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Das Tiroler Hölzl

sind auch sehr wichtig

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Das Tiroler Hölzl

Beitragvon Andreas » 18.01.2012, 15:03

Hallo zusammen,

ich recherchiere gerade für eine Story über das Tiroler Hölzl und wollte euch fragen, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt, bzw. was ihr darüber wisst. Ich persönlich verwende es gerne in hänger- oder krautreichen Gewässern, weiß aber nicht viel über die Angelei, für die es entwickelt wurde: das Forellenangeln.

Wer von euch weiß hier mehr?

Vielen Dank und TL,
Andreas
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon DryFly » 18.01.2012, 15:25

Servus,
es ist eine sehr fängige Montage, und (wahrscheinlich deshalb) an vielen Gewässern verboten.
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon unteresalzach » 18.01.2012, 15:29

Also ich kann Dir da nur positives vom Tiroler hölzl als Wurfgewicht zum Grundangeln im Fluß sagen. Ich benutze es im Revier Obere Salzach wie ach sehr viele meiner Angelkollegen. Man hat viel weniger Hänger als sonst und es treibt wenn die Bebleiung stimmt super mit der Strömung mit.

So das zum erfreulichen Teil. Das weniger lustige an der Sache ist das bis auf einen Verein ein jeder andere an der Salzach das Tiroler Hölzl schon verboten hat. Warum ?? Da gibts nur einen Grund dafür - man fängt damit zu gut.
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon ssnake14 » 18.01.2012, 15:54

Ich Angle auch gern damit besonders wenn mann es selber macht kann es sehr gut auf das Gewässer angepasst werden .

Tiroler Hölzl in drei Minuten .

Ihr Braucht dazu einen Aquarium Schlauch oder einen anderen vom Baumarkt (Billiger) dazu Passende Schrauben ( Autohändler alte Radmuttern)
Die Schraube wird eingefettet und fest in den Schlauch gesteckt wenn der durchmesser passt ist die Sache schon mal von alleine Dicht.

Danach wird das andere Ende mit ein wenig Heißkleber gefüllt und fest mit einer Zange zusammen Gedrückt zusätzlich kann man nach dem erhärten den Schlauch noch mal mit den Feuerzeug erhitzen und nochmals mit der Zange zusammendrücken.
Danach werden die Kanten mit einer Schere schön rund geschnitten -ein Loch gebohrt und ein Karabiner eingehängt und fertig ist das Tiroler hölzel.
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon korsikaphil » 18.01.2012, 15:56

Bei steinigem, hängerträchtigem Grund schafft das Tiroler Hölzl zuverlässig Hänger-Abhilfe. Ich hab damit schon an Ecken erfolgreich gefischt, an denen täglich Fahrräder und Mopeds entsorgt werden, und jede Stoppelmontage sofort ihr Grab findet. Zudem ist die Bisserkennung bei ruhendem Gewicht hervorragend, da der Fisch das Röhrchen wie ein Pendel bewegen kann. Gerade das problemlose Versetzen des Gewichtes, oder das kontrollierte "Abtreibenlassen", sowie die hängerfreie Bodenerkundung sind mit einem Tiroler Hölzl gegeben.
Aufgrund dieses "Pendelns" verwende ich das Hölzl auch sehr gerne beim Grundangeln mit Köderfisch auf Raubfische.

Bei allen diesen Vorzügen verwundern die vielen Verbote: In diesem Zusammenhang sehe ich darin eine mit nichts zu begründende Schikane.

Ein Wurmangelverbot mag noch angehen, wenn der Verbieter dabei die Fischschonung im Hinterkopf hat. Aber womit ist es zu begründen, die einzig perfekte Methode, die eine wunderbare Präsentation und eine frühzeitige Bisserkennung ermöglicht, zu verbieten? Schießlich sind das die Grundvoraussetzungen für einen schnellen Anhieb, wie auch für ein problemloses Zurücksetzen des Fanges.

Wahrscheinlich steht eine Verschwörung der Geräte-Industrie dahinter, so nach der Formel:
"Wenn alle mit Hölzeln angeln, gibts viel weniger unlösbare Hänger, und wir verkaufen keine normalen Gewichte mehr."
Mehr Blei im Wasser bedeutet mehr Blei-Umsatz, deshalb das Verbot :roll:
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon brachsenangler » 18.01.2012, 17:45

Ich verwende das Tiroler Hölz immer um in sehr schlammigen oder krautreichen Gewässern zu fische.
Lg.
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon Sixpack » 18.01.2012, 18:39

Verwende das Hölzl auch gerne zum Barbenfischen in sehr hängerträchtigen Gebieten...Erfahrung bisher - Vorfach sollte etwas länger sein... (50-70cm)
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon Polsi » 18.01.2012, 18:43

Habe das Hölzl früher zum Zanderfischen verwendet. Ich bin draufgekommen, dass viele im Geschäft gekauften Hölzleinfach umfallen... Nur die, die ich damals bei Hiki bestellt hatte, standen tatsächlich am Grund, wie ich es mir versprochen hatte.
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon korsikaphil » 18.01.2012, 19:16

Wirklich gestanden hat bei mir noch keines, sind alles so Semi-Ständer :mrgreen:

Das beeinträchtigt die Funktion aber zum Glück so gut wie gar nicht, dann pendelts halt eben zur Seite.
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon kunifax » 18.01.2012, 23:19

Hallo Andreas !

Das Tiroler Hölzl ist, wie der Name schon sagt, in Tirol entstanden und zwar wahrscheinlich am Inn.

Die Fliegenpräsentation wird mit einer Fliegenrute sehr schwierig, wenn die Wurdistanz groß und nach dem Auftreffen der Nymphen auf der Wasseroberfläche sofort eine Tiefe bis zu 3 m erreicht werden soll.

Der Sinn ist, eine bestimmte Anzahl von Nymphen, meistens zwischen 3 und 5 wie einen Fächer zu präsentieren, wobei das ruckartige Stolpern des Hölzls über den Grund die Nymphen auf und ab bewegt, was vor allem auf die Äsche einen großen Reiz ausübt.

Das Hölzl hat sicher seine Berechtigung an großen Alpen-Flüssen, wie dem Inn, der ja über viele Monate im Jahr überhaupt unbefischbar ist. In den 80iger Jahren hatten wir am Inn in einem jahr einmal nur 15 Tage an denen die Fischerei nicht durch extrem hohen Wassertand oder starke Trübung beeinträchtigt war.

Leider ermöglicht die Methode aber Massenfänge, besonders auf Äschen und wer hört schon mit dem Fischen auf, wenn er nach 30 min die erlaubten 3 oder auch 5 Fische gefangen hat. Diese schlechten Erfahrungen haben die meisten Bewirtschafter dazu veranlaßt, das Hölzl zu verbieten.

Das Hölzl mit dem Fliegenzug ist auch im Bezug auf schonendes Zurücksetzen nicht gerade ideal.
Wer einmal auf Renken mit einem Zug gefischt hat, weiß, daß z.B. ein Kescher beinahe unbrauchbar ist, also muß auch jeder untermaßige Fisch gestrandet werden, egal wo, auf der Kiesbank oder im Sand!

Wenn hier einige schreiben, daß das Verbot des Tiroler Hölzls eine ungerechtfertigte Einschränkung ihrer fischereilichen Tätigkeit bedeutet, so hat das für mich einen etwas komischen Beigeschmack, denn leider hat sich herausgestellt, daß eben die Fischer nicht verantwortungsvoll mit den Resourcen eines Gewässers umgehen, sondern fangen was nur irgendwie möglich ist, wenn man ihnen das dazu nötige Gerät in die Hand gibt.

Diese Methode ist außerdem extrem erfolgreich in kleineren Flüssen, man ist im Stande, jede und ich betone nochmals jedein einem Gumpen stehende Äsche zu fangen und zwar alle hintereinander. Daß das für ein Gewässer und seinen Fischbestand nicht sinnvoll sein kann, muß wohl jedem klar sein. Nach dem nun fast überall das Hölzl verboten ist, haben findige lLeute das Czech-Nymphing "erfunden", dies ist nichts anderes als das Fischen mit der Fliegenrute und einer Montage, die genau einem Tiroler Hölzl entspricht. Der derzeit regierende Weltmeister hat bei einem Demonstrationsfischen bei Rudi Heger an der Deutschen Traun in einem Maße gefangen, daß die anwesenden einheimischen Gurus den Mund nicht mehr zu brachten.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, es geht hier ausschließlich um das Hölzl im Fließwasser mit einem Fliegenzug beim Fischen auf Salmoniden, als Grundblei in verschlammten Gewässern ist es ideal und auch legal, keine Frage.

Ich hoffe ich konnte Deine Frage einigermaßen beantworten

P.H.
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PS: übrigens gibt es im Fließwasser mittlerweile weit besseres als das Tiroler Hölzl, das sich nämlich im stark verblockten Wasser verläßlich verklemmt. :mrgreen:

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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon korsikaphil » 19.01.2012, 07:15

kunifax hat geschrieben:übrigens gibt es im Fließwasser mittlerweile weit besseres als das Tiroler Hölzl


Das da wäre?
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon DryFly » 19.01.2012, 07:43

korsikaphil hat geschrieben:.....
Wahrscheinlich steht eine Verschwörung der Geräte-Industrie dahinter, so nach der Formel:
"Wenn alle mit Hölzeln angeln, gibts viel weniger unlösbare Hänger, und wir verkaufen keine normalen Gewichte mehr."
Mehr Blei im Wasser bedeutet mehr Blei-Umsatz, deshalb das Verbot :roll:

Endlich wieder einmal eine ordentliche Verschwörungstheorie. Nach der Mondlandung, die angeblich nie stattgefunden hat, und nach 9/11 war es ohnehin wieder an der Zeit für irgendwas in dieser Art 8) :155:
Zuletzt geändert von DryFly am 19.01.2012, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, DryFly

"Fliegenfischer haben so etwas wie eine ‚Theorie der Neugierde‘ entwickelt. Die Theorie besagt, daß Fische, wie Menschen, manchmal auf Sachen anspringen, nur weil sie gut aussehen, nicht weil sie gut schmecken." (Norman Maclean)
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon Andreas » 19.01.2012, 08:41

Hallo Kunifax,

vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. Ich hoffe, es ist in Ordnung, deine Informationen für meinen Bericht zu verwenden. Gerne erwähne ich dich auch im Bericht, wenn du mir per PM nochmal deinen richtigen Namen schickst.

Könntest du das Czech Nymphing auch noch einmal näher ausführen bitte?

Und natürlich die Frage: Was ist das für eine geheimnisvolle Methode, von der das die Rede ist.

TL Andreas
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Re: Das Tiroler Hölzl

Beitragvon kunifax » 19.01.2012, 09:34

Hallo Andreas !

Das mit dem Czech - Nymphing beruht auf der gleichen Überlegung.

Ans Ende des Vorfaches kommt eine extrem schwere Nymphe und darüber zwei oder drei Springer.

Durch die Schwere der Nymphe braucht es mindestens eine Schnurklasse 6 um die Montage zu werfen. Sie wird diagonal stromauf geworfen, die schwere Nymphe ruckelt über den Grund und die Springer bewegen sich ruckweise auf und ab.

Wie immer sind erfolgreiche Systeme ziemlich einfach.

P.H.
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