Es ist zwar schon einiges über das drop shot Fischen geschrieben worden, ich möchte hier aber einmal über meine persönliche Erfahrung darüber berichten.
Vor 10 Jahren bin ich das erste Mal in Spanien auf diese Methode gestoßen, als ein älterer Guide einfach seine Kopyto Gummifische 50cm oberhalb des Bleies ins Vorfach gebunden hat.
Anfangs habe ich das belächelt, bis ich geshen habe dass er einen Zander nach dem anderen damit gefangen hat. Zu Hause habe ich es das dann probiert, vorerst aber ohne Erfolg, wahrscheinlich weil ich kein Vertrauen dazu hatte. Als dann vor einigen Jahren diese Methode in den Medien als drop shot beschreiben wurde habe ich mich wieder daran erinnert und ein bisschen experimentiert damit. Die Drop shot Technik kommt ja aus Amerika und wurde in erster Linie für die dort vorkommenden Barscharten entwickelt. Es wird mit Gummiwürmern und wide gap Haken gefischt, nach dem Anbiss wird die Rute kurz gesenkt und man lässt den Fisch in die Schnur schwimmen. Der Anhieb wird verzögert ausgeführt oder entfällt überhaupt. Da ich viele Jahre trainiert hatte sofort anzuschlagen, kam mein Anhieb fast immer zu früh, wodurch ich sehr viele Fehlbisse hatte. Erschwerend kam auch noch dazu, dass ich beim Fischen immer zwischen mehreren Methoden variiere, also einmal schnell und dann wieder spät anschlagen sollte. Deshalb habe ich diese Methode ein bisschen auf meinen Zielfisch und meine Standardmethoden für den Zander angepasst. Ich montiere größere Gufis einfach mit einem Drachkovitch System mit 2 Drillingen, dabei kann man sofort anschlagen und 95% der Fische sind sicher gehakt. Das hat den Vorteil, dass man statt dem Gufi auch einen echten Köderfisch verwenden kann. Die Führung mache ich auch ganz anders als empfohlen. Ich zupfe das System gleich wie beim Twistern ein, einfach mit ein paar Stopps mehr, da auch Bisse in der Ruhephase kommen.
Ich habe in den letzten Jahren alle meine großen Zander mit dieser Methode gefangen.
Vielleicht hat auch noch wer andere Erfahrungen zu diesem Thema.
LG
Bruno




