gestern sollte es nach ca. 3 Wochen Angelabstinenz wieder mal soweit sein. Nach der Arbeit ab ans Wasser und den Karpfen nochmals nach zu stellen bevor in meinem Revier am 1. Juni wieder die Raubfischsaison losgeht.
Doch als ich ankam bemerkte ich zuerst, dass sich die Leine am hinteren Ende des Boots gelöst hat und die Rechte hintere Seite beschädigt war. Gott sei Dank hat jemand netterweise eine neue Leine als Übergangslösung festgebunden.
Na denn, Sachen ins Boot, Futter angerührt, 2 Spots markiert und angefüttert, Boot mit 2 Ankern fest gemacht, Ruten und Pod hergerichtet, beködert (Boilie mit Crabgeschack als Schneemännchen) und raus damit. Mittlerweile war es 18.00 Uhr. Ahh endlich Ruhe!

Entspannt lasse ich mich in meinem Sitz von den Wellen schaukeln als es plötzlich ziemlich laut wurde.
Die Wassersportler waren mit ihrem Speedboot unterwegs und die Wellen wurden mehr als unangenehm groß.

In einer Pause von den Speedbootfahrten so um 19.00 Uhr dann plötzlich, piep piep pieeeeeeeep – der sitzt! Yeah und was für ein Fisch! Der zieht ab wie eine Lokomotive! Der letzte Karpfen mit 70 cm konnte sich schon gut wehren aber der war Wahnsinn. Meine Anakonda biegt sich bis zur Rolle durch und ich muss mit der Hand gut unterstützen und mitbremsen! Doch dann – peng! Argh ich dachte ausgeschlitzt – jedoch musste ich feststellen, dass die Schnur gerissen war! Da ich ein Blei mit einem Safetyclip verwendet habe wird der Fisch hoffentlich das Blei bald loswerden.
Was soll ich sagen: Karpfenangeln ist – zumindest alleine – nicht so meine Sache da ich es als Kunstköderfischer gewohnt bin in Bewegung zu sein, aber wenn ein Fisch beißt ist das schon eine geile Sache! Ach ja - so groß wäre er bestimmt gewesen.

lg, Günther







