Hallo!
Ich möchte einmal eine ganz allgemeine Frage aufwerfen.
Man liest immer wieder, dass jemand zum Beispiel schreibt "mich interessiert nur Spinnfischen, Friedfische dagegen überhaupt nicht", ein anderer wird sagen, für mich kommt egal ob Friedfisch oder Raubfisch nur der Ansitz infrage, also Hecht/Zander nur mit Köderfisch, aber nie mit Kunstköder. Vom Fliegenfischen reden wir gar nicht, denn natürlich gibt es Leute, die fast nur diese Sparte praktizieren und andere, die alles außer gerade das ausüben.
Was motiviert Euch, bestimmte Fischarten oder Fischereimethoden freiwillig auszuklammern (also damit die Frage klar ist: Ich meine nicht, dass jemand Spinnfischen deshalb ausklammert, weil es an seinem Revier nicht erlaubt ist oder so, sondern wenn Ihr zwar theoretisch "alle Möglichkeiten habt" aber sagt: Ich will dieses oder jenes aber nicht).
Schreibt Über Eure Motivation, warum Ihr Euch auf bestimmte Methoden spezialisiert habt oder andere Methoden ganz bewusst nicht ausüben wollt.
Ich stelle die Frage deshalb ganz bewusst, weil ich nur dann richtig glücklich bin, wenn ich in meiner näheren Umgebung sowohl Friedfischangeln kann, als auch Spinnfischen oder Ansitz auf Räuber, und dann natürlich Fliegenfischen auf Salmoniden.
Eingrenzungen gibt es nur durch die diversen Schonzeiten. So kommt im Frühjahr in erster Linie Friedfisch (meist Karpfen und Schleie) infrage, ab 16. März wenn es die Witterung und Wasserstände zulassen, dazu dann das Fliegenfischen, ab Ende der Raubfischschonzeit Spinnfischen etc. In Zeiten, wo praktisch kein Fisch Schonzeit hat, wird ziemlich gesplittet. Einmal wird ein beschaulicher Morgenansitz auf Karpfen etc. gewählt, dann wieder ein Rundgang mit der Spinnrute auf einen Räuber, und dann wieder ein Ausflug an einen Salmonidenfluss mit der Fliegenrute.
Natürlich kann ich dadurch in keiner Sparte ein wirklicher Top-Ansprechpartner werden, aber ich bediene eben das ganze Menü, was mir die Natur bietet.
Würde ich wie unsere norddeutschen Freunde vielleicht in der Nähe der Küste wohnen, käme Brandungsangeln etc. auch dazu.
Was ich eher ausklammern muss bei meinen Vorhaben sind wirklich spezialisierte Taktiken des a) ultrafeinen Friedfischangeln, b) rein auf Großkarpfen spezialisierte Angeln. Warum? Für Punkt a) bin ich zu sehr "Grobmotoriker", und für Punkt b) fehlt mir bei all den anglerischen Tätigkeiten die Zeit für lange Sessions oder aufwendigere Futterkampagnen.
Jetzt bin ich gespannt auf Eure Stellungnahmen.
Gruß. Lupus





