Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

Die Philosopie des Fischen aus meiner Sicht

Alles über fischen, das sonst nirgends hineinpasst!

Die Philosopie des Fischen aus meiner Sicht

Beitragvon Muskie » 24.06.2007, 12:50

Die Philosopie der Fischerei

Warum gehen wir fischen?
Ist es der Weg in die Natur, verbunden mit Entspannung und Erholung, oder geht es doch um den Fang eines Kapitalen. Oder ist der Kapitale nebensächlich und es zählt jeder Fisch, oder ist es sowieso völlig egal ob man etwas fängt oder nicht.
Ich denke jeder hat da so seine eigene Einstellung dazu.
Doch eines haben wir Fischer sicher gemeinsam, bis auf ein paar Ausnahmen (die es ja in jeglicher Hinsicht und in jedem Bereich gibt) lieben wir die Natur und die damit verbunden Ruhe und das Entkommen von unserem Altagsstress.
Klar, auch bei mir war das nicht von Anfang an so, und als ich mit der Fischerei begonnen habe, war ein Tag ohne Fangerfolg ein verlorener Tag, aber mit der Zeit bin auch ich dazu gekommen das nicht der Fang das wichtigste ist.
So komme ich auch nach Schneidertagen zufrieden und entspannt zurück und das ist mir oft gar lieber. Doch was ist es nun eigentlich wirklich was uns an der Natur so gefällt und uns so entspannen lässt. Ist es das Rauschen des Herbstwindes in den gefärbten Blättern oder das Gezwitscher der Vögel das den einkehrenden Frühling ankündigt oder einfach die Ruhe, fernab des ganzen Lärms von Autos Maschinen und dem Lärm auf der Straße.
Meiner Meinung nach ist es einfach alles.

Ich kann mich noch gut an meinen letzten Italien Urlaub erinnern, ist ja auch erst 2 Monate her, jeden Tag und jede Nacht saßen wir am ruhig dahin fließenden Po. Kein Lärm, nur die Natur, der Fluß mein Bootspartner und ich und die Fische die bekanntlich ja nicht sehr viel Lärm von sich geben. Und so vergingen die Tage, Wels konnten wir zwar keinen überlisten, was in diesem Fall doch etwas an mir nagte. Denn wenn man an den Po fährt erwartet man sich dann doch einen Fisch.
Doch der eigentliche Sinn war erfüllt, ich kam entspannt zurück. Und als ich dann mit meinen Freunden auf ein paar Getränke zu einem Fest fuhr, füllte ich mich restlos überfordert. Der Lärm der Musik, das Gebrülle Betrunkener, das Gedränge, das alles war mir plötzlich zu viel, ich brauchte wieder Ruhe und so saß ich am nächsten Tag schon wieder am Wasser.

Das alles soll sich jetzt nicht so anhören als wollte ich keine Kapitalen Fisch fangen, natürlich deshalb gehen wir ans Wasser, es ist der Fang des Lebens, denn wir alle Suchen, sicher es gibt Fischer denen das egal ist, doch genau die sind es die sich am Meisten über einen Meterhecht, oder einen 20+ Karpfen freuen.

Unter dem Wort Fischen, versteht vermutlich jeder etwas anderes, doch letztendlich gehen wir alle dem gleichen Sport nach.
Und ich kann es überhaupt nicht verstehen das es das Wort Fischneid überhaupt gibt. Ich freue mich über jeden gefangen Fisch egal ob er von mir gefangen wurde oder nicht.
Das beste Beispiel hat jetzt erst ein Freund von mir geliefert. Er befischt über mehrere Monate den Maierteich und nachdem er bereits fünfmal ohne richtigen Erfolg zurückkam wurden schon Stimmen laut, das er vielleicht etwas falsch machen würde und das dort keine guten Fische seien. Doch er glaubt an diesen Teich und sein Können und so kam es wie es kommen musste, er fing seinen Fisch und was für einen. Ein Amur von 17 Kilo und 1,10cm. Und plötzlich verstummten die Stimmen und alle freuten sich mit ihm. Ich muss zugeben, ich war auch schon skeptisch gegenüber diesem Teich und dass er schwer zu befischen ist weiß jeder, doch es hat funktioniert und ich gratuliere Ralf hier auf diesem Wege noch einmal recht Herzlich.

Wenn ich mit befreundeten Fischern spreche, so stelle ich immer wieder fest, das jeder das Fischen gleich begonnen hat. Die älteren Semester haben meist in, in der Nähe liegenden Bächen begonnen mit der Hand den Weißfischen auf den Leib zu Rücken, bei der etwas jüngeren Generation waren es meistens Bekannte die sie mal kurz zum Fischen mitnahmen.
Meiner Meinung nach sind die ersten Versuche die Wichtigsten, dabei ist einzig und allein der Fangerfolg wichtig. Den ein 5 jähriger oder jährige haben noch nicht den Drang sich in der Natur zu erholen.
Somit werde ich es nie wagen so genannte Karpfenpuffs zu verurteilen, klar einen gestandenen Fischer zieht es an Flüsse oder Seen, wir suchen die Herausforderung. Doch wer eine 5jährigen dorthin mitnimmt und sich wundert das es ihn nach 3 Erfolglosen Versuchen nicht mehr interessiert darf sich nicht wundern wenn es ihn dann nicht mehr interessiert.

Ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern, mein Onkel einer meiner besten Freunde nebenbei nahm mich immer mit an die Raab, und sobald er merkt das ich nach 2-3 erfolglosen Versuchen an der Raab das Interesse verlos nahm er mich mit zu eben so einem Puff und nach 6 Stunden Fischen und 14 Karpfen war das Suchtpotenzial wieder geweckt, und als ich dann meine erste Forelle in der Raab fing war der Bann gebrochen und ich war endgültig süchtig. Ich war zu diesem Zeitpunkt, ein sehr aggressives Kind und zerstöhrungswütig und meine

Doch wo findet man das heute noch, ich sehe immer weniger Junge am Wasser und wenn man dann als Junger am Wasser sitzt und von einem alten Hasen auch noch angeschnauzt wird, so mit den Worten. “So wie du fischt so wird das nichts“, und statt Tipps zu geben einfach missächtlich weiterläuft, verstehe ich die Jungen zu denen ich sicherlich auch noch zähle. Und was machen die meisten dann, sie sitzen vor ihrem Computer und das stundenlang.

Ich danke meinem Onkel, da er mir nicht nur den grossteil meiner fischereilichen Kenntnisse beigebracht hat sonder auch die Liebe zur Natur und den Respekt gegenüber allen Lebewesen, welchen ich oft bei teilweise sogar älteren Semestern vermisse..

Wenn ich jetzt ein Wochenende mit Freunde zum Fischen plane, kommt meistens die Ansage von Nichtfischern,
„Was hat den das mit fischen zu tun, das wird ja nur gesoffen und erholen kannst du dich ja auch nur allein“.
Nun ja um mich zu entspannen muss ich nicht immer allein sein, und ja wenn wir zu dritt unterwegs sind werden auch mal zwei drei Bier getrunken, aber ein Wochenende mit Freunde an einem schönen See in der Natur ist auch entspannend, so sehe ich das zumindest, obwohl auch ich ab und zu alleine unterwegs bin, den hin und wieder brauche ich das.

Ich könnte jetzt noch Stunden so weiter schreiben, doch den Sinn und die Philosopie der Fischerei muss oder hat sowieso jeder auf seine Weise für sich entdeckt.
Somit wünsche ich allen weiterhin viel Spaß, Erholung und natürlich ein DICKES PETRI HEIL für die Zukunft

Euer Alexander Kubica alias Muskie
Team Styrian Sport Fishing
Muskie
Hecht
 
Beiträge: 635
Registriert: 07.09.2006, 01:18
Wohnort: Feldbach / Steiermark

Werbung

Beitragvon Raubfisch Ottl » 24.06.2007, 13:47

Und was machen die meisten dann, sie sitzen vor ihrem Computer und das stundenlang.

Mich würd intressieren wie lang du jetzt vorm Computer gessesen bist ansonst hob gar net gewusst das du so a Poet bist :wink:
Petri gstaunk Petri daunk !!!
http://www.ssft.at.tc
Benutzeravatar
Raubfisch Ottl
Rotfeder
 
Beiträge: 91
Registriert: 27.03.2007, 16:45
Wohnort: Kumberg

Beitragvon Muskie » 24.06.2007, 14:42

Ja hab das aber geschrieben als es geregnet hat :lol:

Aber eben um das geht es mir, die heutige Jugend verbringt den großteil ihrer Freizeit vorm Computer mit Ego-Shootern und so anstatt die Natur zu genießen, wobei das meisten darauf zurückzuführen ist, das ihnen der Umgang mit der Natur nicht gezeigt wurde und die vielseitig sie ist.
Muskie
Hecht
 
Beiträge: 635
Registriert: 07.09.2006, 01:18
Wohnort: Feldbach / Steiermark

Beitragvon Köfi » 24.06.2007, 15:05

Schön geschrieben Muskie ! Kann da nur meine kurze Meinung als "alter Quereinsteiger" schreiben. Durch Freunde zum Fischen gebracht und dann begann ein ewiges Suchen und Lernen nach der "eigenen Methode".

Am Anfang fast jeden Fisch fotografiert und katalogisiert, viele gekostet .... usw. Jetzt ist es eher die Suche nach dem eigenen Zielfisch geworden. War in meinem überschaubaren neuen Gewässer anfangs gar nicht richtig glücklich, bis ich den ersten entschuppten Köfi, nach nicht gehaktem Anschlag, einholte. Jetzt sind sie wieder da, die herrlichen Schneidertage und das endlose Taktieren nach meinem einheimischen Bartlträger.

Und obwohl ich den Wels am liebsten beangle, sind mir Wallerangler - Massenbesäufnisse derart zuwider, dass ich meiner Leidenschaft nicht in einem Camp nachgehen möchte.

So findet halt jeder beim Angeln seinen Weg, und von denen gibt es Gott sei Dank eine Unzahl von Möglichkeiten.

Petri Heil von einem Spätberufenen !
LG Fritz
Benutzeravatar
Köfi
Wels
 
Beiträge: 5401
Registriert: 29.03.2005, 08:43
Wohnort: 2401 Fischamend

Beitragvon hoetzi » 24.06.2007, 17:08

@Köfi:auch wenn das aus meinem Mund etwas
komisch klingen mag(angesichts des Wallerevents)!
Pauschalisieren würde ich das Campfischen nicht!
Sicher gibts immer wieder Fischer die saufen als obs
kein morgen gäbe,aber der Grossteil ist in den
Camps eher daran interessiert zu fischen und
vielleicht dort den Megawaller zu landen!
Ausserdem ist so ein Trip ja nicht ganz billig-
und wie man so schön sagt:saufen kannst a daham!



in diesem Sinne lg Peter
prost und petri!
++www.ssft.at.tc++
Benutzeravatar
hoetzi
Brasse
 
Beiträge: 151
Registriert: 21.12.2006, 21:40
Wohnort: graz

Beitragvon Kaindlau » 24.06.2007, 18:43

Servus

Deine "Philosophie der Fischerei" gefällt mir sehr gut.
Auch ich habe beim Fischen (früher) Dinge gemacht, die ich heute nicht mehr machen würde. :oops:
Aber aus diesem Grund werde ich auch andere (jüngere) nicht belehren. :lol:

Petri aus Enns[/b]
"Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umdreht, könntet ihr´s verpassen"
(Ferris im Film"Ferris macht blau")
Benutzeravatar
Kaindlau
Moderator
 
Beiträge: 1431
Bilder: 0
Registriert: 06.03.2005, 18:36
Wohnort: Enns O/Ö

Beitragvon Jobstei » 24.06.2007, 20:25

mir gfallt am meisten das ich mei ruhe hab
und das schön leise is
mit dem nix fangen macht mir auch nix, nach 5-6 mal angeln bin ichs schon gewohnt :lol:

mtg jobstei
Jobstei
Zander
 
Beiträge: 305
Registriert: 13.07.2006, 19:16
Wohnort: Freilassing / Bayern

Beitragvon Naturfischer » 24.06.2007, 21:51

Muskie Du sprichtst mir aus der Seele, denn es wird in dieser verkommenen, technokratischen Industriewelt schon vergessen, daß wir eigentlich Menschen sind und somit ein Bestandteil der Natur, man muß das immer wieder in Erinnerung rufen. Das Problem ist das junge Menschen gar nicht mehr die Möglichkeit haben unberührte Natur zu erleben bzw. in diesen Konsumwahn auf verbrecherische Weise hineingezogen werden, sie können gar nicht mehr selber entscheiden und jetzt schau mal uns an wie das sogenannte Fischer-Tackel, Equipment wie auch immer von unnützen Dingen nur zu überquillt. Ich empfehle Dir das Manifest des Theodore Kacinsky mal durchzulesen, ich habe mal vor Zeiten einen Bericht unter Ökofaschist reingestellt, für alle interessierten die glauben bzw. wissen das unsere westliche, dekatente Lebensweise einfach in die Selbstzerstörung führen muß. Genau wie Du schreibst ist Fischen heutzutage ein aus dem Alltag entfliehen, diese Aussage ist im Kern eigentlich sehr traurig aber Realtität. Spätestens nachdem die letzten Fische tot sind, der letzte Baum gefällt und die Flüsse ausgetrocknet, spätestens dann wird man sehen, daß man Geld nicht essen kann. Fischen heißt Leben Lg Naturfischer
FISCHEN HEISST LEBEN!
Benutzeravatar
Naturfischer
Hecht
 
Beiträge: 561
Registriert: 02.02.2007, 20:05
Wohnort: Klosterneuburg

Beitragvon Muskie » 24.06.2007, 22:56

Kenne die Auszüge aus diesem Manifest und muss sagen, das der mann schon ware Worte spricht, jedoch in extremen Ausmaßen und das ist mir auch schon etwas zu heftig, der Mann ist wie in vielen Artikel beschrieben inmitten von Genie und Wahnsinn. :?
Muskie
Hecht
 
Beiträge: 635
Registriert: 07.09.2006, 01:18
Wohnort: Feldbach / Steiermark

Beitragvon Justinas » 25.06.2007, 10:26

haj Muskie,

interessantes thema hast Du hier angefangen! und sehr spannend Deine überlegungen. etfremdung von mensch und natur ist natürlich recht eindeutige und traurige tendenz, die wahrscheinlich durch technisierung und immer stärkere konzentration der gesellschaft in städten ausgelöst und gefördert wird. ich mache mir aber irgendwie weder sorgen um angler-nachwuchs, noch um die kids, die viel am pc hocken - sag ich einfach, ohne das alles jetzt ausführlich zu begründen.

Ich selbst weiss nicht wirklich, warum ich fischen gehe. Natürlich, da spielt vieles mit, und vor allem macht es spass – aber die frage ist ja, worin genau dieser spass besteht, was ihn verursacht und hier auf den grund zu gehen ist gar nicht simpel. Wie Du beschrieben hast, bin ich einer von denen, die zum ersten mal von jemandem – also genauer gesagt von meinem grossvater – zum fluss mitgenommen und wir haben mit brüdern da mit posenangel kleinbarsche und grundeln für unser fisch-pool in grossvaters kleingarten gefangen. Jedenfalls kam der anstoss von aussen – und die sucht fing gleich an. Mit ca. 10 überschlug sich das angeln mit anderen interessen und ging unter, wiedereinstieg erfolge erst heuer, d.h. ca. 20 jahre später – diesmal ganz bewusst durch mich selbst allein. Seit paar jahren bekam ich grosse sehnsucht, am wasser zu sein, ging und fuhr einfach so an alle möglichen flüsse und seen, meere und konnte einfach stundenlang da sein und dem wasser und allem was ringsherum passiert zuschauen, in mich aufsaugen. „I am haunted by waters“ schrieb Norman Maclean in seinem buch „A River Runs Through It“ – das hätte ich auch von mir behaupten können. aber irgendwas fehlte noch – und auf eimal machte es ende letzten jahres klick und ich wusste, ich will angeln! (nun, nicht wegen des buchs! – zu dem zeitpunkt kannte ich es nicht mal :))Jetzt, wenn ich in mir nachbohre, glaube ich, dass dieser wunsch aus dem um die zeit noch nicht bewussten verlangen nach noch viel intensiverem kontakt mit der natur entstand: mir reichte das zivilisierte spazieren am ufer nicht, mir reichte das doch recht passive zusehen nicht…

ich glaube auch, dass in diesem zusammenhang nicht so ganz zufällig meine wahl grade aufs fliegenfischen fiel. Nun stehe ich mitten im wasser, spüre direkt seine kühle, studiere jede bewegung am ufer, in der luft, verfolge jede bewegung unter und über dem wasser und höre jedem geräusch mit gespitzten ohren zu, und wenn der fisch beisst, dann ist der „kontakt“ zu diesem etwas sehr unmittelbares…es ist ein zustand hoher konzentration und wachsamkeit, den mir das angeln beschert, es beschert vielleicht einen hauch mehr vom gefühl, dass man lebt, dass man mit der natur verbunden ist, nicht nur geistig, sondern ganz und gar mit körper und allen sinnen. Es muss natürlich nicht unbedingt das fischen sein…diesen umittelbaren kontakt mit der natur habe ich auch auf anderen wegen gesucht und gefunden. Habe paar jahre neben den studium in einem bio-bauernhof mitgearbeitet – einfach um direkt was mit der erde und pflanzen und tieren zu tun zu haben, die dort leben. Wenn ich wandern gehe, suche ich irgendwie auch den kontakt zu dem berg, zu den wolken…und manchmal habe ich einfach lust, im wald einen baum zu umarmen :D

was mir noch das angeln bietet, ist die möchlichkeit, völlig alleine zu sein – und das brauche ich manchmal wie luft. Weit weg von „zivilisation“…da ordnet sich das aufgewühlte in mir und ich komme auf gedanken, die sonst kaum den weg in das bewusste finden…diese stille früh morgens, wenn viel noch schlafen! Diese ruhe am abend, wenn viele schon vor dem fernsehen/pc oder in kneipen hocken…okay, ab und zu brauche auch ich den zivilisationsrausch, aber nicht so viel davon – grade die abwechslung und vielfalt im leben ist von grosser bedeutung und das angeln mit allem drumherum trägt dazu sehr wesentlich bei. In diesem sinn – ich freue mich schon auf den nächsten ausflug und wünsche allen andere ebefalls viel spass bei dem, was Euch das angeln „gibt“ :)

Justinas
In Wirkichkeit gibt es nur die Atome und das Leere
/Demokrit/
Benutzeravatar
Justinas
Brasse
 
Beiträge: 238
Registriert: 13.12.2006, 10:37
Wohnort: Hinterbrühl / nahe Wien

Beitragvon BrownTroutFan » 25.06.2007, 10:33

Interessante Gedanken, die sich in diesem - von Muskie mit einem ausführlichen, sehr bewegend eröffneten - Thread finden. Viele davon kann ich gut nachvollziehen, ja sogar teilen.
BrownTroutFan
 

Beitragvon Köfi » 25.06.2007, 11:40

Ist sicher für die meisten von uns was Passendes dabei. So ganz ohne Romantik möchte ich aber schon erwähnen, dass wir Fischer auch die Macht über Tod und Leben - bei unserem Hobby - haben.
LG Fritz
Benutzeravatar
Köfi
Wels
 
Beiträge: 5401
Registriert: 29.03.2005, 08:43
Wohnort: 2401 Fischamend

Beitragvon Waylander » 25.06.2007, 17:38

ein wunderbarer thread, bei dem ich mich dem meisten oder allem was gesagt wurde anschließen kann.
ich liebe auch die ruhe am wasser, das alleine sein und seine gedanken schweifen zu lassen. das natur fühlen und mittendrin statt nur dabei sein und selbst schneidertage machen mir nicht sehr viel aus. trotzdem freut man sich tierisch wenn man einen fisch fängt. woran dass liegen mag weis ich nicht, ich könnt mir aber vorstellen, dass es wirklich soetwas wie einen jagdtrieb/instinkt bei männern gibt, der dann befriedigt wird wenn man einen fisch fängt (was irgwo auch erklärt warum mehr männer als frauen angeln...). auch das adrenalin, das bei einem drill freigesetzt wird trägt sicher etwas dazu bei, und selbst wirklich alte angler werden dann schonmal ganz unruhig^^, wobei ich selber auch noch zu den jungen zähle.

Ist sicher für die meisten von uns was Passendes dabei. So ganz ohne Romantik möchte ich aber schon erwähnen, dass wir Fischer auch die Macht über Tod und Leben - bei unserem Hobby - haben


das ist richtig, aber bei mir war es so, dass ich mit der zeit immer mehr respekt und ehrfurcht vor diesen wunderschönen tieren bekommen habe. als ich mit dem angeln begonnen habe, nahm ich jeden fisch mit nach hause, und auch manchmal ohne ihn waidgerecht zu töten :oops:(das ist schon länger her und ich war damals noch ziemlich jung, zu meiner verteidigung, bevor mich hier welche zerfleischen werden) um ihn dort stolz zu präsentieren. mittlerweile ist es jedoch so, dass ich fische wieder zurücksetze, nachdem ich sie gefangen habe, und dass so schonend wie möglich. auch wenn ich einen mitnehme, um ihn dann zu essen, wird er möglichst schnell und waidgerecht getötet, damit er so wenig schmerzen wie möglich ertragen muss.
es geht also nicht mehr ausschließlich darum, trophäen zu fangen, sondern um das erlebnis in der natur zu erleben, und möglichst eins mit ihr zu werden :roll: :wink:

ich wünsche euch allen noch wunderbare tage und erlebnisse am wasser und natürlich petri heil!
Waylander
Rotfeder
 
Beiträge: 60
Registriert: 02.01.2007, 21:31
Wohnort: Mannheim

Beitragvon Muskie » 25.06.2007, 23:01

Freut mich das dieser Thread so großen Anhang findet :)
Muskie
Hecht
 
Beiträge: 635
Registriert: 07.09.2006, 01:18
Wohnort: Feldbach / Steiermark

Beitragvon Naturfischer » 26.06.2007, 09:12

Waylander hat geschrieben:es geht also nicht mehr ausschließlich darum, trophäen zu fangen, sondern um das erlebnis in der natur zu erleben, und möglichst eins mit ihr zu werden :roll: :wink:

ich wünsche euch allen noch wunderbare tage und erlebnisse am wasser und natürlich petri heil!


Ja mit der Natur eins werden mit Ihr zu vermschmelzen, jede kleinste Bewegung am Wasser, Luft, Boden wahrzunehmen, einfach ein Teil von dem ganzen Wunderbaren zu sein und immer wieder über diese Vielfalt zu staunen und sich daran erfreuen, ich glaube nicht an Gott gemäß unserem christlichen Weltbild, aber in diesen kurzen Momenten der Klarheit des Gedankens spüre ich die Präsenz der Schöpfung. lg Naturfischer
FISCHEN HEISST LEBEN!
Benutzeravatar
Naturfischer
Hecht
 
Beiträge: 561
Registriert: 02.02.2007, 20:05
Wohnort: Klosterneuburg

Nächste

Zurück zu Allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste