Liebe Gemeinde
Es hat geklappt – endlich konnte ich den „Brückenhecht“, den ich bereits seit Anfang Mai verfolgt hab zur Strecke bringen.
Wie in einem Posting aus dem Juni bereits erwähnt, sah ich ihn fast täglich beim Rauben, doch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Brücke, Bäume, etc.) NIE wirklich gezielt anwerfen bzw. anschlagen. Ich hab sicher an die 10 Wobbler/Gummifische etc. in den Bäumen rund um die Brücke reingeknallt, denn wie gesagt stand der Kerl monatelang (v.a. bei Hochwasser) direkt hinter einem massiven Brückenpfeiler. Was ich auch versucht hab, ich konnte ihn nicht zu einem Drill überreden.
Doch dann hat sich die monatelange Geduld ausgezahlt: Denn irgendwann sank das Wasser immer mehr, die Strömung ging zurück und ich konnte erstmals bei Niedrigwasser relativ gemütlich und ungefährlich durch/in der Thaya waten. Die Sicht war beeindruckend – das Wasser ganz klar und der Sand/Kiesboden ermöglichte einen sicheren Stand. So konnte ich mich langsam an den Brückenpfeiler herantasten und etwa 10m flussaufwärts einen Wurfplatz einnehmen.
Kurz zur Ausrüstung:
- Black Cat Funstick, Red Arc Spro, Spiderwire Yellow geflochten, Stahlvorfach.
Und zu den Bedingungen:
- Wassertemperatur 20Grad
- Aussentemperatur 22Grad
- Leicht bewölkt, später Nachmittag
Beim Köder entschied ich mich für den Grappler Shad Zanderwobbler in Chrom/blau (7,5cm) , da ich überzeugt bin, dass die Rassel in Kombination mit dem blitzenden Chrom einfach unwiderstehlich ist. Speziell, wo als Futterfische primär Aiteln und Lauben ansässig sind.
Also noch mal alles überprüft und losgehts: Aber was tu ich Depp? Der erste Wurf klatscht direkt an den Brückenpfeiler und rutsch patschend ins Wasser – aaahhhhhh jetzt vertreib ich den Burschen mit meinem ersten Wurf!!!
Ruckartig und leicht angesäuert kurbelte ich viel zu schnell ein und dann passierte es: Ein heftiger Biss, den ich mit einem heftigen Anschlag beantwortete. Und ja, er hängt, er hängt, er hängt ☺ Ein Jubelschrei hallt durch den menschenleeren Wald.
Das Adrenalin schießt mir ins Hirn und bevor ich wirklich was machen kann, hat er mir schon lockere 20m von der Rolle gerissen und flüchtet flußabwärts. Doch dann hatte ich mich wieder im Griff und drillte ihn Richtung Ufer, wo ich in per Handlandung sicherte.
Vielen Dank noch mal an alle, die mir mit guten Tipps geholfen haben, endlich einen „gscheiten, Kapitalen“ zu fangen!
Greets
Romario






