Ein gemütlicher Donnerstag mittag beginnt, thomasfischt und ich haben es nicht eilig und setzen uns mit den Match angeln in die knapp 30 cm tiefe Bucht voller Seerosen und wollen erstmal den Karpfen nachstellen. Jetzt kann man da herum tüfteln, welches Boilie, welches Rig, welches Futter etc. Oder man machts wie wir: 2 Hände voll Mais in eine kleine Lücke zwischen den Seerosen, ein vorbebleiter 1 Gramm Waggler, und Klappe halten.
Ein wunderschöner Nachmittag neigt sich dem Ende, wir konnten 2 Karpfen fangen die am leichten Gerät einen tollen Kampf geliefert haben. Die Seerosen sind noch sehr weich, daher kein Problem.
Doch wenn die ganze Welt schlafen geht erwacht unser Zielfisch erst so richtig, und da ich letztens gebeten wurde zu zeigen wie und wo ich das angeh hier eine kleine Übersicht:
Der Rote Bogen ist eine Steinpackung, die maximal 1 Meter Tief ist und sich für die Welsfischerei nicht eignet.
Die Grüne Linie zeichnet in etwa das Ende der seichten Stellen mit den Seerosen ab.
Das gelbliche/Beige ist eine Sandbank am anderen Ufer die nicht mal 1 Meter tief ist.
Aber die Blaue Schneise ist eine Spur die daran vorbeizieht wo es auf 2,5 abbricht.
Und genau an dieser blauen Stelle präsentieren wir unsere Köder (zur Zeit Tauwurmbündel) in etwa 1,-1,5 Metern Tiefe.
Da wir gestern nicht auf die Monster aus waren sonst hauptsächlich Fischkontakt haben wollten, wurden die Montagen sehr leicht gewählt.
Kleine 4/0 Drillinge, Wallerfestes Vorfachmaterial und normale, bissi festere Schwimmer.
Schweres Wels Gerät ist hier nicht zwingend erforderlich.
Wir plauderten und tranken gemütlich ein Bierchen als ich skeptisch feststellte "Wo ist mein Schwimmer?".
Hektisch eilten wir zu den Ruten und genau als wir ankamen tauchte der Schwimmer wieder auf.
Da dass bereits das 2te mal war ergab sich:
Lektion gelernt: Beim Welsfischen niemals zu den Ruten laufen, die Trampelgeräusche sind wie Gift für den Wels. Ruhiges hingehen und nerven bewahren sollte sich wenig später als die bessere Methode zeigen.
Und so kam es dass, ebenfalls an einer etwas tieferen Stelle sich bald der erste der Wels zeigte. Also Wels darf man es eigentlich nicht nennen, mehr Kaulquappe
Aber daher wissen wir jetzt wo die guten Stellen sind, und sobald die größeren Köfis ihre Schonzeit beendet haben werden wir versuchen das ganze im XXL Format abzuziehen. Wir sind recht optimistisch dass uns bis zur Wels Schonzeit noch ein deutlich größeres Exemplar an den Haken geht
Lg









