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Das erste mal trocken

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Das erste mal trocken

Beitragvon Hanso » 15.06.2011, 19:59

Hallo,

mittlerweile befische ich, seit 16. März, mein neues Revier, die Triesting bei Weißenbach. Als Flifi Anfänger bin ich, seit der Saisoneröffnung ziemlich in diese Art des Fischens eingetaucht so dass ich keine Zeit finde meiner zweiten Passion, dem Karpfenfischen, nachzugehen.

Ich glaube wenn man mit dem Flifi einmal angefangen hat, kommt man nicht mehr so schnell davon los. Es ist eine regelrechte Sucht!

Anfangs habe ich, nicht nur weil es die Umstände verlangt haben, eher zur Nymphe gegriffen und die Trockene gemieden. Nach vielen Tagen am Wasser konnte ich nach einiger Zeit auch schon die eine oder andere Forelle zum Landgang überreden.

Wie die Überschrift verrät habe ich es vergangenes Wochenende das erste mal mit der Trockenfliege versucht und muss sagen, dass ich extrem begeistert bin.

Nicht nur der Wurf verlangt viel von einem ab(was mir als Anfänger nicht immer unbedingt leicht fällt), die ganze Präsentation der Fliege geht viel mehr ins Detail und trägt mMn viel am Reiz dieser Art des Fischens bei.

Ich suchte mir zu erst eine schön langsame Rieselstrecke um den Anfang nicht zusätzlich zu erschweren. Als ich den ersten steigenden Fisch ausmachen konnte durfte ich ihn wenige Minuten später auch schon über meinen Kescher führen. Meine erste BaFo beim Flugangeln und gleichzeitig mein erster Fisch mit der Trockenfliege. Es ist wirklich atemberaubend zuzusehen wie die Fliege regelrecht attackiert wird.

DSC00761_2.jpg


Nach ein paar Fehlbissen und einer weiteren Bachforelle, welche wie die erste wieder released wurde, bekamm ich einen heftigen Biss.

Ein paar Minuten später konnte ich nach einem wirklich spannenden Drill eine 38er ReFo fangen, welche ich mir mit meiner Freundin schmecken lassen werde.

DSC00816_2.jpg


Gruß Johannes
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Beitragvon Lahnfischer » 15.06.2011, 20:16

Petri und guten Hunger :up2:
Gruß Thomas

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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon koppenkitzler » 15.06.2011, 20:27

Petri Heil!

Kann das nachempfinden,seit einigen Jahren will ich auch NUR mehr Fliegenfischen(Teichansitze finden nur mehr bei Hochwasser oder Zeitmangel statt)

Die Sucht wird immer stärker....................

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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Lupus » 16.06.2011, 05:15

Ich bin zwar nur „Drittel-Fliegenfischer“, weil ich auf meine anderen beiden „Disziplinen“ Friedfisch sowie Raubfisch nicht verzichten will, aber eines kann ich bestätigen: Ohne Trockenfliege ist es nicht einmal halb so schön. Ich fische mit der Nymphe/Nassfliege in erster Linie in der kalten Jahreszeit oder an tiefen Strecken, wo die Fische eindeutig „nymphen“.
Aber in der Regel versuche ich wenn es geht, Fische entweder selber zum Steigen zu animieren oder sie in verstärktem Maße dann zu befischen, wenn sie steigen.
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Nixon » 16.06.2011, 11:09

Petri! Tolle Fische
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Hanso » 16.06.2011, 17:01

Danke für die Petris!

@ Bernhard, komisch bei mir ist es genau umgekehrt. Ich kann aus Zeitmangel fast keine Ansitze mehr machen. Nach der Arbeit ein paar Stunden im Fluss sind aber fast immer drinnen. Eher die längeren Sessions sind bei mir leider ein Problem geworden.

@ Lupus, ich muss wirklich sagen, dass einem was entgeht wenn man die Fischerei mit der Trockenfliege nicht ausübt. Wie meins du das mit "die Fisch zum steigen zu animieren"? Kann mir da leider nichts darunter vorstellen. Ich muss gestehen entweder bereits steigende Fische anzuwerfen oder einfach "verdächtige" Stellen abzufischen.

Gruß
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Spaceangler » 16.06.2011, 18:04

Schöner fisch , petri heil !
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon koppenkitzler » 16.06.2011, 21:56

Ja Hanso,das ist bei mir deswegen so,weil die Fliegenwasser 1 1/2 Stunden weg liegen,die Teiche und die Mur in der Südsteiermark eine halbe Stunde.
Und zum Karpfenfischen geh ich ein paar mal im Jahr für höchstens 4 Stunden und mit minimalistischer Ausrüstung.....

Mit Animieren meint Lupus,den Fisch mit verschiedenen Abdriftformen der Fliegezart zu reizen,ohne daß dieser die Hauptschnur bemerkt.
Voraussetzung ist ein langes,am besten verjüngtes Vorfach,das zart aufsetzt.
Zur Animation gehört natürlich auch das Durchprobieren von verschiedenen Trockenfliegen.

L.G.Bernhard
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Lupus » 17.06.2011, 05:34

koppenkitzler hat geschrieben:Mit Animieren meint Lupus,den Fisch mit verschiedenen Abdriftformen der Fliegezart zu reizen,ohne daß dieser die Hauptschnur bemerkt.
Voraussetzung ist ein langes,am besten verjüngtes Vorfach,das zart aufsetzt.
Zur Animation gehört natürlich auch das Durchprobieren von verschiedenen Trockenfliegen.

L.G.Bernhard

Hallo Bernhard, Hallo Hanso!


Hallo Hanso, hallo Bernhard.

„Zum Steigen animieren“ ist eigentlich eine Kunst, die einem nicht immer gelingt, einen dafür aber dann umso mehr freut.
Abdriftformen…….nun ja, mit EINER Ausnahme kenne ich eigentlich nur die Abdriftform, wo ich unter allen Umständen ein Dreggen der Fliege vermeide.
Jetzt aber die Ausnahme: Die Sedge (Caddis) = Köcherfliege kann man ruhig auch dreggen lassen bzw. kann es sogar einen Vorteil bedeuten. Ganz krass ist das bei einer eher groben buschigen Rehhaar-Sedge in der heißen Jahreszeit. Die kann man regelrecht quer über den Fluß schlittern lassen und sie reizt Forellen, die man vorher erst gar nicht steigen sah.
Das sind aber eher „grobe primitive Tricks“.
Der Idealfall ist eben, durch richtige Wahl der Fliege und möglichst natürliche Präsentation dem Fisch, der sonst nicht gestiegen wäre zu signalisieren, dass da etwas ist, wonach es sich zu steigen „lohnt“.
Dann gibt es noch einen „Trick“ auf kurze Entfernung: Du setzt einfach in ganz kurzen Abständen immer wieder die Fliege auf den Wasserspiegel und täuschst den Fischen dadurch das Beginnen eines Insektenschwärmens vor und sie werden beginnen, sich zu interessieren.
Das, @Hanso, hatte ich sogar einmal an der Triesting getestet, als ich dort eine Tageskarte hatte. Irgendwann im Laufe des Nachmittages war eine „fade Zeit“, wo nichts ging, und da stellte ich mich an eine etwas stärker strömende Stelle, und „peitschte“ auf diese Art mit der Trockenfliege und siehe da, sehr bald waren die Fische aufgewacht.
Es schaut nur „saublöd“ aus, wenn man da so steht und eigentlich mit ganz untypischer Manier nur mit kurzer Leine die Fliege aufs Wasser „klescht“. Ich verwende für diese „Wurfart“ gar nicht beide Hände, also nicht die linke Hand für die Schnur, sondern halte einfach in der rechten die Rute und fixiere die Schnur mit dem Zeigefinger, den ich dann loslassen kann, wenn ein starker Fisch angebissen hat .
Aber: das „Kleschen“ bitte nicht als ein Klatschen der Flugschnur auf´s Wasser mißverstehen: Einfach nur kurz aufsetzen, so dass es wirklich so aussschaut als ob da eine Fliege ganz kurz aufs Wasser aufsetzt und schon die nächste und die nächste. Dann schaut´s aus wie in der Natur, wenn Insekten zu schwärmen beginnen.
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon kunifax » 17.06.2011, 15:57

Hallo Lupus !

Die Amerikaner nennen das "Matching the Hatch" , wird von Ernst Schwiebert in seinen Büchern genauestens
beschrieben.

Petri Heil
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Hanso » 17.06.2011, 16:14

Hallo Lupus & Bernhard!

Erstmals danke für die ausführlichen Antworten!

@ Bernhard, verstehe das erklärt einiges! Ich hab das Glück, am Wochenende, wenn ich der Stadt entkommen will, nur 20 Minuten von meinem Fluß entfernt zu wohnen. Unter der Woche benötige ich zum Glück auch nicht erheblich länger. Für einen kurzen Abstecher, so wie es bei mir der Fall ist, ist dein Wasserl ja anscheinend zu weit entfernt. Was ich so mitbekommen habe, bist du aber dafür so ziemlich der Einzige der da fischt. Das sollte ja entschädigen. :)

@ Lupus, die "primitiven" Tricks beschäftigen mich ehrlich gesagt sehr, es ist noch ein weiter Weg bis ich wirklich von mir behaupten kann niet und nagelfest zu sein auf dem Gebiet. Ist ja wirklich eine Erfahrungs- bzw. Übungssache.
Zu dem leichten Aufsetzen der Fliege, in was für einer Entfernung von dir lässt du die Fliege da aufs Wasser? Stell mir das wurftechnisch auf eine etwas weitere Entfernung nicht gerade einfach vor. So wie ich das verstanden habe, sollte ja im prinzip nur die Fliege aufsetzen aber nicht die Schnur? Hört sich wirklich sehr interessant an!

Gruß Johannes
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon kunifax » 18.06.2011, 15:22

Hallo Johannes !

Der Trick besteht darin einen "Tuck" Cast zu werfen.
Hiebei geht die Hand im Stopp etwas nach oben und die Spitze wird gleichzeitig nach unten gedrückt.
Dadurch kommt die Fliege als erstes auf der Wasseroberfälche auf und kann, bevor sich die gesamte Schnur ablegt, wieder abgehoben werden.

Klar geht das nicht auf große Distanzen, aber auf ca 12 m funktioniert das schon,ein langes Vorfach ist von Vorteil.

Die zweite Methode ist einen Stimulator über das Wasser laufen zu lassen.
Also diagonal stromab, sofortiges, starkes Mending und dann mit hoher Rute den Stimulator ruckweise quer über laufen lassen.
Der Erfolg stellt sich selten bei den ersten beiden Würfen ein, große Forellen nehmen erst nach dem 5-8 Mal.

Petri Heil
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Re: Das erste mal trocken

Beitragvon Hanso » 19.06.2011, 10:29

Hallo Kunifax!

Danke für den Tipp!

Werd ich auf feden Fall versuchen!

Gruß
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