Ich gehe am liebsten in den frühen Morgenstunden angeln. Das Angelzeug gebe ich am Vorabend ins Auto. Das Gewand wird bereitgelegt mit allem was dazugehört. Autopapiere, Schlüssel, Zigaretten, Feuerzeug. Ebenso Thermoskanne mit Kaffee, ein Stückl Gugelhupf in Silberpapier gewickelt und eine Flasche Leitungswasser für den Flüssigkeitsbedarf. Der Wecker wird so gestellt, dass ich etwa 10-15 Minuten vor Fischereibeginn am Platz sein kann, zum Stockerl hinstellen und Gaberl reinstecken und Fangbereit sein. Nach dem Zähneputzen bin ich eigentlich hellwach. Zigarette auf nüchternen Magen rauche ich grundsätzlich nicht. So fahre ich also die 20 Minuten zum Wasser, dann kommen 10 Minuten Fußmarsch durch den Wald (ich nehme nie eine Taschenlampe, die Augen gewöhnen sich bei Dunkelheit schnell und ich kann den Weg schemenhaft erkennen). Erst, wenn der Köder im Wasser ist, wird Kaffee getrunken und gefrühstückt und erst danach kommt eine Zigarette. Dabei hoffe ich immer, dass nicht ausgerechnet dann der erste Biss kommt, denn ich rauche gerne in Ruhe und mit Genuss die Morgenziggi.
Gehe ich Spinnfischen auf Hecht, fange ich erst an, wenn es schon hell wird. Da verzehre ich mein Frühstück zwar auch am Wasser, aber eben erst, bevor ich fische. Länger als bis 9 Uhr früh bin ich kaum am Wasser. Nur in der ganz kalten Jahreszeit fische ich meistens um Mittag herum, oder am Nachmittag. Wird eh schnell finster dann.





