Willkommen im größten österreichischen Forum rund ums Angeln und Fischen

Das Drachkovitch System

Zander,Hecht,Wels,Barsch&Co

Moderator: hgb

Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 08.01.2011, 12:10

Die meisten werden das Drachkovitch System sicher kennen. Ich möchte aber trotzdem was darüber schreiben, weil es einige vielleicht doch noch nicht so gut kennen und manche sich noch nicht mit den wirklichen Vorteilen gegenüber den sogenannten „Nachbauprodukten“ auseinandergesetzt haben. Weiters gibt es Einsatzgebiete für dieses System die noch nicht so bekannt sind.

Bild

Bild

Auf was kommt es an:
Wichtig ist bei diesem System, dass der Bleikopf mit einer gelenkigen Spange am System montiert ist. Dadurch bewegt sich der Köder beim Angeln natürlicher, was die Bissausbeute steigert. Weiters ist es wichtig, dass das Blei nicht fix montiert ist. Das Originalsystem verwendet ein Spaltblei, so kann man immer flexibel auf Wassertiefe und Strömungsdruck reagieren.
Beim Drachkovitch System wird sehr dünner Draht verwendet, wodurch der Köder bei der Montage nur wenig verletzt wird und dadurch länger verwendet werden kann. Dadurch kommt auch der Köder in den Vordergrund und nicht das Drahtgeflecht.
Ein weitere Vorteil ist, dass sich die dünnen Drillinge bei einem Hänger aufbiegen, wenn man
eine qualitativ hochwertige Schnur verwendet. Ab Größe 2 (Zandergröße) hat der hintere Drilling einen roten Wollfaden montiert, der auf die Zander sehr anziehend wirkt. Ich habe schon experimentiert und den vorderen Drilling mit den roten Wollfäden ausgestattet und festgestellt, dass dann die Bisse vermehrt im Kopfbereich erfolgen. Das heißt der Wollfaden simuliert eine blutende Verletzung und animiert die Räuber zu einem Biss. Zudem kann man auf den Wollfaden auch Lockstoffe sprühen, der Faden saugt sich voll und gibt dann die Lockstoffe langsam wieder ans Wasser ab.

Einsatzgebiete:
Das Drachkovitch System eignet sich für Barsch, Zander und Hecht, als Köder kann man Köderfische verwenden, aber natürlich auch Gummifische jeder Art. Ich verwende das Drachkovitch System auch für alle Gummiköder die größer als 8cm sind. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, mit 2 Drillingen ist die Fehlbissrate einfach wesentlich niedriger als mit
einem Einzelhaken oder Einzelhaken mit Zusatzdrilling.
Man zwickt dafür einfach die Spange vorne ab und montiert den Gufi genau so wie einen Köderfisch. Es gibt für jede Ködergröße das richtige System, Größe 0 und 1 sind für Barsch, 1 und 2 für Zander, 3 und 4 sind für Hecht geeignet

Bild

Bild

Angelmethoden:
Das Drachkovitch System wurde für das Zander Spinnfischen entwickelt. Man haucht durch leichtes Zupfen mit der Rute dem Köder Leben ein und lässt ihn immer wieder an gespannter Schnur zum Grund sinken. Man kann den Köder auch ein paar Sekunden liegen lassen, denn
manchmal nehmen die Fische den Köder auch vom Grund auf. Auch die Faulenzer Methode
funktioniert sehr gut, dabei bewegt man die Rute nicht, man macht nur ein bis zwei Kurbelumdrehungen mit der Rolle. Wichtig ist dass man nicht bei einem Führungsstil bleibt, manchmal bringt kräftiges Zupfen den Fisch, wenn die Fische träge sind reicht oft schon eine halbe langsame Kurbelumdrehung bei der Faulenzermethode. Das Bleigewicht sollte in Seen ca. 1g pro Meter Wassertiefe sein, in Flüssen entsprechend mehr. Wichtig ist dass man immer Grundkontakt spürt, Zander fängt man fast ausschließlich am Grund. Anfänger sollten lieber etwas mehr Blei verwenden und erst bei mehr Erfahrung das Gewicht schrittweise an die Formel so wenig wie möglich, so viel als nötig anpassen.
Ich nehme das Drachkovitch System auch für die drop shot Montage, denn 2 Drillinge fangen
einfach besser. Meiner Erfahrung nach ist diese Montageart der Montage mit Offset Haken mit Zusatzdrilling um Häuser überlegen. Der Anhieb erfolgt bei allen Methoden beim kleinsten Zupfer, sofort hart und kompromisslos bei fast geschlossener Rollenbremse anschlagen. Im Drill sollte man allerdings die Bremse wieder etwas öffnen.

Bild

Angelgerät:
Man verwendet eine Rute mit einem Wurfgewicht von 10 bis 70g und einer Länge von 2,40 bis 2,70. Die Rute sollte leicht und sehr gut ausbalanciert sein, das heißt, wenn man die Rute beim Rollenhalter in die Hand nimmt, sollte die Spitze der Rute kaum nach unten fallen. (je weniger desto besser). Man braucht zu diesem Test keine Rolle, es ist ein Irrglaube dass die Rolle an der Balance der Rute noch viel ändert. Die Rolle ist ja am Drehpunkt der Rute montiert und übt daher kaum ein Drehmoment auf die Rute aus. Das ist auch der Grund warum ich eher zu kürzeren Ruten tendiere, da diese meist besser ausbalanciert sind. Als Rolle sollte man eine leichte 2500er verwenden, als Schnur ist eine 0,17er z.B. Spiderwire oder Fireline ideal. Ich verwende immer ein 2m langes Fluorocarbon Vorfach in der Stärke 0,30 bis 0,36 das ich mit dem Albright Knoten an die Hauptschnur binde. Karabiner verwende ich nur DuoLock Snaps mit ca. 10kg Tragkraft. Richtiges Gerät bringt mehr Fisch, weil die Zander manchmal sehr fein beißen, das würde man mit zu schwerem Gerät gar nicht mitkriegen. Oft sind die Bisse kaum von einem Kontakt mit einem Stein zu unterscheiden.
Im Zweifelsfall immer anschlagen.

Nachteile:
Für mich sind die Drillinge beim Drachkovitch System ein bisschen zu klein. Die vordere Spange, wo das Blei montiert ist etwas zu filigran. Es kann schon mal passieren dass beim Wurf das Blei davon fliegt und dann hält die Spange so schlecht, dass man oft auch das System verliert. Man kann sich ausmalen, was passiert, wenn man das Blei im Drill verliert.
Die Drillinge sind mit Draht am System montiert. Leider kommt es vor dass sich im Drill der
Drilling aus dem Köder löst und wenn sich dann der Fisch um die eigene Achse dreht bricht der Draht und der Fisch ist weg. So habe ich leider schon ein paar schöne Zander verloren. Leider ist die Spange wo das Blei montiert ist sehr kurz, wodurch man keine schwereren Bleiköpfe als 18g montieren kann. Manchmal ist es aber nötig 25g oder 30g zu verwenden.

Fazit:
Das originale Drachkovitch System ist das beste am Markt erhältliche Köderfisch-System. Wer die die kleinen Fehler auch noch beseitigen möchte muss sich selber was bauen.

Ich baue mir seit ein paar Jahren auch selber Systeme, wie ich das mache und welche Materialien ich verwende schreibe ich in Kürze in einem eigenen Bericht.
Dateianhänge
Albert1_skl.jpg
Albert Drachkovitch mit seinem Freund Claude Valette bei einer Rast, 2008 am Ebro in Spanien
Albert_skl.jpg
Albert Drachkovitch 2008 in Spanien am Ebro
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Werbung

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Rene_F » 08.01.2011, 12:24

hy

Danke, toller beitrag :-)

grüsse Rene
Zuletzt geändert von Rene_F am 22.10.2011, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
Rene_F
Karpfen
 
Beiträge: 487
Bilder: 2
Registriert: 19.05.2010, 06:50

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon RandyAndy » 08.01.2011, 17:00

Wow, besten Dank für diesen detailierten Beitrag!

Freue mich ebenfalls auf das Eigenbausystem.
Be the change!

Wer Rechtschreibfehler fängt, darf sie (ungeachtet ihrer Größe) behalten.
Benutzeravatar
RandyAndy
Brasse
 
Beiträge: 155
Registriert: 31.08.2010, 15:39
Wohnort: Wr.Neustadt

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Farmer6 » 08.01.2011, 20:59

@ Bruno

Da schau ich seit langen wieder mal ins Forum und was sehe ich !!!!!
All deine Geheimnisse in einem Beitrag........

Jetzt wird der Absatz an den Systemen deutlich steigen....

Ich kann nur sagen es funktioniert 1A!!!!!!

Grüße Farmer6 :applaus:
Thigt Lines

Florian

www.tackle-news.com
Benutzeravatar
Farmer6
Brasse
 
Beiträge: 135
Registriert: 26.04.2010, 18:46

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Hellvis » 09.01.2011, 11:08

Danke, interessanter Beitrag.

Ich bin eigentlich reiner KuKö-Angler. Warum verwendest Du das System auch bei Gummifischen. Ich glaube schon, dass es funktioniert. Ich kann aber keinen Vorteil erkennen, der nicht auch mit wesentlich geringerem Aufwand möglich ist.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1311
Bilder: 2
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Farmer6 » 09.01.2011, 19:48

Der große Vorteil vom System am GUFI sind die 2 Drillinge.
Man bekommt einfach mehr Fische an den Haken.

6 Haken sind nun mal mehr als 1er!!!!

Grüße Farmer6 :prost:
Thigt Lines

Florian

www.tackle-news.com
Benutzeravatar
Farmer6
Brasse
 
Beiträge: 135
Registriert: 26.04.2010, 18:46

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 09.01.2011, 20:18

@Hellvis
Das Drachkovitch System hat einige gravierende Vorteile:

1. Das Blei ist gelenkig montiert, wodurch beim "zupfen" eine nocht attraktivere Köderführung möglich ist
2. Der Gufi ist über die gesamte Länge flexibel und beweglich, weil kein Jighaken ihn an der Bewegung hindert.
Beim Jig Haken bewegt sich nur der Teil hinter dem Haken, der Rest ist fix.
3. Durch das Spaltblei ist das Gewicht rasch an sich ändernde Bedingungen anpassbar
4. Die Drillinge lassen sich bei einem Hänger aufbiegen, bei den meisten Jighaken geht das nicht
5. Ein feiner Drilling fasst in einem harten Zandermaul wesentlich besser als ein Jig Haken
6. Zander beißen gerne in den Kopf, besonders bei größeren Ködern. Beim Darchko System habe ich einen Drilling im
Kopfbereich. Bei größeren Ködern verwendet man üblicherweise auch größere Jig Haken und dann ist der Kopfbereich
ohne Haken.

@Farmer6
Zu Deiner Feststellunge in Deinem 1, Kommentar:

Michael Montaigne sagte: "Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?"
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Hellvis » 09.01.2011, 20:50

Danke HGB

Drillinge meide ich weitgehend - erst recht 2. Auch beim Hechtfischen: ich fische aber nicht mit 23cm-Teilen.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1311
Bilder: 2
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 09.01.2011, 21:17

@Hellvis
Die Drillinge verletzen die Fische nur sehr selten, weil sie relativ klein und feindrähtig sind. Ein Jig Haken haut da ein ganz anderes Loch in den Kiefer oder Schlund des Zanders.
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Hellvis » 10.01.2011, 09:39

Ich verwende gerne solche Haken: Twistlock Hook. Ist im Grunde genommen ein Offset-Haken, wobei der Köder etwas "gelenkiger" befestigt ist.

Als Texas-Rig gefischt sollte das ähnlich funzen. Heuer werde ich vielleicht auch einmal diese Variante probieren: Jika Rig. Ist so etwas wie ein verkürztes DS-Rig. Ich habe bei Barschen mit schwereren Jig-Köpfen viele Fehlbisse. Ich hoffe, dass durch das bewegliche Blei dieses Problem vermindert wird.

Zu den Vor/Nachteilen eines Einzelhakens oder Drillings muss man sich gesondert Gedanken machen. Ich habe bei Barschen (nicht Zander!) mit Drillingen keine allzu guten Erfahrungen und verzichte wenn möglich darauf.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1311
Bilder: 2
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 10.01.2011, 22:40

Für die Finesse Methoden verwende ich natürlich auch kein Drachkovitch System, da wäre das ja kontraproduktiv.
Und für Barsche, da gebe ich Dir recht, ist auch kein Drilling nötig, denn die haben ja ohnhin ein weiches Maul.

Der von Dir verwendete Haken ist sicher ideal für Texas und Carolina Rig, es gibt aber noch viele andere Techniken und Methoden, die manchmal wesentlich mehr Fisch bringen, wo ein Drachkovitch System besser passt.

Bei den schweren Jig Köpfen ist das mit dem Einsaugen ein Problem, ist übrigens ein weiterer Vorteil des Drachkovitch Systems, den ich vergessen habe. Weil da ist ja ein bewegliches Gelenk zwischen Bleikopf und Köder, das das Einsaugen erleichtert.

Ich habe im letzten Jahr schon ein bißchen mit dem französischen plomb palette System experimentiert, das ist so ähnlich wie das Jika Rig, bin aber nicht besonders "warm" damit geworden. Das schmale Blei bietet fast keinen Widerstand und es fällt schwer Kontakt zum Köder zu halten und diesen zu führen. Eigentlich kann man das nur vertikal fischen.

http://www.youtube.com/watch?v=S4m400QDqKM
Dateianhänge
plomb-palette-1.JPG
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Hellvis » 11.01.2011, 15:11

Danke für den Link. Wie schwer ist eigentlich so eine plomb Palette? In Relation zum Köder muss ja das ein ordendlich schweres Teil sein?
Die PP ist übrigens - wenn ich es richtig gesehen und verstanden habe - auf der Hauptschnur beweglich angebracht. Das kann in vielen Situationen (ähnlich wie beim Texas Rig) zwar Vorteile bringen; der Köderkontakt ist aber sicher schlechter.
Hellvis
Huchen
 
Beiträge: 1311
Bilder: 2
Registriert: 11.07.2006, 14:33
Wohnort: Gmunden, Raum Linz

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 11.01.2011, 21:27

Die Bleigewicht bewegen sich so von 10g bis 30g. Das Palettenblei (plomb = Blei, palette = die Palette) ist wie beim Texas Rig beweglich auf dem Fluorocarbon Vorfach montiert. Der Köderkontakt ist eben wirklich schlecht, ich glaube das funktioniert nur vertikal unter dem Boot. Was ich bis jetzt gesehen habe fischen die Franzosen das auch nur vertikal.
Und das ist mir eigentlich ein bißchen zu fad.
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon Lupus » 12.01.2011, 08:04

Hallo Leute!
Hier mein „Erfahrungsbericht“ zu diesem an und pfirsich sicher sehr guten System:
Als ich Ende der 80er oder ungefähr um jene Zeit in einem Blinkerheftl von diesem System das erste Mal las, dachte ich, nun auch für meine Hausgewässer den „Stein der Weisen“ gefunden zu haben, falls es gilt, nicht nur ansitzmäßig sondern mehr auf der Pirsch dem Zander nachzustellen.
Hoch motiviert bestellte ich bei einem bekannten deutschen Raubfischversand einige der Systeme in 2 Größen, und mit Köderln bewappnet begab ich mich an einem unwirtlichen Wochentag zu unwirtlicher Stunde an´s Wasser, damit ich auch alleine bleibe mit meiner neuen todsicheren Methode, denn meine These lautete: Die wenigsten ansässigen Angler lesen die neuesten Taktiken, und ein herausposaunen davon an potentielle Nachahmer wäre für meine eigenen Zanderambitionen kontraproduktiv und zu blauäugig, um nicht zu sagen „treudoof“, wie ein Freund von mir aus Niedersachsen trocken bemerken würde.
Unbehelligt von einer neugierigen Fangemeinde startete ich also mein Vorhaben.
Was ich bestätigen kann ist die sehr verlockende Führungseigenschaft durch das flexibel angebrachte Blei. Schon im flachen Wasser dachte ich, das muss ja lahmen Zandern Flossen machen!
Was ich nicht bedachte: Das alles liest sich sehr schön, aber wer vom Ufer angeln muß und dies in hängerträchtigen Altarmen, wie sie nun einmal in meiner Gegend die sich bietenden Gewässer sind, fördert damit nur den Umsatz der Händler. Denn das Werk der in die Tausendschaft gehenden Biber der Donauauen beschränkt sich nicht nur auf die gefällten Bäume, sondern auf die natürlich für den Angler unsichtbaren kleineren abgenagten und abgesoffenen Äste, die diese Tierchen schön am Gewässergrund verteilen. Nach ein paar Wochen ist selbst ein nur meterlanger entrindeter und abgesoffener Ast-Teil ein bombensicherer Hänger und selbst wenn man so stark fischt, dass sich nur der Haken aufbiegt, ist das keine Garantie. Abgesehen davon dass, natürlich vorhandene Fische wahrscheinlich vergrämt wurden.
Als ich dann vor 2 Jahren wieder in einem Blinkerheftl von der ebenfalls aus Frankreich stammenden Plomb-Palette las, war wieder mein erster Instinkt: Lesen, innerlich verdauen, schön still sein und ausprobieren. Bevor ich aber damit anfing, fiel mir wieder mein Abenteuer mit dem System ein. Bei der Plomb-Palette würde es nicht anders sein. Diese Methoden sind wirklich eher für Bootsfischerei oder eben hindernisfreiere Gewässer gedacht.
Benutzeravatar
Lupus
Wels
 
Beiträge: 7765
Registriert: 19.03.2005, 10:58
Wohnort: Wien

Re: Das Drachkovitch System

Beitragvon hgb » 12.01.2011, 08:49

@Lupus
Ja, da hats Du nicht ganz unrecht. Das mit dem Aufbiegen funktioniert leider auch nicht immer und es ist schon eine Materialschlacht. Ich fische damit überwiegend vom Boot und vom Ufer montiere ich es mit der drop shot Monatge. Darum baue ich das System auch selbst, ich brauche davon 200 Stk. pro Jahr. Aber es fängt schon sehr gut :) . Albert Drachkovitch hat aber zweifelksfrei das Zanderangeln mit seinem System revolutioniert. Er hat damit den Startschuss zum Spinnangeln auf Zander gegebn, der ja bis dahin als unfangbar mit der Spinnrute galt.

Das plomb palette kann man eigentlich nur vom Boot aus fischen, da man es ja vertikal führen sollte. Und selbst damit habe ich nichts gefangen.

Ich bin trotzdem für alle neuen Methoden sehr aufgeschlossen und auch die plomb palette kriegt heuer noch eine Chance. Ich konnte damit meine Techniken Jahr für Jahr verfeinern. Ich hatte bereits vor 10 Jahren mit der drop shot Monatge experimentiert, allerdings ohne Erfolg. Wie das dann in den Medien wieder publik geworden ist habe ich mich dran erinnert und wieder damit angefangen, dann war die Zeit reif dafür. Ich fing so viele Fische damit wie nie zuvor. Ein paar kleine Feinheiten hatte ich damals nicht berücksichtigt.
Benutzeravatar
hgb
Moderator
 
Beiträge: 1005
Bilder: 2
Registriert: 13.01.2009, 23:18
Wohnort: Dietach/Steyr

Nächste

Zurück zu Raubfischangeln

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste