Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

die dicken Brocken

Infos über Fliege, Streamer etc.

die dicken Brocken

Beitragvon Nixon » 08.07.2011, 08:16

Hallo!

Ich bin wie ihr wisst ja noch nicht lange im "Geschäft" aber sehr motiviert und wenn es die Zeit und die Lizenz (2 mal die Woche) erlaubt am/im Wasser.

Was ich euch fragen wollte, ich hab jetzt zwei-dreimal wirklich sehr starke Exemplare (knapp 50) gesehen, aber immer verscheucht. Der Grund die standen fast immer dicht am Ufer unter Baumwurzeln, wären andere Fische auch bis 40 überall zu finden waren. Fressen Forllen in dieser Größe anders, ist ihr Verhalten anders usw....? ODer war das mehr Zufall.

Grüße
Nixon
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 806
Registriert: 26.09.2010, 10:14
Wohnort: Wien/NÖ

Werbung

Re: die dicken Brocken

Beitragvon DryFly » 08.07.2011, 08:35

Nixon hat geschrieben:Was ich euch fragen wollte, ich hab jetzt zwei-dreimal wirklich sehr starke Exemplare (knapp 50) gesehen, aber immer verscheucht. Der Grund die standen fast immer dicht am Ufer unter Baumwurzeln, wären andere Fische auch bis 40 überall zu finden waren. Fressen Forllen in dieser Größe anders, ist ihr Verhalten anders usw....? ODer war das mehr Zufall.

Grüße

In dieser Größe handelt es sich um sog. Standforellen. D. h., sie haben und behaupten ihren fixen Platz. = Gute Deckung, und die Energiebilanz stimmt.
Da sie ihren Platz genau kennen, merken sie natürlich auch, wenn was anders ist und "vertschüssen" sich.
Deshalb hat man auf diese Exemplare in der Regel nur einen einzigen Wurf, dann sind sie für mehrere Stunden vergrämt.
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
Benutzeravatar
DryFly
Karpfen
 
Beiträge: 364
Registriert: 19.04.2011, 07:11

Re: die dicken Brocken

Beitragvon hesi » 08.07.2011, 08:43

Diese Beobachtungen kann ich bestätigen. "Große Brocken" stehen in kleineren Bächen sehr oft in Deckung, bei überhängenden Bäumen, unter Wurzeln bzw. auch in unterspülten Ufern.
Mir ist es zB. letztes Jahr auch einmal passiert, dass ich eine Regenbogenforelle mittlerer Größe im Uferbereich angeworfen habe, und da lösete sich plötzlich ein großer Schatten aus der schattigen Flachwasserzone dahinter, wo ich mir niemals dachte dass sich da bis auf Fischbrut überhaupt etwas aufhält, und schnappt der Regebnbognerin das Fliegerl weg. War eine schöne Bachforelle mit 55 cm.
Benutzeravatar
hesi
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 832
Bilder: 1
Registriert: 09.08.2008, 23:30
Wohnort: Bezirk Kirchdorf ad Krems

Re: die dicken Brocken

Beitragvon Eastpark » 08.07.2011, 11:17

DryFly hat geschrieben:
Nixon hat geschrieben:Was ich euch fragen wollte, ich hab jetzt zwei-dreimal wirklich sehr starke Exemplare (knapp 50) gesehen, aber immer verscheucht. Der Grund die standen fast immer dicht am Ufer unter Baumwurzeln, wären andere Fische auch bis 40 überall zu finden waren. Fressen Forllen in dieser Größe anders, ist ihr Verhalten anders usw....? ODer war das mehr Zufall.

Grüße

In dieser Größe handelt es sich um sog. Standforellen. D. h., sie haben und behaupten ihren fixen Platz. = Gute Deckung, und die Energiebilanz stimmt.
Da sie ihren Platz genau kennen, merken sie natürlich auch, wenn was anders ist und "vertschüssen" sich.
Deshalb hat man auf diese Exemplare in der Regel nur einen einzigen Wurf, dann sind sie für mehrere Stunden vergrämt.



Besser hätte man's nicht erklären können. :applaus:
Rapid Wien

Lasst mich 1 Woche Mod sein :D

Nennt mich Forensuche...
Benutzeravatar
Eastpark
Huchen
 
Beiträge: 1767
Registriert: 03.05.2005, 17:50
Wohnort: Schwechat / Niederösterreich

Re: die dicken Brocken

Beitragvon flyfisher » 08.07.2011, 12:01

Man muß allerdings dazusagen das diese großen Standforellen immer Bachforellen sind.Bafos sind sehr Standorttreu. Eine Regenbogen verzieht sich nach einiger Zeit und ist dann schnell einmal 50 Meter weiter unten oder oben im Fluß zu finden. Deswegen werden die Regenbogen auch die Zigeuner unter den Forellen genannt.
Zuletzt geändert von flyfisher am 08.07.2011, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.
Petri Heil
flyfisher

"Erst wenn der letzte Baum gerodet der letzte Fluss vergiftet der letzte Fisch gefangen werdet Ihr feststellen das man Geld nicht essen kann"
Weissagung der Cree
Benutzeravatar
flyfisher
Köderfisch
 
Beiträge: 24
Registriert: 24.03.2011, 18:43

Re: die dicken Brocken

Beitragvon red tag » 08.07.2011, 16:09

Hallo Leute!
Sehe ich auch so wie DryFly. Gute Bachforellen brauchen gute Unterstände. Das sind nicht immer die tiefen Gumpen. Strukturierte, ausgespülte Ufer sind sehr wichtig für die Bachforelle. Da gibt es oft unglaubliche Fische im recht seichten Wasser. Fische gerne mit gezogener Trockenfliege auf die Jungs , da kommt dann eine Bugwelle und schnappt sich die Fliege oder auch nicht. :shock: Man hat wirklich in der Regel nur eine Chance, entweder sie nehmen recht bald/gleich nach den Wurf oder sie verfolgen die Fliege und merken dann ,dass hier was Faul ist. :wink:
Komme gerade von der Pielach und konnte genau so einge schöne Bafos fangen. Die größte so um die 50 cm.
fg Red Tag
red tag
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 993
Registriert: 29.03.2007, 08:01

Re: die dicken Brocken

Beitragvon Nixon » 08.07.2011, 22:56

Petri! Ich hab bis jetzt auch nur Bafos gesehen, waren aber bis jetzt 2 die über 50 so schätzenweise waren.
Meine größte Bafo war bis jetzt 38cm und die größte überhaupt war ein 44cm Regenbogen! Da gab schon ordentlich Gas, jedoch hab ich das gefühl, das Bafos irgendwie "stärker" kämpfen und man erkennt sie finde ich an der rute schon. Wenn starke Schläge kommen ists zu 90 Prozent a Bafo. So a 50er Kaliber würd ich einfach irgendwann mal gern dran haben. Würd gern die Kraft so einer Bafo spüren...

Grüße
Nixon
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 806
Registriert: 26.09.2010, 10:14
Wohnort: Wien/NÖ

Re: die dicken Brocken

Beitragvon flyfisher » 09.07.2011, 08:34

Nixon hat geschrieben:Petri! Ich hab bis jetzt auch nur Bafos gesehen, waren aber bis jetzt 2 die über 50 so schätzenweise waren.
Meine größte Bafo war bis jetzt 38cm und die größte überhaupt war ein 44cm Regenbogen! Da gab schon ordentlich Gas, jedoch hab ich das gefühl, das Bafos irgendwie "stärker" kämpfen und man erkennt sie finde ich an der rute schon. Wenn starke Schläge kommen ists zu 90 Prozent a Bafo. So a 50er Kaliber würd ich einfach irgendwann mal gern dran haben. Würd gern die Kraft so einer Bafo spüren...

Grüße


Ich habe im November 2010 bei den Fliegenfischertagen in der Salzach mitten in Salzburg eine 57er Regenbogen mit 2,10 Kg gefangen. Ich kann dir nur sagen da ist es egal ob du eine Bafo oder eine Rainbow am Haken hast. In der Größe zeigen dir deine Gegner wo deine Grenzen sind.
Was bei der Rainbow noch erschwerend dazu kommt, die entwickelt sich im Trill zu einem ausgewachsenen Zirkusartisten mit Überschlägen und Luftsprüngen erster Kategorie.
Petri Heil
flyfisher

"Erst wenn der letzte Baum gerodet der letzte Fluss vergiftet der letzte Fisch gefangen werdet Ihr feststellen das man Geld nicht essen kann"
Weissagung der Cree
Benutzeravatar
flyfisher
Köderfisch
 
Beiträge: 24
Registriert: 24.03.2011, 18:43

Re: die dicken Brocken

Beitragvon Nixon » 10.07.2011, 17:16

Geil!

Wie stark war da dein Vorfach, ich geh ja zur Zeit nie unter 16mm, meinstens 18mm (Trockenen nehm ich a gezogenes vom Moser)...
Ich bin da immer eher mit mehr Reserve dabei. Vielleicht weniger Bisse aber für mich und den Fisch auch sicherer...
Nixon
Kapitaler-Karpfen
 
Beiträge: 806
Registriert: 26.09.2010, 10:14
Wohnort: Wien/NÖ

Re: die dicken Brocken

Beitragvon flyfisher » 10.07.2011, 19:36

Nixon hat geschrieben:Geil!

Wie stark war da dein Vorfach, ich geh ja zur Zeit nie unter 16mm, meinstens 18mm (Trockenen nehm ich a gezogenes vom Moser)...
Ich bin da immer eher mit mehr Reserve dabei. Vielleicht weniger Bisse aber für mich und den Fisch auch sicherer...


Mein Vorfach war 0,16 mit einer dunklen steinfliegennympfe. beim trocken fischen verwenden ich meistens 0,10 - 0,12. und gezogene verwende ich keine. ich fische mit dem poly leader und dem pitzenbauerringerl
Zuletzt geändert von flyfisher am 11.07.2011, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.
Petri Heil
flyfisher

"Erst wenn der letzte Baum gerodet der letzte Fluss vergiftet der letzte Fisch gefangen werdet Ihr feststellen das man Geld nicht essen kann"
Weissagung der Cree
Benutzeravatar
flyfisher
Köderfisch
 
Beiträge: 24
Registriert: 24.03.2011, 18:43

Re: die dicken Brocken

Beitragvon Lupus » 11.07.2011, 05:40

Die größeren Bachforellen verlassen ihren Unterstand meistens erst bei Einbruch der Dunkelheit. Ich fing gerade die besten Bachforellen meistens, wenn es schon sehr sehr dämmrig wurde, und jetzt im Sommer am besten auf eine braune Sedge.
Benutzeravatar
Lupus
Wels
 
Beiträge: 7765
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Wohnort: Wien


Zurück zu Fliegenfischen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste