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Das Elektrofischen

Alles über fischen, das sonst nirgends hineinpasst!

Das Elektrofischen

Beitragvon Helmut K. » 21.09.2010, 19:46

Vielleicht interessierts ja den einen oder anderen .....
Das Elektrofischen



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Hinweis:



Die Gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften entsprechen den bayrischen und können in Österreich abweichen!



Unter Elektrofischen versteht man das Fischen mit Gleichstrom ( selten Impulsstrom). Wechselstrom wäre tödlich für die Fische also ist dieser ungeeignet und auch verboten. Die Anode ( Fangelektrode meist mit Kescher) bildet den Pluspol, die Kathode (Kupferlitze) bildet den Minuspol. Zwischen diesen beiden Polen bildet sich im Wasser ein Gleichstromfeld, dabei wird der Effekt ausgenutzt das die Fische auf den Pluspol (Fangelektrode) zuschwimmen und betäubt werden und so ohne Probleme gekeschert werden können. Es gibt stationäre, sowie tragbare E-Geräte zum Fischfang. Die meisten Geräte bestehen aus einem Verbrennungsmotor der mit einem Drehstromgenerator verbunden ist, mittlerweile sind auch Batteriebetriebene Fischfanggeräte im Handel die den Vorteil haben das sie bedeutend leichter und absolut geräuschlos sind, im Gegensatz zu den Geräten mit Verbrennungsmotor. Bei richtiger Handhabung und Einstellung der Geräte ist der Fischfang mit Strom die schonendste Methode die sich bietet Fische zu fangen.

Tragbares E-Gerät mit Verbrennungsmotor



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Anode (Fangelektrode)



Der Eisenring ist meist mit einem Fangnetz bespannt und an einem 2 - 3 Meter langen Kunststoffstab verbunden, an dessen Ende sich der Anschluss für das Stromkabel befindet.



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Die Kathode



Als Minuspol befindet sich eine Metalllitze am Ende des Anschlusskabels. Auf dem Foto ist die Metalllitze aus Kupfer, sie wird hinter dem Gerät im Wasser nachgezogen.



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Da es sich um Starkstrom in Verbindung mit Wasser handelt, wir reden hier von bis zu 15000 Watt und 750 Volt Spannung, ist eine gesonderte Ausbildung notwendig um das Elektrofischen durchführen zu können.

In der Regel reichen aber Geräte bis 3000 Watt Leistung und bis 600 Volt Spannung vollkommen aus.



Auch muss natürlich beim Watfischen mit Strom Wasserdichte Schutzkleidung ( Wathose oder –Stiefel) und geprüfte Handschuhe mit Isoliereigenschaften getragen werden. Diese müssen jedes Mal vor Beginn des Elektrofischens unbedingt auf Dichtheit überprüft werden. Sind diese undicht besteht unter Umständen Lebensgefahr.

Schutzhandschuhe zum Elektrofischen



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Auch Bedarf es einer Genehmigung der Kreisverwaltungsbehörde und des Eigentümers oder Pächter des Gewässers um das E-Fischen in einem Gewässer durchzuführen.



Das Elektrofischen gibt uns die Möglichkeit Fische zu fangen

- ohne sie zu verletzen (z.B. Laichfischfang)

- unter schwierigen Umständen wie massiver Krautbewuchs, Bäume, usw.



Die Aufgaben und Ziele der Elektrofischerei sind

- Bestandsaufnahme (was für Fische und wie viele sind im Gewässer vorhanden)

- Bestandsregulierung (z.B. Entnahme bei sehr hoher Bestandsdichte)

- Entnahme von Fischen ( z.B. bei Aalvorkommen in Salmonidengewässer oder Entnahme von Fischen aus Aufzuchtgewässern, usw.)





Allgemeine Anforderungen



1.Der Elektrofischer (muss als solcher zugelassen und ausgewiesen sein) ist für den Betrieb und Vorbereitung (Unterweisung der Helfer und Überprüfung des Gerätes und Kabel) verantwortlich.



2.Es muss mindestens ein unterwiesener Helfer ( unterwiesen in Gefahren, Schutzeinrichtungen, erste Hilfe) dem Elektrofischer zur Seite stehen.



3. Beim Betreiben des Gerätes sind unbefugte Personen zu warnen und bei Bedarf aus dem Gefahrenbereich (vom verantwortlichen Elektrofischer festgelegter Bereich um die Elektroden) zu verweisen.



4.Das Gerät darf nur in Betrieb genommen werden wenn ein gültiges Prüfzeugnis (Zulassungsschein, das Gerät muss alle 3 Jahre neu geprüft werden), Bedienschein (Ausweis über die abgelegte und bestandene Prüfung als Elektrofischer), staatlicher Fischereischein und der Berechtigungsschein ( Erlaubnis des Kreisverwaltungsreferat) vorhanden sind. Außerdem muss eine Zusatzversicherung abgeschlossen sein die das Elektrofischen beinhaltet.



5. Es muss sich ein Totmannschalter am Gerät oder an der Fangelektrode befinden. Der Totmanschalter bewerkstelligt das der Strom nur bei gedrücktem Knopf der Strom fließt. In Gefahrensituationen ( wie z.B. Sturz ins Wasser, usw.) lässt man den Knopf am Totmannschalter los, und so ist der Stromfluss sofort unterbrochen.



Die Fangelektrode darf nur vom ausgebildeten Elektrofischer selbst geführt werden.



Das Elektrofischen dient zur Pflege und Hege eines Gewässers und nicht um dieses Fischleer zu machen





Der Elektrofischer Kurs




Hier möchte ich Euch anhand des Stundenplanes und meiner persönlichen Eindrücke noch schildern wie so ein Kurs abläuft.



Da dieser Kurs jedes Jahr ( im Mai) nur einmal stattfindet und der einzige in Bayern ist, sollte man sich ziemlich bald (am besten noch vor Jahreswechsel) anmelden um einen Kursplatz zu erhalten. Austragungsort ist das Bayrische Institut für Fischerei in Starnberg/Oberbayern.

Ein Schreiben vom eigenen Fischereiverein das ein neuer Elektrofischer im Verein benötigt wird hilft meist einen der begehrten Plätze zu sichern. Die Kosten von 175.- Euro einschließlich der Prüfungsgebühren werden in der Regel auch von den Vereinen bezahlt, da man sich ja meist dann ja auch verpflichtet dem Verein im Bedarfsfall zur Verfügung zu stehen.



So nun aber zum Kursablauf, in Farbe stehen dann auch meine auch nicht immer ernst gemeinten Kommentare dabei.





Montag



Nach 80 Km Anfahrt pünktlich zum Kursbeginn um 10 Uhr am Institut angekommen. Der Seminarraum füllte sich zusehends und so waren bei der Begrüßung des Institutsleiters 62 Kursteilnehmer anwesend. Wie sich noch im Verlauf der Woche in Gesprächen untereinander rausstellte kamen die Teilnehmer aus sämtlichen Regionen Bayerns, sogar waren jeweils auch ein Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, Italien und Frankreich dabei. Auch quer durch sämtliche Berufe wie Polizist, Lastwagenfahrer, Lackierer, Architekt usw. führte die Teilnehmerliste.



Der Stundenplan für Montag schaute dann folgendermaßen aus:

Bis 12 Uhr Mittags Unfallverhütung dann eine Stunde Mittagspause

13 – 14 Uhr Rechtliche Grundlagen und Genehmigungsverfahren

14 – 15 Uhr Theorie im Fischtransport, danach kurze Kaffeepause

15.30 – 17.30 praktische Übungen im Fischtransport



So der erste Tag war vorbei, man kam sich wieder vor als würde man zur Schule gehen und der Unterrichtsplan für Dienstag verhieß nichts gutes :roll:



Dienstag



Von 8 – 10 Uhr Aufgaben und Ziele der Elektrofischer.

Von 10 – 17.30 Uhr Elektrotechnische Grundlagen und VDE Bestimmungen zum Betrieb und Bedienung.



Schon vorgewarnt am Montag vom trockenen Unterricht schockte uns dieser Tag. Die Unterrichtsunterlagen wurden immer mehr und wer außer Elektriker interessierte sich vorher noch für das Ohmsche Gesetz U= r * i oder U= p * i oder weiß noch jemand die Grundlagen der Elektrotechnik wie Abkürzungen und Formelzeichen von Spannung, Widerstand, Leitfähigkeit, usw. ? Ich wusste sie wie viele andere nicht mehr.

Mein Gegenüber, ein netter Kerl aus Niederbayern von Beruf Lackierer sagte: Ich will wieder heim, wie soll man sich das alles nur merken :wallb:



Aber eines muss ich sagen: Der Diplom-Ing. der diesen Unterricht machte erklärte vieles so gut das es so gut wie alle, mit einer Ausnahme wieder in den Griff bekamen, mein Kompliment und meine Hochachtung davor :!:



Mittwoch



Von 8 – 10 Uhr wieder rechtliche Grundlagen und Genehmigungsverfahren Teil 2

Von 10 – 12 Uhr Elektrophysiologische Grundlagen, Leitfähigkeiten des Wassers



So der größte Teil der Theorie war hinter uns Gott sei es gedankt

Am Nachmittag wurden die Teilnehmer auf 4 Gruppen aufgeteilt wo praktische Übungen, Unterweisung der Helfer und verschiedene Geräte durch Hersteller gezeigt wurden.



So die Theorie war eigentlich nun vorbei, Grausen vor der Theoretischen Prüfung war aber immer noch bei jeden vorhanden, da man ja nicht wusste was drankommen würde und wir unzählige bedruckte Seiten in unseren Unterrichtsmappen vor uns hatten.



Zuhause angekommen schnappte ich mir das Telefon um meinen Vereinskollegen anzurufen der vor ca. 10 Jahren die Prüfung machte, um mich zu erkundigen wie es damals ablief. Der beruhigte mich dann ein wenig, in dem er sagte: so dramatisch ist das nicht, wenn man im Unterricht aufpasst bekommt man das schon hin. Na sauber, wird schon werden waren meine Gedanken bevor ich im Bett die Augen schloss.





Donnerstag



8 – 10 Uhr erste Hilfemaßnahmen bei Stromunfällen.



Vor Unterrichtsbeginn dachte ich mir noch das werden 2 Stunden Langeweile pur wenn da ein Ausbilder vom Roten Kreuz seinen Vortrag hält. Falsch. Hab noch nie einen gesehen der so locker und sehr witzig diesen doch eher auch trockenen Stoff vortrug.



Von 10 bis 12 Uhr praktische Fangtechnik.



Nach der Mittagspause fuhren die 4 aufgeteilten Gruppen zur praktischen Ausbildung ans Gewässer.



Das ganze bei über 30 Grad, wolkenlosen Himmel an einem mit zum Teil starken Strömung und Bauch hohem Fluss war zwar nicht unbedingt ein Zuckerschlecken aber sehr interessant und lustig.



Danach ging unsere Gruppe zusammen in einen Biergarten und ließen uns eine Brotzeit und frische Getränke schmecken. Das hatten wir uns in dieser Woche schon lang verdient.



Freitag



Nun war er also da der Tag der Prüfung. Unser Kurs wurde in 2 Gruppen aufgeteilt, die erste Hälfte hatte zuerst Theoretische Prüfung, der zweite Teil ( wo auch ich vertreten war) praktische Prüfung. Da ich es so schnell wie möglich hinter mir bringen wollte, war ich einer der ersten, der an einer der 3 Prüfstellen bereitstand.

Das Objekt der Begierde

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Mit doch einer gewissen Portion mulmigen Gefühls stand ich also nun vorm Prüfer und das Zenario der Prüfung das so ausschaute begann. Man musste dem Prüfer (der einen Helfer spielt) Unterweisen ( z.B. Gefahrenbereich abgrenzen, Unterweisen, Über Dichtigkeit der Schutzkleidung hinweisen und auch zum Anlegen der Schutzkleidung hinweisen und Auffordern). So nun steht man im Wasser und wenn man jetzt dem Prüfer das Zeichen gibt den Strom einzuschalten und man hat was vergessen, war die Woche Lehrgang umsonst.



Vergessen hatte ich nichts und so war um kurz nach 8 die praktische Prüfung bestanden.



Um 10 Uhr folgte dann für unsere Gruppe die theoretische Prüfung. Es waren 50 Punkte zu vergeben. Wer 43 Punkte oder mehr hatte sicher bestanden. Von 43 bis runter auf 30 Punkte musste in die mündliche Prüfung, unter 30 Punkte war man durchgefallen. Als die Prüfungsunterlagen vor einen lagen und man sie überflogen hatte, sah man sofort das man diese Prüfung eigentlich wenn man im Unterricht aufgepasst hatte bestehen kann. Die Zeitvorgabe war reichlich und jeder war eigentlich schon vor Ablauf dieser fertig. Nun begann die Auswertung, nach Ende dieser wurde dann die Liste der mündlichen Prüfung ( die mir erspart blieb) ausgehängt. Nach Ende der mündlichen Prüfung erfolgte dann die Ausgabe der Bedienschein und die Prüflinge wurden mit Glückwünschen nach Hause entlassen.[/center]
Gott erschuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.
Gruß Helmut
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon WiM » 22.09.2010, 14:12

Sehr interessanter Bericht! Hoffe ich habs nicht überlesen - aber welchen Wirkungskreis erreicht man damit - d.h. wie weit weg werden die Fische betäubt?
tight lines
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Limnologe » 22.09.2010, 18:27

du kriegst in etwa die fische die im radius von nem halben meter um die elektrode sind, allerdings lässt sich die stromstärke etwas regulieren was auch den radius verändert.
manchmal funktioniert es auch, die handelektrode zu werfen, und die btäubten fische folgen dann der elektrode nach, ist recht beeindruckend das zu sehen, funkt aber nicht immer
dann ist noch zu beachten, dass man alle hindernisse und auch den untergrund gut absucht.

ist sicher ne interessante sache, die jeder fischbegeisterte gesehen haben sollte.

die krönung vom elektrofischen ist die variante vom boot aus, mit mehreren elektroden auf einer dem boot vorgelagerten geberstange. Der Impuls geht hier viel tiefer, und der radius erhöht sich sehr stark (bis mehrere meter), dabei sollten etwa 2-3 leute keschern-wird z.b. an der donau für wissenschaftliche bestandsaufnahmen angewendet und vor ein paar jahren gab es den bericht über den bestand vom donaukanal, wo diese methode auch angewandt wird.

übrigens wurde an der donau in letzter zeit der bestand auch mit langleinen erhoben.
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon zwi » 22.09.2010, 20:43

die handelektrode zu werfen, und die btäubten fische folgen dann der elektrode nach


1. seit wann können betäubte Fische schwimmen? :lol: :lol: :lol:
2. Wenn Handelektroden geworfen werden dürften diese auch nicht mehr funktionieren, ausser man hält sich nicht an die Vorschriften

Werter Limnologe, ich empfehle Dir dringend einen E-Fischerkurs zu besuchen :!: :!: :!:
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Helmut K. » 22.09.2010, 21:19

Der Radius ist ja auch ein wenig größer als einen halben Meter :wink:
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Gruß Helmut
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Limnologe » 22.09.2010, 22:37

@ zwi:
mich würde interessieren, auf welchen erfahrungen du deine behauptungen stützt?

solltest du einmal in den genuss des e fischens kommen und deine starre geisteshaltung etwas beugen, wirst du sehen dass das funktioniert.

betäubte fische können sich sehr wohl noch bewegen, die fallen ja nicht wie ein stein auf den grund :wink: :wink:

wie kommst du auf die idee, dass die elektroden nur in der hand funktionieren?
wie würdest du einen tieferen pool in einem bach abfischen (ohne schlauchboot) wenn du nicht die elektrode etwas nach vorne wirfst und sie dann am kabel wieder einholst? (denn, wenn du ein aggregat am rücken hast, das nicht nass werden darf, ist die einsatztiefe schonmal beschränkt, es gibt halt auch tiefe stellen in manchen bächen)

wie kommst du auf die idee, dass das unerlaubt ist?

und zu guter letzt: hast du überhaupt eine ahnung vom e fischen, in unterschiedlichen gewässern, mit unterschiedlicher tiefe? :roll: - und ich rede hier nicht von gleichmäßigen bächen die bestenfalls knietief sind und festen untergrund haben.




@ helmut: welchen radius würdest du denn genau angeben, wenn die elektrode still gehalten wird?
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Thorhammer » 23.09.2010, 09:28

Ein sehr interessanter Einblick - Danke

Gruß
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Helmut K. » 23.09.2010, 09:39

@ Limnologe
Elektroden hat man nicht an der Hand, wenn dann die Anodenstange ;)
Das werfen mit der Anodenstange war früher oft zu sehen, mittlerweile ist es bei uns untersagt, weil zu gefährlich.
Die Bewegung der Fische ist nicht gewollt und kontrolliert, sondern wird durch den Strom ausgelöst.
Fürs befischen tieferer Stellen gibt es auch längere Anodenstangen.
Der Umkreis der Anode hängt von vielen Faktoren ab ( Leistung des E-Gerätes, Bodenbeschaffenheit, Wasserleitfähigkeit, usw.) darum kann man den Umkreis nicht genau nennen, weil er immer unterschiedlich sein wird.
Gott erschuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.
Gruß Helmut
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Schloma » 23.09.2010, 12:12

Diese " Anziehung" der Fische ist doch auch unter dem Begriff Elektrostasis bekannt.
Petri Heil und fette Beute!!!
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon Limnologe » 23.09.2010, 12:18

lieber helmut, falls du es noch nicht weißt:
elektrode ist der sammelbegriff für kathode und anode :idea:

meine radiusangabe war eine ungefähre angabe, dass sich jeder etwas darunter vorstellen kann.
wie ich oben geschrieben habe hängt der radius bsp vom aggregat, bzw wie dieses eingestellt wurde. weitere faktoren sind, wie du schon erwähnt hast, bodenbeschaffenheit, wasser, hindernisse, elektrode etc)

die bewegung der fische (kein schwimmen) ist auch ein sehr interessantes phänomen. es sieht so aus wie pulsiernde zuckungen des fisches. der fisch versucht dabei, dem elkotrmagnetischen feld der elektrode zu folgen.

wie auch immer, das elektrofischen ist eine sehr spannende angelegenheit. ich empfehle jedem der die möglichkeit hat (bsp gwässerpflege oder bestandsaufnahme) darann teilzunehmen.
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Re: Das Elektrofischen

Beitragvon zwi » 28.09.2010, 15:37

mich würde interessieren, auf welchen erfahrungen du deine behauptungen stützt?

E-Kurs und E-Befischungen

solltest du einmal in den genuss des e fischens kommen und deine starre geisteshaltung etwas beugen, wirst du sehen dass das funktioniert

siehe oben

betäubte fische können sich sehr wohl noch bewegen, die fallen ja nicht wie ein stein auf den grund

Das tun die Fische aber, wenn man es nicht richtig macht. Den Fisch zieht es ja durch Muskelkrämpfe Richtung Anode, falls der Fisch komplett das Bewusstsein verliert gibts auch keine Muskelreaktionen mehr. Betäubt werden die Fische erst im Becken (z.B.: Bestandserhebungen)

wie kommst du auf die idee, dass die elektroden nur in der hand funktionieren?
wie würdest du einen tieferen pool in einem bach abfischen (ohne schlauchboot) wenn du nicht die elektrode etwas nach vorne wirfst und sie dann am kabel wieder einholst? (denn, wenn du ein aggregat am rücken hast, das nicht nass werden darf, ist die einsatztiefe schonmal beschränkt, es gibt halt auch tiefe stellen in manchen bächen)

Weil auf jeder Anode ein Totmannschalter sein muss, ausser wie leider oft üblich der Totmannschalter mit Isolierband abgeklebt wird.

wie kommst du auf die idee, dass das unerlaubt ist?

Weiss nicht mehr genau wo das geregelt ist, aber es ist definitiv Vorgeschrieben und sollte, wie oben bereits erwähnt, die Funktion überbrückt werden, hast bei einem Unfall schlechte Karten

und zu guter letzt: hast du überhaupt eine ahnung vom e fischen, in unterschiedlichen gewässern, mit unterschiedlicher tiefe? :roll: - und ich rede hier nicht von gleichmäßigen bächen die bestenfalls knietief sind und festen untergrund haben.

Bisserl eine Ahnung hab ich schon davon - aber eher mehr praktischer Natur, die Theorie is schon wieder bisserl in Vergessenheit geraten.

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