auf einen Fisch. Vor 2 Jahren habe ich fast nur merh drop shot gefischt. Ich habe dann einmal einen Kollegen zum Fischen auf mein Hausgewässer dem Lipno, auf meine Plätze mitgenommen. Er hat neben mir im selben Boot mit Drachkovitch System 12 schöne Zander gefangen und ich mit drop shot nur 2 kleine. Seit diesem Tag wechsle ich wieder häufiger.
@Ragman
Das Rieseln habe ich noch nie gehört. Auf Forellen habe ich das ehrlich gesagt auch noch gar nie probiert. Ich habe es aber einmal in der Donau auf Zander "rieseln" lassen und da habe ich ein paar unglaubliche Bisse bekommen. Mit Sbirolino könnte das aber auch funktionieren.
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Beitragvon Gschitz » 22.04.2010, 07:53

Flexible Montage: wenn 2 Anbissstellen erlaubt sind, fische ich gerne mit einer Montage, die wirklich sehr flexibel angewendet werden kann. Man nehme statt dem Drop-Shot Blei einfach einen Jig/Gummifisch/etc. , oder von der anderen Seite her formuliert- man binde einen Springer vor den Jig (soweit eigentlich altbekannt). Damit kann ich ganz normal jiggen (und spreche noch den Futterneid an, wegen dem Springer)und wenn ich möchte, lasse ich den Jig am Boden liegen und fische Drop-Shot indem ich nur den Springer bewege.
So kann ich mit einer Montage beide Methoden fischen. Nachteil dabei ist, dass die Hängergefahr etwas größer ist als beim Drop- shot.
Beim Barschfischen funktioniert das ganz gut und bringt sogar manchmal Doubletten (das war aber nicht mein ursprünglicher Gedanke bei dieser Montage).
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Zanderheli » 22.04.2010, 09:04

.... ganz ein schlauer Junge.... :mrgreen:
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon hgb » 22.04.2010, 09:22

@Gschitz
Ja, ist eine gute Idee. Das habe ich bisher nicht gemacht, weil ich eigentlich Angst hatte möglicherweies zu viel Wirbel damit zu machen. Aber wenn Du damit gute Erfahrungen gemacht hast werde ich das auch mal probieren.
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Re: Erfahrungsbericht: Drop Shot Fischen auf Zander

Beitragvon Blubberblasenangler » 22.04.2010, 12:58

oha cool
du frage
wie kann man das monterien und was sind die maerialien????? schreib mich einfach an pls
danke im voraus

lg maxi :D
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