Da nun endlich das Wetter mitspielte und meine neue Jahreslizenz endlich leistbar war habe ich nicht warten wollen und bin letzten Freitag fischen gegangen.
Das Wetter war für einen wintergeplagten Wiener schon ganz nett, trotzdem hatte die Sonne Schwirigkeiten durchzukommen. Ich habe die Wassertemperatur im Uferbereich gemessen und stellte fest, daß das Wasser 6 Grad hatte. Der Karpfen sollte das Objekt der Begierde werden. Also versuchte ich meine Montagen ins Seichte zu legen um zu hoffen, daß dies zum Erfolg führt. Hat es leider nicht. Die Frolic-Montage am Haar und der Futterkorb mit Teig und Mais am Haken brachten keine Fische.
Ich freute mich trotzdem über den ersten Tag am Wasser und in der Natur. Das Auswerfen musste ja auch mal nach der Winterpause geübt werden.
Am Sonntag, nach immerhin 2 weiter halbwegs warmen sonnigen Tagen versuchte ich es erneut. Das Wasser hatte dann bereits ca. 8 Grad in Ufernähe, was mich wieder veranlasste mein Glück im seichten Wasser zu versuchen. Leider blieb auch an diesem Tag bis auf einen vorsichtigen Biss, der Fisch vom Haken verschont. War es das Erdbeer-Futter? Die Mais und/oder Mistwurm und/oder Maden Kombo? Frolic half diesmal auch nichts. Dafür genoss ich wieder einen schönen Tag am Wasser.
Dienstags konnte ich es nicht lassen. Obwohl das Wetter mit "stark bewölkt" angesagt war erlebte ich einen super sonnigen Tag mit bis zu gefühlten 30 Grad in der Sonne und abendlichen Föhn aus Süden, daß ich ein Gefühl von Sommer bekam.
Das Wasser hatte immerhin bereits 11 Grad in Ufernähe. Ich dachte bei diesen Temperatutren müssen die Karpfen doch aktiv werden.
Im Angelshop zuvor riet man mir ein süssen Futter zu nehmen. Tage zuvor bekam ich den Tipp ein fleischiges Futter zu nehmen. Frolic sollen im Frühling gar nicht gehen und Maden und Wurm seien besser als Mais. Mittlerweile glaube ich keinem Angeltipp mehr. Kaum sagt der eine WEIß sagt ein anderer SCHWARZ. deshalb bleibe ich jetzt bei selber Versuchen!
Und siehe da, die Karpfen sah man im seichten Wasser springen und nach Insekten schnappen. Gibt es in den Donauauen tatsächlich bereits die ersten Gelsen!!!!!!!!!!!! Zum Glück waren sie nicht zum Stechen ausgelegt.
Den ganzen Tag hatte ich zuerst nur einen Biss, den ich nicht verwandeln konnte, doch später gegen 15 Uhr schien die Beisszeit anzufangen. Wir waren diesmal zu Zweit unterwegs hatten 4 Angeln draussen. Eine mit Futterspirale und Maden oder mal Mistwurm. Diese brachte einen schönen 4 kg Schuppenkarpfen.
Eine lies ich auf Frolic draussen, auch wenn mir der Verkäufer im Shop riet es nicht zu versuchen, und siehe da! Auch auf Frolic konnte ein ca 3 kg karpfen nicht wiederstehen.
Am interessantesten war allerdings die Erfahrung und der Lerneffekt aus meinen Selbsthakmontagen. Zunächst versuchte ich wie gewohnt mit einem 60 Gramm Fixblei und maden oder Mais direkt am Haken mein Glück.
Solange bis ich draufkam, daß 60 Gramm die absolute Untergrenze bei Selbsthakmontagen sind. Einen wirklichen Vollrun gab es nicht, ob wurde das Blei nur kurz bewegt, sicher auch bedingt durch den nicht freien Haken.
Da fiel mir wieder eure Antworten auf meinen letzten Post ein. !!!!!!!
Mais am Haar zu versuchen. Schnell war eine Montage gebastelt und mühsam der Dosenmais ohne Köder- oder Boilienadel aufs Haare gefädelt. Und ??? Wie zu erwarten:
Keine Austeiger mehr!!!!!!!!So macht das Karpfenangeln Spaß! Danke nochmal an euch für den heissen Tipp, hab dadurch viel übers Friedfischangeln gelernt.
Obwohl ich eigentlich ein Raubfischangler bin hat mir die ersten Angeltage dieser Saison sehr gefallen!!
Keine 2 Stunden später konnte ich den feinen Geschmack von Knoblauch und Petersilie und feinsten Karpfenfilet in Mehlkruste verspüren! Wirklich lecker und mager nach dem Winter
Wünsch euch Allen auch einen netten Saisonauftakt.
Thomas
Ach ja, jemand von euch schon auf Wels dieses Jahr versucht? In manchen Foren liest man,daß ab ca. 8 Grad auch eine Wels wieder fangbar wird.....






