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EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

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EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon stu_fishing » 26.06.2011, 22:19

EinFluss Donau ist eine unabhängige Studenten-Initiative die sich für den Schutz und den Erhalt unserer letzten freifließenden Gewässer/ intakten Gewässerökosystemen einsetzt. Vor allem wollen wir auf die Sohleintiefung und die damit verbundene Entkopplung des Au-Flussystems aufmerksam machen. Zwar gibt es erfolgversprechende Ideen die Eintiefung aufzuhalten, diese werden aber durch Einzelpersonen/Eigeninteressen/Politische Spielereien immer wieder aufgehalten. Für nähere Informationen besucht bitte unsere Homepage oder FB-Seite. Wenn ihr mit unseren Ansichten/Ideen konform geht freuen wir uns über jeden weiteren FB-Freund oder Newsletterabonnent.



Mission Statement

Der Schutz und die Verbesserung der letzten frei fließenden Gewässerstrecken in Österreich und an der Donau dürfen nicht zum politischen und persönlichen Spielball werden.
Wir setzen uns für nachhaltige Methoden des Flussbaus und der Gewässerbewirtschaftung ein.
Eine Befreiung der Donau aus ihrem Korsett ist unabdingbar für eine funktionierende Au-Landschaft.
Wir engagieren uns für einen langfristigen Schutz und Erhalt des „Nationalpark Donau- Auen“.
Wir sind für angewandte, adaptive Forschung um den ökologischen Flussbau voran zu treiben und dadurch zukünftige Planungen besser umsetzen zu können.
Wir sehen die Schaffung eines funktionierenden Au-Flusssystems für zukünftige Generationen als unsere Verantwortung an.
Wir treten für eine rasche, jedoch nachhaltige Lösung des Eintiefungsproblems an der Donau unterhalb von Wien ein.

Deswegen fordern wir die umgehende Umsetzung des auf 25 dm Fahrwassertiefe beschränkten Naturversuchs Bad Deutsch-Altenburg.





Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe unabhängiger Studentinnen und Studenten, die durch immer wiederkehrende Präsenz auf den Universitäten und in den Medien auf die gewässerökologischen Problemstellungen der Donau im Bereich unterhalb Wiens, aufmerksam wurden.

Lang anhaltende Konflikte zwischen Politik, einzelnen Gruppierungen des Naturschutzes und der Wirtschaft haben Lösungsansätze dieser Missstände, trotz umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen und breiter Befürwortung durch die Wissenschaft, immer wieder verzögert.

Wir unterstützen die Diskussion, die notwendig ist Projekte zu verbessern und voranzutreiben. Wir verstehen jedoch nicht, warum der Naturversuch nach wie vor blockiert wird, obwohl es die einzige Möglichkeit ist, die Wirkung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Sohleintiefung in der Natur zu überprüfen. Es ist unverständlich, dass Einzelakteure in einer Zeit des dynamischen Flussbaus und Naturschutzes eigene Interessen verfolgen und sich über die notwendige Sanierung und nachhaltige Sohlstabilisierung der Donau hinweg setzen.

Darum haben wir Studierende es uns zur Aufgabe gemacht, diese Widersprüche aufzuzeigen und für dynamische Entwicklungen und Lösungen in Gewässerökosystemen, wie es der Naturversuch Bad Deutsch-Altenburg fördern würde, einzutreten.




Um was gehts beim Naturversuch überhaupt?

- Granulometrische Sohlverbesserung um eine weitere Eintiefung der Donau und ein Trockenfallen der Auen zu verhindern.
- Uferrückbau für mehr Dynamik und natürlichere Uferstrukturen.
- Gewässervernetzung und Altarmanbindung für eine funktionierende Aulandschaft und Lebensräume bedrohter Tierarten.
- Buhnenumbau und Rückbau auf den neuesten Stand der Technik.




Was ist die granulometrische Sohlverbesserung?

Bei der Granulometrischen Sohlverbesserung wird der Versuchstrecke Schotter in der Größe von 4-7 cm zugegeben. Dieser vermischt sich durch Hochwässer und den Schraubstrahl von Schiffen mit der vorhandenen Flusssohle.

Die Sohle bleibt dadurch weiterhin beweglich, jedoch wird die Geschiebetransportkapazität des Wassers um 90% reduziert.


Kontaktinformationen
Webseite
http://einflussdonau.wordpress.com/

E-Mail
einflussdonau@gmx.at

Facebook:
http://www.facebook.com/profile.php?id=100002546476187
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Kaindlau » 27.06.2011, 11:26

Servus @stu_fishing :good post:

Mir fehlt jetzt ein bischen die Zeit, um deinen Beitrag gebührend zu beantworten.
Aber soviel sei gesagt : Grundsätzlich befürworte und Unterschreibe ich alles das diesen schönen aber geschundenen Fluss wieder hilft, seinen Namen "Strom" gerecht zu werden.

Nochdazu wenn man lesen muss, was die Wirtschaft (Schifffahrt) alles vorhat, um die Donau zu einem Kanalähnlichen Schifffahrtsgerinne zu degradieren.

Dazu Bedarf es gerade junger Menschen wie ihr es seid, die nicht nur schöne Worte reden, sondern auch Taten folgen lassen, damit sich auch noch spätere Generationen an Aulandschaft und unverbauter Donau erfreuen können.

Also was ist zu tun :up2:


Petri aus Enns

P.S.: wie ist es dir mit der Diplomarbeit über die Störe ergangen.
"Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umdreht, könntet ihr´s verpassen"
(Ferris im Film"Ferris macht blau")
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Sixpack » 27.06.2011, 21:09

Nicht alles ist Gold was glänzt -Beispiel Rossatz: Man hat den Rührsdorfer- und Pritzenauerarm wieder zu Donaudurchflüssen gemacht....wie die meisten Fischer meinen mit viel zu hoher Durchflussgeschwindigkeit - die Fischdichte hält sich daher in sehr überschaubaren Grenzen.....ehrlichgesagt habe ich auch diesen Eindruck -die Hälfte hätte absolut gereicht! -Fehlplanung!
Es wurden bei der Ausbaggerung der Schifffahrtsrinne auch Schotterinseln angelegt -angeblich um die Brutfische vor dem Wellenschlag zu schützen.....nachdem die Inseln mittlerweile nach wenigen Jahren von den Hochwässern absolut aufgelöst wurden, gehe ich eher davon aus, dass man sich nur die Kosten für den Schottertransport sparen wollte, denn sinnvoll wäre nur eine Kombination mit entsprechend schwerem Gesteinsmaterial, sowie eine Bepflanzung zur Festigung des Bodens gewesen -beabsichtigte(?) Fehlplanung!
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Lepidorfer » 28.06.2011, 16:39

@ sixpack

Fehlplanung???

Ich würde eher sagen eiskalt kalkuliert!

Ist ein ganz einfaches Rechenbeispiel:

1 Lkw kostet mit Fahrer pro Stunde im Schnitt 50 €. Nehmen wir an die haben da 3000 m³ Schotter ausgebaggert, die Deponie ist angenommen eine halbe Stunde (ist schon sehr optimistisch) von der Donau entfernt. So ein Lkw kann ca. 12 m³ laden. So sind das dann nach Adamriese 12500 € Transportkosten ohne den Bagger einzurechnen und ohne Ladezeit. So wenn ich euch jetzt noch sage das das Deponieren auch nicht gratis ist, kann man sich vorstellen warum man die Inseln aufgeschüttet hat... (Man muss bedenken das bei diesem Rechenbeispiel nich alle Kosten angeführt sind und die Preise sind veränderlich!!! :wink: )

Kosten für Donauströmung bei Hochwasser = 0,00€...

Außerdem kosten die Rückbaumaßnahmen (wenn man das ganze Richtig angeht) ein Vermögen, dass aufeinmal keiner mehr zahlen will!!!

Meiner Meinung nach scheitert es an der Wertlegung der Gesellschaft und nicht an einzelnen Personen!!! Denn wenns der breiten Masse nicht passen würde müssten sie ja alle aktiv werden... Es ist dem Großteil der Bevölkerung einfach völlig blunzen, so lange jeder seinen Fernseher daheim hat und sein schickes Handy ist alles im Lot!!!

Traurig aber wahr!!!
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon zwi » 29.06.2011, 09:54

Ich würde eher sagen eiskalt kalkuliert!


nunja will mich ja ned einmischen in der aus meiner Sicht nicht ganz fundierten Diskussion, aber

Kalkulieren kann ich ich schon noch ein bisserl und Deine Rechnung ist absoluter Schwachsinn! Warum sollte man Kies deponieren, der wird verkauft und dass zu anständigen Preisen
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Sixpack » 29.06.2011, 17:42

zwi hat geschrieben:
Ich würde eher sagen eiskalt kalkuliert!


nunja will mich ja ned einmischen in der aus meiner Sicht nicht ganz fundierten Diskussion, aber

Kalkulieren kann ich ich schon noch ein bisserl und Deine Rechnung ist absoluter Schwachsinn! Warum sollte man Kies deponieren, der wird verkauft und dass zu anständigen Preisen



Würde gerne mal wissen, was an meinen Aussagen nicht fundiert war! :roll:
Tatsache ist, dass die ganze Geschichte unter anderem von Via Donau vor einigen Jahren als Vorzeigeprojekt präsentiert wurde - es ist davon nicht viel mehr übrig als ein schnell durchflossener Arm der Donau, der sich noch dazu nach dem "Silbersee" immer mehr in die Insel frisst -noch ca 30-40 Meter und er ist durch. Vom vielgepriesenen Wellenschutz im Hauptstrom ist absolut nichts mehr übrig, der Schotter hat sich nur verteilt und hat die Innenkurve der Donau noch seichter gemacht.
Mein Ansinnen war lediglich darauf aufmerksam zu machen, dass jeglicher Eingriff des Menschen auch sehr schnell kontraproduktiv sein kann -wie wir alle wissen ist "gut gemeint" das Gegenteil von "gut gemacht"!
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Lepidorfer » 30.06.2011, 10:45

@ zwi

So nun mal ein kleiner "Ausflug" ins Abfallwirtschaftsgesetz... Also wenn das Aushubmaterial gwisse chemische Parameter nicht erfüllt musst du theoretisch sogar Gold deponieren!!! Und bei dem Anteil an organischen Kohlenstoffen im Donauschlamm musst du es wahrscheinlich sogar auf eine Reststoffdeponie führen... :wink:

Denn das neue AWG schreibt vor das man Aushubmaterial das gewisse Parameter überschreitet nicht mehr behandeln darf... (u.a.: wenn die OKS-Werte zu hoch sind) :wink: Selbst wenn man es behandeln darf, die Kosten dafür rentieren sich nicht!!! (bei den Kiespreisen...)

Kannst dir ja mal bei interesse das neue Abfallwirtschaftsgesetz durch lesen! (nach dem brauch jeder Häuselbauer ein Bodengutachten...)
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon stu_fishing » 06.07.2011, 19:58

Also was ist zu tun :up2:


Petri aus Enns

P.S.: wie ist es dir mit der Diplomarbeit über die Störe ergangen.[/quote]

Die Diplomarbeit stockt des durch einige andere Projekte (Antrag für ein Störtelemetrieprojekt in Serbien, Untersuchung der Auswirkung von Schwallkraftwerken auf unsere Fischbestände) leider momentan ein wenig.

Bzgl. der Sohleintiefung gibt es momentan nur wenig Fortschritt, eine für gestern vorgesehene Pressekonferenz wurde leider abgesagt. Uns helfen momentan vor allem mehr Leute im Mail-Verteiler bzw. Facebookfreunde. Je mehr leute wir erreichen bzw. je mehr Leute hinter unserer Meinung stehen desto mehr Gewicht hat sie.

VLG
Thomas
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Re: EinFlussDonau- für einen dynamischen Naturschutz

Beitragvon Zanderheli » 07.07.2011, 10:03

Sei einigen Jahren darf die Viadonau den Kies den sie aus der Schifffahrtsrinne baggert NICHT mehr entnehmen und verkaufen, er muß hingegen im Gewässer bleiben. Dies deshalb um die Eintiefung nicht künstlich voranzutreiben. In der Vergangenheit wurden damit einige ufernahe Löcher aufgefüllt. Ich brauche nicht dazusagen, daß das gute Fischereiplätze waren!!! Jedenfalls ist das Aufschütten zu Inseln besser als das Auffüllen der Löcher da diese auch oft Wintereinstand sind.

Diese Inseln sind leider auch in frischem Zustand als Wellenschlagschutz ungeeignet, da die Brut meist Mai/Juni schlüpft und da der Wasserstand meist über 300 beträgt und da alle Inseln überflutet sind. Ade Wellenschlagschutz. :( Ich habe dies bei den Verantwortlichen des Landes bereits deponiert.

Die Insel in Aggsbach wurde jedoch vor 1 Jahr wieder neu aufgefüllt.

Persönlich bin ich der Meinung das von unten angebundene Altarme als Laichplatz viel besser geeignet wären als durchströmte Nebenarme. Die Praxis zeigt das sehr deutlich. Was vor allen Dingen abgeht sind strömungsberuhigte Seichtwasserzonen die nicht dem Wellenschlag ausgesetzt sind und wo die Brut abwachsen kann.

alles liebe
heli
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