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Die Europäische Aalverordnung

Gesetze, Vorschriften und Gebote die das Angeln betreffen

Re: Die Europäische Aalverordnung

Beitragvon red tag » 09.11.2009, 10:25

hallo leute!
in meiner kindheit war ich immer an den ziegelteichen in meiner umgebung den fischern zuschauen. dort wurde oft auf aal gefischt. die wurden in großen mengen besezt. das ist schon lange her und wird nicht mehr gemacht. aalfänge sind ganz selten bis kaum mehr möglich. und ich finde, dass ist auch gut so. da man die jungen aale ja an den mündungen abfängt und dann als besatzfisch verkauft und zb in einen ziegelteich bei uns einsezt können die aale nicht mehr an der natürlichen vermehrung teilnehmen. aus so einen teich können sie unmöglich abwandern.
man sollte die aale in ihrer natürlichen heimat belassen und sie nicht ihn revieren besetzen bei denen es unklar ist ob sie von dort auch wieder zu ihren laichgründen kommen.
bei uns sind es einfach andere fische um die wir uns kümmern sollten. zb die ganzen strömungsliebenden fischarten wie nase und co. beim aal können wir in österreich meiner meinung nach nicht allzuviel machen als in einfach nicht zu besetzen .
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Re: Die Europäische Aalverordnung

Beitragvon rob gone fishing » 09.11.2009, 12:48

servus!!
also der artikel von chriswim ist wirklich gelungen und spiegelt auch alles was ich über den aal gehört habe wieder.
ich halt mich in dem fall auch an red tags meinung und finde den aal zu forcieren ist bei uns nicht notwendig.
da freu ich mich lieber im winter auf eine schöne aalrutte und es gibt genug andere heimische fische die man besser schützen sollte, wie äsche, bachforelle, seeforellen, renken usw.....

zum neusiedlersee.
ich habe im frühjahr mit dem obmann der berufsfischer vom neusiedlersee gesprochen.
den fragte ich genauso verwundert, wie das möglich ist, dass ich so viele kleinen aale fange.
es gab ja das gerücht die ungarn hätten noch vor kurzem welche besetzt.
das stimmt laut ihm nicht,auch die ungarn haben seit 10 jahren ein strenges besatzverbot im neusiedlersee.
die einzige richtige erklärung ist eben das geschlecht.
du kannst einen 30 cm langen 10 jahre alten aal fangen, die großen schönen dicken sind dann die alten weibchen.
alle fischer die hier schon lange am see fischen und ich fragte sagten, früher hast du in einer stunde zig aale gefangen und heute geht vielleicht einmal einer oder zwei, wenn überhaupt.
dafür fingen sie früher sehr schlecht bis gar keine hechte, barsche und wenig zander.
seit dem besatzverbot vor 10 jahren hat sich der bestand der im see heimischen fische wieder erholt und wird immer besser.
zander wird sehr gut gefangen und viele stattliche hechte.
der neusiedlersee ist als lebensraum für den aal optimal.leider besetzten sie früher fast jedes jahr als brotfisch millionen an glasaalen.
das war definitiv zu viel und hat die anderen fischarten schwer zurückgedrängt.
ein kleiner besatz würde sich meiner meinung nach bei uns vertragen.
so wie es jetzt gerade ist, ist es optimal.ein ausgewogenes verhältnis.
super hecht, zander, barsch und co. und immer wieder mal zwischendurch ein aal.

aber da er hier nicht heimisch ist, finde ich das besatzverbot sehr gut.
freu mich aber, dass ich in österreich noch eine möglichkeit habe aale zu fangen.
war für mich am neusiedlersee ein highlight, da ich in der donau noch nie einen aal gefangen habe.
nur früher als kleiner bub am irrsee, einen im mittelmeer und einen in norwegen.
die großen aale im neusiedlersee die immer wieder mal über das jahr laufen, vor allem jetzt im herbst, sind überhaupt der wahnsinn.
schmecken tun sie mir auch sehr lecker, gebraten mit koblauch im olivenöl.
werd mir jetzt auch eine räuchertonne zulegen.


eine frage habe ich aber auch noch!
kennt jemand den unterschied zwischen breitkopf-und spitzkopfaal?
die breitkopf fange ich mit dem köderfischer'l, da hab ich eine ruh von den kleinen aalen.
meistens waren die breitkopf auch immer die großen.
die spitzkopf waren fast immer klein bis sehr klein und wurden von mir mit wurm gefangen(welsköder).
zu den breikopf sagt man ja auch raubaale, da sie kleine fische jagen.
sind dies jetzt 2 aalarten?

und noch eine frage: wie atmet der aal?
ich habe nirgends kiemen finden können, nur nasenlöcher!

lg rob
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Re: Die Europäische Aalverordnung

Beitragvon Petrusautor » 09.11.2009, 13:37

Das will ich gerne glauben, dass ein solch massenhafter Besatz mit Aal die anderen Arten zurückdrängt.
Er ist nun mal, unter anderem, ein Laichfresser.

Zu Deiner Frage:
Grundsätzlich handelt es sich um ein und dieselbe Art. Lediglich durch die Spezialisierung auf unterschiedliche Futterarten verändern sie ihre Kopfform. Der Spitzkopfaal kann mit seiner Kopfform besser im Schlamm nach Krebstieren , Würmern und Schnecken suchen. Der Breitkopf hat sich auf Fische und Frösche "spezialisiert". Das macht sich beim Räuchern bemerkbar, denn der Breitkopfaal ist wesentlich reicher an Fett, und schmeckt daher auch besser. Die Spitzkopfaale hingegen werden oftmals kaum zum Räuchern verwendet, wenn genügend Breitköpfe zur Verfügung stehen. Sie sind einfach zu trocken.

Man meint, dass die Veränderung vom Spitz- zum Breitkopfaal durch das Ausklinken von Kieferknochen zustande kommt. Das soll allerdings nicht plötzlich, sondern langsam geschehen und an der Größe der neuen Futterform liegen.

Durch die schleimige Haut sind die Kiemenöffnungen nicht zu sehen. Der Schleim verklebt sie. Wenn Du mal einen Aal im Wasser erleben kannst, wirst Du sie aber sehen können, wenn er das "eingeatmete" Wasser wierder ausstößt. Die Kiemen haben starke Muskeln, die den Aal für eine gewisse Zeit auf dem Trockenen autark machen. Solange er seine aufgeblasenen Kiemen feucht halten kann, indem er sie einfach verschließt, kann er überleben.
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Re: Die Europäische Aalverordnung

Beitragvon rob gone fishing » 09.11.2009, 14:03

hallo petrusautor!
danke dir für deine info!
jetzt kenne ich mich aus.
lg rob
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